Ein chinesischer Van zwischen Luxus-Versprechen und ehrlicher Community-Bilanz
Der Forthing 4 U-Tour (oft auch einfach als Forthing 4 bezeichnet) ist das, was passiert, wenn man einem chinesischen Designer ein Bild von einer Luxus-Yacht und einer Mercedes V-Klasse zeigt und sagt: „Mach das mal, aber für den Preis eines gut ausgestatteten VW Polo.“
Während etablierte Hersteller wie VW oder Ford ihre Traditions-Vans (Sharan, Galaxy) beerdigt haben, um uns in immer neue SUVs zu pressen, füllt Dongfeng diese Lücke mit einer Brachialgewalt, die man erst einmal verdauen muss. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt tauchen nun die ersten Exemplare als echte Preis-Leistungs-Kracher auf. Aber ist dieser Exot ein Geheimtipp oder ein finanzielles Himmelfahrtskommando? Hier ist unser ultimativer Guide.
Der erste Eindruck: Rolls-Royce-Vibes zum Dacia-Tarif?
Wenn du die Tür zum Forthing 4 öffnest, erwartest du vielleicht Plastikwüsten und den strengen Geruch von billigem Kleber. Stattdessen knallt dir eine Ausstattung entgegen, die dich fragen lässt, ob du versehentlich in einem Privatjet gelandet bist.

Die Bestuhlung: Wir reden hier von einer 2+2+3-Konfiguration. Die zweite Reihe besteht aus sogenannten „Captain Chairs“. Diese Einzelsessel sind nicht nur beheizt und belüftet, sondern lassen sich elektrisch in fast alle Himmelsrichtungen verschieben – sogar seitlich zueinander, falls die Kinder sich mal wieder nicht riechen können. Die Community bestätigt das einhellig: In der deutschen Facebook-Gruppe „Forthing Deutschland“ berichten Besitzer, dass Kinder plötzlich nicht mehr vorne sitzen wollen – hinten ist es einfach zu schön.
Die Tische: Hinten gibt es Klapptische, die so massiv wirken, als könnte man darauf eine ganze Weihnachtsgans tranchieren, während man bei 130 km/h über die A8 gleitet.
Das Panorama: Das riesige Glasdach lässt so viel Licht rein, dass man im Sommer fast eine Sonnenbrille im Innenraum braucht – aber es sorgt für ein Raumgefühl, das in dieser Preisklasse (gebraucht oft zwischen 22.000 € und 30.000 €) seinesgleichen sucht. Allerdings melden einige Community-Mitglieder Klappergeräusche vom Panoramadach, die Werkstätten bislang nicht dauerhaft beheben konnten.
Unter der Haube: Ein alter Bekannter mit Durst
Angetrieben wird der Koloss von einem 1,5-Liter-Turbo-Benziner, der seine Wurzeln bei Mitsubishi hat (Baureihe 4A95TD). Das ist einerseits gut, weil die Technik als robust gilt, andererseits ist der Motor ein bisschen wie der Onkel auf der Familienfeier: Er gibt sich redlich Mühe, aber er trinkt gerne mal einen über den Durst.
Die technischen Eckdaten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Leistung | 130 kW (177 PS) bei 5.600 U/min |
| Drehmoment | 285 Nm bei 1.500 – 4.000 U/min |
| Getriebe | 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) |
| Verbrauch (Real) | 9 bis 13 Liter (je nach Bleifuß-Anteil) |
| Beschleunigung | Ausreichend, um nicht von LKWs geschoben zu werden |
Das 7-Gang-DCT Getriebe schaltet meistens sanft, kann aber im Stop-and-Go-Verkehr manchmal etwas nervös wirken – so wie ein Butler, der nicht genau weiß, welche Gabel er zuerst reichen soll.
Der Realitätscheck: Vergiss die Werksangaben von 7,6 l/100 km. Communities auf Reddit und in Fachforen berichten eher von 10 bis 11 Litern im Schnitt. In der Stadt knackt er auch gerne mal die 13-Liter-Marke. Wer sparen will, ist hier falsch – wer Platz braucht, ist goldrichtig.
