Mailand, 09. September 2025 – Ferrari fackelt nicht lange: Kaum haben sie das Tuch vom Coupé gelüftet, schieben die Italiener direkt den offenen Bruder hinterher. Der 849 Testarossa ist da – als geschlossenes Performance-Monster UND als atemberaubender Spider. Beide ersetzen den SF90 (Stradale & Spider) und sind eine Kampfansage an alles, was vier Räder hat. Mit einem Namen, der auf eine 70-jährige Geschichte zurückblickt und an die legendären roten Ventildeckel der 500 TR von 1956 erinnert, bringt Ferrari einen der ikonischsten Namen der Automobilgeschichte zurück.

Hier ist alles, was du über dieses ungleiche, aber gleichermaßen brutale Zwillingspaar wissen musst.
1. Pure Gewalt: Der Antriebsstrang (Coupé & Spider)
Das Herzstück beider Modelle ist identisch und pure Ingenieurskunst. Wir sprechen hier von einem Plug-in-Hybrid-System, das eine absolut wahnwitzige Systemleistung von 1.050 PS liefert – ein absoluter Rekord für einen Serien-Ferrari.
- Der Verbrenner: Der V8-Biturbo wurde komplett überarbeitet und liefert nun allein schon 830 PS. Das sind 50 PS mehr als beim Vorgänger, erreicht durch neue Komponenten, einen größeren Turbo und Technologien aus dem Rennsport.
- Der Elektro-Boost: Drei Elektromotoren (zwei vorne, einer hinten aus der Formel 1 abgeleitet) steuern weitere 220 PS bei.
- Die Performance:
- Coupé: 0 auf 100 km/h in unter 2,3 Sekunden, 0 auf 200 km/h in 6,35 Sekunden.
- Spider: Trotz der offenen Bauweise identische 0-100 km/h Zeit (< 2,3 s) und nur minimal langsamer auf 200 km/h (6,5 s).
- Top-Speed: Beide rennen über 330 km/h.
2. Der Spider: Oben ohne in 14 Sekunden

Der 849 Testarossa Spider ist der Star für Sonnenanbeter, die es eilig haben.
- Das Dach: Das Retractable Hard Top (RHT) verschwindet in rekordverdächtigen 14 Sekunden – und das bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h.
- Der Komfort: Ein neuer, patentierter Windabweiser in der Rückbank sorgt dafür, dass euch bei 300 km/h nicht die Frisur vom Kopf gerissen wird. Ferrari verspricht „vibrante Verbindung mit der Umgebung“ ohne nervige Turbulenzen.
- Kein Verzicht: Dank extremer Leichtbauweise und cleverer Ingenieurskunst hat der Spider trotz Versteifungen keinen Gewichtsnachteil gegenüber dem SF90 Spider – das Leistungsgewicht ist sogar klar besser.“
3. Design & Aero: Retro-Futurismus in Perfektion

Wer sagt, dass Aerodynamik langweilig aussehen muss? Beide Modelle zitieren die wilden Sportprototypen der 70er Jahre und den 512 S.
- Twin-Tail Architektur: Das Heck verfügt über zwei Flügelprofile („Twin Tails“), die die Luftströmung nutzen, um massiven Anpressdruck zu generieren. Beim Spider sind diese sogar noch ausgeklügelter, um mit dem offenen Dach zu harmonieren.
- Downforce-Monster: Bei 250 km/h presst die Luft beide Autos mit 415 kg auf den Asphalt.
- Aktive Aero: Ein neu gestalteter aktiver Heckspoiler wechselt in weniger als einer Sekunde zwischen Low Drag und High Downforce.
4. Technologie: Wenn das Auto mitdenkt

Ferrari hat dem 849 Testarossa ein Gehirn verpasst, das schneller denkt als du lenken kannst.
- FIVE Estimator: Das neue „Ferrari Integrated Vehicle Estimator“ System erstellt einen digitalen Zwilling des Autos in Echtzeit. Es berechnet Parameter, die man nicht messen kann, und optimiert Traktion und Driftwinkel millimetergenau.
- ABS Evo: Dank der neuen Sensoren kannst du später und härter bremsen als je zuvor.
- Cockpit: Innen fühlst du dich wie in einem Monoposto. Ein neues Lenkrad mit echten Tasten (ja, der Startknopf ist zurück!) und ein vom F80 inspirierter Schalthebel machen das Fahren zum Erlebnis.
5. Assetto Fiorano: Für die Rennstrecke geboren

Für alle, denen „extrem“ noch nicht extrem genug ist, gibt es für BEIDE Modelle das Assetto Fiorano Paket.
- Diät: Durch massiven Einsatz von Carbon und Titan sparen diese Versionen rund 30 kg Gewicht ein.
- Fahrwerk: Spezielle Multimatic-Dämpfer und Michelin Pilot Sport Cup2 Reifen kleben das Auto förmlich auf die Strecke.
- Rundenzeiten in Fiorano:
- Coupé: 1’ 17” 500
- Spider: 1’ 18” 100 (nur 0,6 Sekunden langsamer!)
Unser Fazit
Egal ob geschlossen oder offen: Der Ferrari 849 Testarossa ist ein Statement. Mit 1.050 PS und einer Technik, die direkt aus der Zukunft zu kommen scheint, hat Ferrari die Messlatte nicht nur höher gelegt – sie haben sie in den Orbit geschossen. Die Wahl zwischen Coupé und Spider ist damit nur noch eine Frage der persönlichen Vorliebe (und des Haarwuchses).
Willkommen zurück, Testarossa.
Technische Daten im Vergleich
| Wert | 849 Testarossa (Coupé) | 849 Testarossa Spider |
| Systemleistung | 1.050 PS | 1.050 PS |
| V8-Biturbo Leistung | 830 PS | 830 PS |
| E-Motoren Leistung | 220 PS | 220 PS |
| Max. Drehmoment | 842 Nm | 842 Nm |
| 0–100 km/h | < 2,3 s | < 2,3 s |
| 0–200 km/h | 6,35 s | 6,5 s |
| Höchstgeschwindigkeit | > 330 km/h | > 330 km/h |
| Bremsweg (100–0 km/h) | 28,5 m | 28,5 m |
| Rundenzeit Fiorano | 1’ 17” 500 | 1’ 18” 100 |
| Trockengewicht* | 1.570 kg | 1.660 kg |
| Leistungsgewicht | 1,50 kg/PS | 1,58 kg/PS |
| Dach-Mechanik | – | 14 Sek. (bis 45 km/h) |
| Höhe | 1.225 mm | 1.186 mm |
| Kofferraum | 74 Liter | 74 Liter |
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