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Drück mich! Warum Touchscreens im Auto lebensgefährlich sind und wir unsere Knöpfe zurückwollen

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Früher war alles besser? Quatsch. Aber früher hatte das Auto noch Knöpfe. Heute fahren wir rollende iPads, und um die Scheibenwischer einzuschalten, braucht man einen IT-Abschluss. Ein Wutausbruch über den gefährlichsten Trend der Auto-Industrie.

Stell dir folgendes Szenario vor: Du fährst nachts auf der Landstraße. Plötzlich setzt Starkregen ein. Die Scheibe beschlägt sofort. In einem Auto von 2010 greifst du blind nach rechts, drehst einen Regler, drückst einen Knopf für die Heckscheibenheizung, und weiter geht’s. Dein Blick bleibt auf der Straße. Dauer: 0,5 Sekunden.

In einem modernen „Smart Car“ sieht das so aus:

  1. Du suchst den „Klima“-Button auf dem riesigen Touchscreen.
  2. Du triffst ihn nicht, weil die Straße hubbelig ist. Du triffst stattdessen „Sitzmassage Beifahrer“.
  3. Du guckst aufs Display, zielst neu, triffst das Menü.
  4. Jetzt öffnet sich ein Untermenü. Du suchst das Symbol für „Lüftung“.
  5. Währenddessen bist du im Blindflug 150 Meter weit gefahren.
  6. Herzlichen Glückwunsch, du hängst im Graben. Aber hey, das Display hat eine tolle 4K-Auflösung!

Der Touchscreen-Frust-Simulator

Mission: Schalte die Sitzheizung ein. Die Zeit läuft!

🗺️ Navi
🎵 Medien
🚗 Fahrzeug
📞 Telefon
Zeit: 0.0 s

Warum tun die uns das an?

Die Hersteller verkaufen uns das als "Clean Design" oder "Digital Cockpit". Die Wahrheit ist: Es geht nur um Kohle.

Ein physischer Knopf kostet Geld. Er braucht Kabel, eine Mechanik, er muss beleuchtet sein und haptisch gut klicken. Ein Touch-Button ist nur eine Zeile Software-Code auf einem billigen Display. Wenn VW beim Golf 8 fast alle Knöpfe streicht, sparen die Millionen. Dass wir uns dafür nachts ärgern, weil der "Slider" für die Lautstärke nicht mal beleuchtet ist (kein Witz, das war jahrelang so!), ist denen egal.

Die absurdesten Auswüchse (Tesla, wir schauen dich an!)

Tesla hat den Trend gestartet. Das Model 3 hat quasi gar keine Knöpfe mehr.

Es ist, als hätten Designer das Auto entworfen, die selbst nur Uber fahren und nie am Steuer sitzen.

Das Problem mit dem "Muskelgedächtnis"

Unser Gehirn liebt Knöpfe. Wir lernen Positionen. Das nennt man "Muskelgedächtnis". Du weißt genau, wo der Warnblinker ist. Du musst nicht hinsehen. Ein Touchscreen hat keine Haptik. Du fühlst nicht, ob du den Knopf getroffen hast. Du musst hinsehen. Und wer bei 100 km/h nur zwei Sekunden aufs Display starrt, legt 56 Meter im Blindflug zurück. Das ist so, als würdest du dir auf der Autobahn kurz die Augen zuhalten. Völlig irre.

Hoffnung am Horizont: Die Retter von Euro NCAP

Aber es gibt Hoffnung! Die Sicherheitsorganisation Euro NCAP (die, die die Autos gegen die Wand fahren und Sterne vergeben) hat die Schnauze voll. Ab 2026 gibt es Punktabzug (und damit weniger Sterne), wenn wichtige Funktionen nicht mehr über echte Knöpfe oder Hebel bedient werden können. Dazu gehören:

Die Hersteller rudern schon zurück. VW hat angekündigt, die verhassten Touch-Flächen am Lenkrad wieder gegen echte Tasten zu tauschen. Weil die Kunden rebelliert haben.

Unser Fazit

Gebt uns den Mix!

Versteh mich nicht falsch: Ich liebe Google Maps auf einem großen, scharfen Display. Ich will keine Straßenkarten falten. Aber für alles, was ich während der Fahrt bedienen muss, gilt: Gib mir einen Knopf! Oder einen Drehregler. Etwas, das "Klick" macht.

Ein Auto ist kein Smartphone. Wenn mein iPhone abstürzt, starte ich es neu. Wenn mein Auto-Bediensystem bei Tempo 130 abstürzt und ich den Scheibenwischer nicht mehr anbekomme, habe ich ein echtes Problem.

Also, liebe Autoindustrie: Hört auf mit dem Touch-Wahnsinn. Ein bisschen mehr "Klick-Klack" macht das Leben sicherer – und uns glücklicher.

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Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

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