Besitzer berichten, dass der Verbrauch nach dem ersten Ölwechsel bei 5.000 km spürbar sinkt. Auf der Autobahn bei moderaten 130 km/h schaffen einige Fahrer bemerkenswert solide 7,2 bis 8,5 Liter – ein Besitzer aus Magdeburg, der über 100.000 km im Tank hat, nennt 7,2 Liter als seinen Autobahn-Schnitt. Im Stadtverkehr sollte man mit 9 bis 11 Litern kalkulieren, bei sehr kalten Temperaturen auch mehr. Der Eco-Modus beim Anfahren auf Schnee oder Eis sorgt dafür, dass der Wagen früher hochschaltet und unnötiger Schlupf vermieden wird – ein nützlicher Tipp aus der Community für den Winter.
Die Schattenseiten: Wo wurde gespart?
Irgendwoher muss der Kampfpreis kommen. Wenn du einen Gebrauchten besichtigst, achte penibel auf diese drei „China-Krankheiten“:
1. Die „Sensibelchen-Lackierung“
Besitzer berichten, dass der Lack dünner ist als die Geduld eines Zweijährigen im Supermarkt. Besonders Vogelkot oder Baumharz können sich innerhalb kürzester Zeit dauerhaft einbrennen. Pro-Tipp: Schau dir die Motorhaube und das Dach ganz genau an. Wenn der Vorbesitzer kein Garagen-Parker war, siehst du das sofort. Eine nachträgliche Keramikversiegelung ist hier fast schon Pflicht.
Die Werksfelgen aus dem alten Modell (vor Facelift) sollten laut Community-Erfahrungen nicht im Winter gefahren werden – die Beschichtung hält dem Streusalz nicht stand und blättert ab. Auch an Schwellern und Türkanten berichten einige Langzeitbesitzer von ersten Rostansätzen, besonders wenn die werkseitige Hohlraumversiegelung fehlt (dazu weiter unten mehr).
2. Software-Steinzeit & Radio-Frust
Das Infotainment sieht schick aus (zwei 10,25-Zoll-Bildschirme), aber die Bedienung ist manchmal so logisch wie eine Gebrauchsanweisung für einen Quantencomputer auf Kantonesisch.
Konnektivität: Bei älteren Modellen musst du dich mit der nervigen „CarbitLink“-App herumschlagen. Viele Besitzer rüsten mit „Carlinkit“-Dongles nach, um echtes Apple CarPlay oder Android Auto nutzen zu können.
DAB-Radio: In vielen Foren als Totalausfall verschrien. Mal findet es keine Sender, mal vergisst es sie wieder. Wenn dir guter Sound wichtig ist, plane ein Upgrade ein.
Die Softwareprobleme sind real und vielfältig. Mehrere Besitzer berichten von einem spezifischen Phänomen: Nach einem Systemabsturz oder dem Abklemmen der Batterie verschwinden Icons wie „Frontradar“, Android Auto und die Verkehrszeichenerkennung aus dem Menü – ohne dass die Hardware defekt ist. Die Community hat dafür eine Lösung gefunden: Die Sterntaste ganz rechts im Lenkrad für mindestens 20 Sekunden drücken (bei eingeschalteter Zündung, aber ohne laufenden Motor, und nach etwa 30 Sekunden Wartezeit nach dem Einschalten der Zündung), bis „Welcome“ im Display erscheint. Dieser Soft-Reset bringt die fehlenden Funktionen in den meisten Fällen zurück.
Das Facelift-Modell bringt hier deutliche Verbesserungen: Android Auto ist direkt integriert (kein Wizcar-Dongle mehr nötig), das DAB-Radio funktioniert besser, und der adaptive Tempomat sowie Parksensoren vorne sind neu an Bord. Besitzer des alten Modells schätzen den Wert des Facelift gegenüber der Vorgängerversion auf rund 3.000 Euro mehr beim Wiederverkauf.
Wer das volle Android-Ökosystem nutzen möchte: Beim Facelift-Modell lässt sich der Google Play Store freischalten, sodass YouTube, Waipu und andere Apps direkt auf dem Autobildschirm laufen – ohne Smartphone-Verbindung.
3. Die „Große-Türen-Falle“
Achtung, Familienväter: Der Forthing 4 hat keine Schiebetüren, sondern klassische, sehr große Schwenktüren hinten. In engen deutschen Parklücken ist das ein Albtraum. Deine Kinder werden die Türen des Nachbarautos schneller berühren, als du „Vorsicht!“ rufen kannst.
