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DeLorean DMC-12 geparkt im Dunkeln vor einer Neon Street Scene
Automobil Geschichte

DeLorean DMC-12: Koks, Chaos und eine Zeitmaschine, die fast nicht angesprungen wäre

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Wenn du an den DeLorean denkst, hörst du wahrscheinlich den Fluxkompensator summen und siehst brennende Reifenspuren auf dem Asphalt. Dank „Zurück in die Zukunft“ ist der DMC-12 unsterblich.

DMC Delorean
Thilo Parg, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Aber die Realität? Die war weniger „Hollywood-Happy-End“ und mehr „Miami Vice“-Albtraum. Die Geschichte des DeLorean ist die Story eines Mannes, der nach den Sternen griff, auf dem harten Boden der Tatsachen aufschlug und am Ende versuchte, seinen Traum mit einem Koffer voller weißem Pulver zu retten. Schnall dich an – wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen, aber einen verdammt guten Anwalt.

Der Rockstar im Anzug: John Z. DeLorean

Bevor Elon Musk Twitter kaufte und Raketen baute, gab es John Zachary DeLorean. Er war der „King of Cool“ bei General Motors. Er erfand den Pontiac GTO, machte Muscle Cars massentauglich und verdiente mehr Geld, als er zählen konnte. Er datete Supermodels, trug die Hemden offen bis zum Bauchnabel und hatte ein Kinn, an dem man Diamanten schleifen konnte.

Aber John wollte mehr. Er wollte nicht nur Angestellter sein, er wollte sein eigenes Auto bauen. Ein Auto, das sicher, ethisch korrekt (ja, wirklich!) und atemberaubend schön sein sollte. 1973 knallte er GM die Tür vor der Nase zu und gründete die DeLorean Motor Company (DMC).

Der Bau: Ein Raumschiff landet im Bürgerkrieg

Wo baut man einen futuristischen Sportwagen aus Edelstahl? In Detroit? In Italien? Nein, natürlich in einem Vorort von Belfast, Nordirland. Mitten im Bürgerkrieg. Warum? Weil die britische Regierung verzweifelt Jobs brauchte und DeLorean mit Fördergeldern zuschüttete.

Das Problem: Die Arbeiter dort hatten Erfahrung im Schiffbau (Titanic, anyone?), aber nicht im Bau von Sportwagen. Die Qualität der ersten Autos war… sagen wir mal „rustikal“. Spaltmaße waren eher „Spalt-Canyons“, und wenn es regnete, wurden die Flügeltüren gerne mal undicht.

Das Auto: Außen Hui, unter der Haube Pfui

DeLorean DMC 12
en:user:Grenex, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Optisch war der DMC-12 der absolute Wahnsinn. Giorgetto Giugiaro hatte ihn gezeichnet, die Karosserie war aus unlackiertem, gebürstetem Edelstahl (kein Rost, aber wehe, du hast einen Fingerabdruck drauf!), und die Flügeltüren schrien „Zukunft!“.

Aber dann drehte man den Zündschlüssel um. Statt eines wütenden V8 oder eines kreischenden Wankelmotors steckte im Heck ein V6 von Peugeot/Renault/Volvo (PRV). Ein braver, langweiliger Motor mit mickrigen 132 PS. Das Ergebnis: 0 auf 100 km/h in knapp 10 Sekunden. Zum Vergleich: Ein gut gelaunter VW Golf GTI konnte den DeLorean an der Ampel stehen lassen. Das „Supercar“ war eine lahme Ente im Raumanzug.

Der Absturz: „Operation Snow“

1982 stand DMC das Wasser bis zum Hals. Die Autos verkauften sich schleppend (zu teuer, zu langsam), die britische Regierung drehte den Geldhahn zu. John DeLorean brauchte Geld. Viel Geld. Schnell.

Und hier wird die Geschichte irre. DeLorean ließ sich auf einen Deal ein, der ihm 24 Millionen Dollar einbringen sollte. Die Ware? 100 Kilo Kokain. Was er nicht wusste: Seine „Geschäftspartner“ waren keine Drogenbarone, sondern FBI-Agenten. Im Oktober 1982 klickten die Handschellen. Das Video, wie John DeLorean einen Koffer voller Koks begutachtet und sagt „Das ist besser als Gold“, ging um die Welt.

Zwar wurde er später freigesprochen (seine Anwälte konnten beweisen, dass das FBI ihn in die Falle gelockt hatte, aber sein Ruf war ruiniert und die Firma DMC war bankrott.

Das Happy End (Posthum)

Das Auto war tot. Die Fabrik geschlossen. John DeLorean ein gefallener Engel. Doch dann, 1985, brauchte ein gewisser Regisseur namens Robert Zemeckis ein Auto für seinen Film über Zeitreisen. Ursprünglich sollte es ein Kühlschrank sein (kein Witz!), aber das war zu gefährlich für Kinder. Also nahm man das futuristischste Auto, das man finden konnte.

Der Rest ist Geschichte. Heute ist der DMC-12 Kult. Nicht weil er gut war, sondern weil er so herrlich verrückt war wie sein Erfinder.

Unser Fazit

Der DeLorean beweist eine alte Auto-Weisheit: Es ist egal, wie schnell du bist oder wie gut du verarbeitet bist – solange du cool genug aussiehst, verzeiht dir die Welt (fast) alles.

Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

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