Drücke ESC zum Schließen oder Enter zum Suchen
Czinger 21c vor einem Bürogebäude geparkt
Supercars

Czinger 21C im Detail: Das 3D-gedruckte Hypercar aus dem 22. Jahrhundert

Von

Vergiss alles, was du über den Bau von Autos weißt. Vergiss Fließbänder, Schweißroboter und riesige Presswerke.

Der Czinger 21C (sprich: „Singer“) ist nicht einfach nur ein weiteres schnelles Auto. Er ist eine Revolution.

Er ist der Beweis, dass die Art und Weise, wie wir Dinge herstellen, vor einem radikalen Umbruch steht.

Gebaut in Los Angeles von einem Startup, das von Vater und Sohn (Kevin und Lukas Czinger) gegründet wurde, nutzt der 21C Technologien, die eher nach Raumfahrt klingen als nach Automobilbau. Mit einer (noch nicht offiziell verifizierten, aber mehrfach demonstrierten) Höchstgeschwindigkeit von über 452 km/h (281 mph) sichert er sich den dritten Platz in unserem Ranking. Aber die Geschwindigkeit ist fast schon das Uninteressanteste an diesem Auto.

Der Vibe-Check: Top Gun für die Straße

Der 21C sieht nicht aus wie ein normales Auto. Er ist extrem schmal, hat eine Kabine wie ein Kampfjet und einen riesigen Heckflügel. Und das Beste: Man sitzt nicht nebeneinander, sondern hintereinander.

Das gefällt uns

Die Sitzposition: Fahrer vorne, Beifahrer dahinter (Tandem-Konfiguration). Das sorgt nicht nur für eine perfekte Gewichtsverteilung und Aerodynamik, sondern auch für das ultimative „Pilotengefühl“.

Die Herstellung: Das Chassis wird größtenteils im 3D-Druckverfahren aus Aluminium- und Titanlegierungen hergestellt. Das ermöglicht Formen, die mit herkömmlichen Methoden unmöglich wären – inspiriert von der Natur (bionisches Design).

Der Motor: Ein technisches Wunderwerk. Ein winziger V8, der höher dreht als alles andere auf der Straße (siehe unten).

Das nervt uns

Der Platz: Es ist eng. Sehr eng. Wer unter Klaustrophobie leidet oder einen beleibten Beifahrer mitnehmen will, ist hier falsch. Das ist ein reines Performance-Gerät.

Der Preis: Innovation hat ihren Preis. Mit mindestens 2 Millionen Dollar (plus Steuern) ist der 21C ein Spielzeug für Milliardäre.

Die Verfügbarkeit: Es sollen nur 80 Stück gebaut werden. Die Chance, einen auf der Straße zu sehen, ist geringer als ein Lottogewinn.

Die Revolution: Autos aus dem Drucker?

Czinger nutzt ein patentiertes Verfahren namens „Divergent Adaptive Production System“ (DAPS). Kurz erklärt: Eine KI (Künstliche Intelligenz) entwirft die Bauteile. Sie berechnet genau, wo Material benötigt wird, um die nötige Stabilität zu erreichen, und wo man es weglassen kann, um Gewicht zu sparen. Das Ergebnis sind organische, knochenartige Strukturen.

Diese Teile werden dann von riesigen 3D-Druckern aus Metallpulver (Aluminium, Titan) Schicht für Schicht „gedruckt“ und anschließend von Robotern zusammengefügt. Das Ergebnis ist ein Chassis, das leichter und steifer ist als alles, was man konventionell bauen könnte. Und: Es entsteht kaum Abfall.

Der Antrieb: Ein V8, der 11.000 U/min dreht

Als wäre das Chassis nicht genug, hat Czinger auch beim Antrieb das Unmögliche gewagt. Sie hätten einen fertigen Motor von AMG oder GM kaufen können. Stattdessen entwickelten sie ihren eigenen.

Es ist ein 2,88-Liter V8 mit zwei Turboladern. Klingt klein? Ist er auch. Aber dieser Motor ist ein Drehzahl-Monster. Er dreht bis zu wahnwitzigen 11.000 Umdrehungen pro Minute. Das ist mehr als ein aktuelles Formel-1-Auto! Allein der Verbrenner leistet rund 950 PS.

Technische Daten: Czinger 21C (V Max Version)

Antriebskonzept Hybrid: V8 Biturbo (hinten) + 2 E-Motoren (vorne)
Verbrenner 2,88-Liter V8 (Flat-Plane), 11.000 U/min
Systemleistung ca. 1.350 PS
Leistungsgewicht ca. 1:1 (PS pro kg)
0-100 km/h 1,9 Sekunden
0-300 km/h ca. 8,5 Sekunden
0-400-0 km/h 27 Sekunden (Weltrekord!)
Höchstgeschwindigkeit 452 km/h (gemessen) / theoretisch >400 mph (640 km/h) im Longtail
Getriebe 7-Gang-Sequenzielles Getriebe (ultraleicht)
Gewicht (trocken) ca. 1.250 kg
Preis ab ca. 2 Millionen US-Dollar (netto)

Unser Fazit

Der Czinger 21C ist mehr als nur ein schnelles Auto. Er ist ein technologisches Manifest. Er zeigt, was passiert, wenn man künstliche Intelligenz und 3D-Druck auf den Automobilbau loslässt.

Während Bugatti die Perfektionierung der alten Welt (großer Verbrenner) darstellt, ist der Czinger der radikale Aufbruch in eine neue Ära. Seine Fahrleistungen sind absurd (1,9s auf 100!), sein Sound (11.000 U/min!) ist einzigartig und seine Herstellung ist revolutionär. Er ist vielleicht nicht der Allerschnellste auf der Geraden, aber er ist definitiv das innovativste Hypercar der Gegenwart.

Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

Kommentare

0
Redaktion liest mit

Jetzt bist du dran

Wie siehst du das – Zustimmung, Gegenargument oder eigene Erfahrung?

Zustimmung, Widerspruch oder eigene Erfahrung: Hier darf es gern konkret werden.

Hier ist noch Platz für die erste Meinung. Mach den Anfang – der leere Kommentarbereich beißt nicht.

Kommentar schreiben

Deine Erfahrung ist oft spannender als jede Pressemitteilung. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du hast noch keinen Account? Registriere dich hier und werde Teil der Community!