Was Forthing 4 Besitzer wirklich berichten

Koppelstangen und Fahrwerk: Der häufigste Garantiefall
Das in der deutschen Forthing-Community am häufigsten gemeldete mechanische Problem sind die Koppelstangen (Stabilisatorstangen). Das typische Symptom: knackende oder schleifende Geräusche beim Einlenken, besonders bei langsamer Fahrt. Die gute Nachricht: Das ist ein anerkannter Garantiefall, und die Ersatzteile sind laut Community-Berichten meist schnell verfügbar. Einige Besitzer berichten sogar vom zweiten Koppelstangenwechsel – möglicherweise begünstigt durch fehlenden oder unzureichenden Unterbodenschutz.
Der Auspuff knallt – und das ist bekannt
Ein weiteres häufiges Thema: Der hintere Auspuff-Endtopf macht Probleme, besonders in der Anfangsphase. Viele Besitzer mussten ihn schon früh tauschen – ebenfalls auf Garantie. Das ist ein bekannter Werksfehlerpunkt, den Indimo als Importeur anerkennt.
Die Klimaanlage und die dritte Reihe
Hier ist Aufklärung wichtig, denn Missverständnisse führen zu unnötigen Werkstattbesuchen: Der Forthing 4 hat nur einen Wärmetauscher. Die Lüftungsauslässe für die zweite Reihe sitzen unterhalb der Vordersitze. Wichtig: Viele Versionen haben Luftauslässe bis in die 3. Reihe – aber offenbar keine vollwertig getrennte Klima-Zone wie bei manchen Vans. Heißt: hinten kommt Luft an, aber ‘hinten separat regeln wie im Reisebus’ ist eher nicht das Niveau.
Die „Rear“-Funktion ist im Sommer sinnvoll (Kühlung), bläst im Winter in der dritten Reihe aber kalt. Wer mehrere Personen mitnimmt, sollte die Heizungseinstellung auf Füße und Innenraum (nicht auf Scheibe) setzen, damit die Wärme in den Fond gelangt. Kein Konstruktionsfehler im klassischen Sinne – aber eine Eigenheit, die man kennen muss.
Start-Stopp: Das nervige Stiefkind
Die Start-Stopp-Automatik funktioniert nur, wenn die Klimaanlage ausgeschaltet ist. Bei den meisten Besitzern ist das kein Drama, da viele die Funktion grundsätzlich deaktivieren – auch wegen des Turbomotors, dem häufige Kaltstarts nicht guttun. Das Deaktivieren des Start-Stopp-Systems hat bei manchen Besitzern auch unerwünschte Warnmeldungen auf dem Display verschwinden lassen.
Software-Bugs: Das Sammelsurium
Aus der Community kommen weitere wiederkehrende Software-Eigenheiten:
- Alle Fenster öffnen sich über Nacht von selbst (Ursache: zu langes Drücken der Fernbedienungstaste „Öffnen“)
- Der Scheibenwischer-Intervalllmodus fällt aus (Community-Fix: Schalter auf Auto, dann ganz nach unten)
- Reifendruckanzeige nur in PSI oder kPa – keine Umstellung auf Bar möglich (laut Händler aktuell nicht lösbar)
- Warndreiecke im Display, die kommen und gehen (häufig durch schmutzige Kameras oder aktive Start-Stopp-Funktion verursacht)
- Das Schaltgetriebe kann nicht anspringen oder der Rückwärtsgang blockiert kurzzeitig (mehrmaliges Aus- und Einschalten hilft in den meisten Fällen)
- Sitzheizung und Sitzlüftung vorne manchmal nicht einstellbar (Lösung: Software-Neuaufspielen in der Werkstatt plus Kalibrierung)
Das Orakel von Dongfeng: Die digitale Rettung
Du sitzt im Auto, die Kinder schreien, und du findest den Knopf nicht, um die Massagefunktion der Captain Chairs zu aktivieren, während die Lüftung plötzlich wie ein startender Kampfjet klingt? Bevor du vor Verzweiflung ins Lenkrad beißt: Es gibt Hilfe.
Wir haben für dich die „Heilige Schrift von Liuzhou“ ausgegraben – die offizielle Bedienungsanleitung als PDF.
