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Denza D9: Luxus-Van aus China fordert Mercedes V-Klasse heraus

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BYDs Premium-Tochter bringt spektakulären Großraum-Van nach Europa

Die BYD-Tochter Denza plant, ihren Luxus-Van D9 im ersten Quartal 2026 auf den deutschen Markt zu bringen. Der imposante Siebensitzer soll dort anknüpfen, wo Mercedes mit der V-Klasse und Volkswagen mit dem Multivan aufhören – und das zu einem überraschend attraktiven Preis.

Von Mercedes-BYD zu reiner BYD-Marke

Denza ist ein Joint Venture, das vor 15 Jahren von Daimler mit BYD geschlossen wurde, um die elektrische B-Klasse nach China zu bringen. Während diese Kooperation mit nur 30.000 verkauften Autos in zehn Jahren floppte, entwickelte sich der mit Unterstützung aus Stuttgart entwickelte D9 zum Überraschungserfolg. Mercedes reduzierte seine Anteile an Denza bereits 2021 auf zehn Prozent, wodurch Denza faktisch zur Premium-Marke im BYD-Konzern wurde – ähnlich wie Audi bei Volkswagen.

Imposante Abmessungen und spektakuläres Design

Mit einer Länge von 5,25 Metern und einem Radstand von 3,1 Metern schindet der Van durchaus Eindruck. Vorne protzt er mit einem beleuchteten Nadelstreifen-Grill im Mercedes Actros-Format, riesigen Chromspangen und großen, vertikalen Luftschlitzen. Hinten lenken rote LED-Lanzen die Aufmerksamkeit auf den Van.

Die Karosseriegröße beträgt exakt 5.250 x 1.960 x 1.920 mm bei einem Radstand von 3.110 mm. Das ermöglicht eine flexible Innenraumgestaltung mit 7-Sitz-Konfiguration (2+2+3) oder einer besonders luxuriösen 4-Sitzer-Variante.

First-Class-Komfort für die Fondpassagiere

Die BYD-Tochter adelt den Arbeitsplatz im Denza D9 mit reichlich Leder, einer Sitzgarnitur samt Klima und Massage und einem hochmodernen Infotainmentsystem. Wer mit erhobenem Haupt durch die riesige Schiebetüre steigt, lässt sich wenig später in einen von zwei mächtigen First-Class-Sesseln fallen.

Die Sitze bieten 10-Wege-Verstellung, 6-Wege-Schlafkopfstütze und 10-Punkt-Massage. Auf einem Tablet in der Armlehne lassen sich sämtliche Komfortfunktionen steuern. Besonders beeindruckend: Der Geräuschpegel liegt bei nur 64,6 dB bei 120 km/h auf der Autobahn. Ideale Voraussetzung also um sich entspannt musikalisch vom Dynaudio 14 Lautsprecher HiFi Sound System begleiten zu lassen.

Antriebsoptionen: Elektro und Plug-in-Hybrid

Der D9 wird in zwei grundlegenden Antriebsvarianten angeboten:

Vollelektrische Version:

Plug-in-Hybrid:

Technologie und Sicherheit

Der D9 steht auf einer elektrischen Skateboard-Plattform der BYD-Familie, der die sogenannten Blade-Zellen zusätzliche Stabilität geben. Das DiSus-C smart Dämpfungssystem und das Fahrwerk wurden von Weltklasse-Experten feinabgestimmt.

Zur Sicherheitsausstattung gehören autonome Notbremsung, die Blade-Batterie, Fünf-Sterne-Sicherheitsstandard und 9 SRS-Airbags. Das Infotainmentsystem nutzt einen 6-nm-Chip mit 5G-Anbindung und Sprachassistenten.

Preis und Verfügbarkeit

In China ist der D9 ab umgerechnet 42.000 Euro erhältlich, der Preis in Deutschland dürfte jedoch deutlich höher liegen. Die Preise in China liegen je nach Version zwischen rund 47.000 und 63.000 Euro.

Der offizielle Deutschlandstart ist für das erste Quartal 2026 geplant. Damit kommt der D9 kurz nach dem sportlichen Shooting Brake Z9 GT, der bereits Ende 2025 auf den europäischen Markt kommen soll.

Konkurrenz für etablierte Hersteller

Vans sind in Asien längst die wahren Luxuslimousinen und so langsam schwappt dieser Trend auch nach Europa. Der D9 positioniert sich als direkter Konkurrent zur Mercedes V-Klasse, dem Lexus LM und dem Volvo EM90.

Während Mercedes mit der V-Klasse oder dem EQV und VW mit Multivan und ID.Buzz noch vergleichsweise konventionell auftreten, bietet der D9 einen Komfort, der diese Fahrzeuge wie Sammeltaxis wirken lässt.

Fazit

Der Denza D9 zeigt eindrucksvoll, wie weit die chinesische Automobilindustrie inzwischen gekommen ist. Mit spektakulärem Design, First-Class-Komfort und modernster Technologie setzt er neue Maßstäbe im Segment der Luxus-Vans. Ob der D9 in Europa an seinen Erfolg in China anknüpfen kann – allein im ersten Halbjahr 2023 stiegen die Zulassungen von 175 im Vorjahreszeitraum auf 46.000 verkaufte Autos – wird sich ab 2026 zeigen.

Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

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