👉 Hier geht’s zum Orakel von Dongfeng (PDF)
Pro-Tipp: Druck dir das Teil bloß nicht aus, es sei denn, du willst einen kompletten Wald abholzen. Speicher den Link auf deinem Handy und nutze die Suchfunktion (Strg+F), wenn du wissen willst, was die blinkende Lampe im Cockpit eigentlich von dir möchte. Es ist die perfekte Lektüre für die nächste Ladepause (oder wenn du an der Tankstelle wartest, weil der Mitsubishi-Motor mal wieder Durst hat).
Die strategische Hürde: Versicherung und Wartung
Hier wird es für den deutschen Käufer etwas knifflig. Der Forthing wird über Indimo Automotive importiert.
Das HSN/TSN-Lotto
Viele dieser Fahrzeuge haben in den Papieren die Schlüsselnummern „0000″. Das bedeutet für dich: Online-Versicherungsvergleiche funktionieren nicht. Du musst bei deiner Versicherung anrufen und das Fahrzeug individuell einstufen lassen.
Was die Community erlebt hat: Die meisten Besitzer empfehlen Allianz, HUK oder LVM als pragmatische Partner, die das Fahrzeug anhand von Hubraum, Leistung und Gewicht einstufen – oft vergleichbar mit einem Renault Grand Espace oder VW Sharan. Die Preisspanne ist groß: von unter 600 Euro Vollkasko pro Jahr (mit Telematik und hoher SF-Klasse) bis über 1.500 Euro für niedrige Schadensfreiheitsklassen. Spezialmakler wie Rombey Capital oder Tidemann, die sich auf chinesische Fahrzeuge spezialisiert haben, können oft günstigere Konditionen aushandeln.
Der Wartungs-Marathon
Dongfeng ist streng. Das Serviceheft verlangt alle 20.000 Kilometer oder einmal im Jahr nach einer Inspektion. Das ist im Vergleich zu europäischen 30.000-km-Intervallen eine echte Belastung für den Terminkalender (und den Geldbeutel).
Community-Realität: Inspektionskosten bewegen sich je nach Werkstatt und Umfang zwischen 300 und 650 Euro. Der erste Ölwechsel bei 5.000 km ist laut Community wichtig für die Einlaufphase und senkt nachweislich den Verbrauch. E10-Kraftstoff ist laut mehreren Besitzern problemlos nutzbar, auch wenn manche E5 bevorzugen – laut Hersteller ist beides zulässig. Ein Forthing-4-Besitzer zeigt einen Kostenvoranschlag für die 60.000-Kilometer-Inspektion, der mit stolzen 1.579 Euro zu Buche schlägt.
Rostschutz-Manko: Wer besteht auf der Hohlraumversiegelung?
Da die Fahrzeuge für den Weltmarkt gebaut werden, ist der werkseitige Unterbodenschutz oft… nun ja, „optimistisch“ dünn. Wir raten dringend zu einer nachträglichen Hohlraumversiegelung (Dinitrol oder Fluid-Film), wenn du den Wagen länger als zwei Winter fahren willst.
Wichtiger Hinweis aus der Community: Im Serviceheft ist schriftlich festgehalten, dass der Händler vor der Auslieferung eine Hohlraumversiegelung durchzuführen hat. Wer das beim Kauf nicht bekommen hat, sollte den Händler damit konfrontieren und auf Durchführung bestehen – der Hersteller schreibt es vor. Bei Verweigerung haftet der Händler möglicherweise für Rostschäden.
Ersatzteile und Werkstatt-Know-how: Die ehrliche Wahrheit
Das ist das Thema, das erfahrene Schrauber und Vielfahrer am stärksten beschäftigt. Da der Motor von Mitsubishi stammt, sind motornahe Verschleißteile (Ölfilter, bestimmte Sensoren, Riemen) oft über Mitsubishi-Kanäle beschaffbar. Bei Karosserieteilen und Body-Electronics sieht es anders aus: Indimo hält nach eigenen Angaben ein Lager vor, aber bei Unfallschäden oder seltenen Ersatzteilen kann die Wartezeit mehrere Wochen betragen.
Werkstätten ohne Forthing-Erfahrung stoßen bei der Spurvermessung auf ein typisches Problem: Das Fahrzeug ist in den modernen Datenbanken vieler Achsmessgerät-Hersteller nicht gelistet, sodass nur Betriebe mit älterer Technik oder manuellem Dateneintrag die Einstellung vornehmen können.
Die Community-Praxis zeigt: Einfache Verschleißreparaturen (Bremsbeläge, Koppelstangen, Auspuff) werden von Indimo-Partnerwerkstätten auf Garantie abgewickelt. Komplex wird es bei Software-Problemen und seltenen Elektronikdefekten, wo die Werkstätten manchmal monatelang auf Anweisungen vom Importeur warten.
Checkliste für die Besichtigung
- Service-Historie: Ist das Scheckheft lückenlos bei einem Indimo-Partner gepflegt? Eine verpasste 10.000-km-Inspektion killt die Garantie.
- Hohlraumversiegelung: Wurde sie bei Auslieferung durchgeführt? Im Serviceheft nachschauen!
- Lack-Check: Gibt es blasse Stellen oder Verätzungen durch Umwelteinflüsse? Felgen auf Abblätterungen prüfen!
- Software-Test: Funktioniert die 360-Grad-Kamera flüssig? Alle Icons im Menü vorhanden? Kurzer Lenkrad-Reset-Test machen.
- Koppelstangen-Check: Beim langsamen Einlenken auf Knacken oder Schleifen achten.
- Auspuff: Auf ungewöhnliche Geräusche hören – der hintere Endtopf ist ein bekannter Schwachpunkt.
- Klimatest: Prüfe, ob die Belüftung in der dritten Sitzreihe realistisch eingeschätzt wird – keine eigenen Auslässe vorhanden!
- Unterboden: Schau nach Flugrost. Wenn keiner da ist: Sofort versiegeln lassen!
- Reifen: Die serienmäßigen LingLong-Reifen sind Sommerreifen, keine zertifizierten Allwetterreifen. In Deutschland für Winterbetrieb nicht zugelassen. Wurden ordentliche Winterreifen oder geprüfte Allwetterreifen (mit Schneeflockensymbol) nachgerüstet?
- Facelift oder nicht? Das Facelift-Modell hat Parksensoren vorne, integrierten adaptiven Tempomaten, Android Auto ohne Dongle und ein funktionierendes DAB-Radio. Der Wertunterschied zum alten Modell ist erheblich – beim Kauf auf die korrekte Modellversion achten und diese schriftlich im Vertrag festhalten.
Fazit: Kaufen oder stehen lassen?
Kann Reisen so schön und preiswert(er) sein? (KI-Visualisierung des Forthing 4)
Der Forthing 4 U-Tour ist ein Auto für Individualisten und kühle Rechner. Er bietet Luxus-Features, für die du bei Mercedes oder BMW den Preis eines Kleinwagens extra bezahlen würdest.
Kaufempfehlung, wenn: Du eine große Familie hast, meistens Kurzstrecken fährst (oder die Tankrechnung egal ist) und ein Auto willst, das so komfortabel ist wie dein Wohnzimmer.
Finger weg, wenn: Du ein Software-Perfektionist bist, 40.000 km Autobahn im Jahr schrubbst oder beim Anblick eines kleinen Lackkratzers direkt Herzrasen bekommst. Oder wenn du einen Händler ohne gutes Forthing-Know-how und schlechtes Servicenetz hast – die Wahl des Händlers macht beim Forthing deutlich mehr aus als bei etablierten Marken.Was die Community nach 60.000+ Kilometern sagt: Es gibt Besitzer, die über 100.000 km ohne größere Probleme gefahren sind und den Wagen begeistert weiterempfehlen. Es gibt aber auch solche, die nach wenigen Monaten im Dauerstress mit Werkstatt und Importeur stecken. Die Erfahrungen sind zu heterogen für eine pauschale Aussage – was aber klar ist: Der richtige Händler mit gutem Indimo-Draht macht den entscheidenden Unterschied.
Design in black (KI-Visualisierung des Forthing 4)
Fazit in einem Satz: Für rund 25.000 Euro bekommst du hier einen fast neuen Van mit Vollausstattung, während du bei VW für das gleiche Geld einen fünf Jahre alten Sharan mit 120.000 Kilometern auf der Uhr kaufst. Ein riskanter Deal? Vielleicht. Ein komfortabler? Definitiv! Oder einfacher gesagt: No risk no fun.
Dieser Guide basiert auf Herstellerangaben, Community-Erfahrungen aus der Facebook-Gruppe „Forthing Deutschland“ sowie Diskussionen auf motor-talk.de. Stand: Februar 2026.
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