Mängelquoten für hunderte Automodelle aus echten Hauptuntersuchungsdaten – filterbar nach Baujahr.
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| # | Modell | Prüfungen | Bestanden / Mängel | Mängelquote |
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Welches Auto hält durch – und welches fällt beim ersten ernsthaften Alter durch die Hauptuntersuchung? Der DEKRA Gebrauchtwagenreport ist seit 2019 Geschichte, der TÜV-Report steckt hinter einer Paywall. Wir haben eine Alternative gefunden: die britische Fahrzeugprüfbehörde DVSA veröffentlicht jährlich alle Hauptuntersuchungsergebnisse als Open Data – Millionen Prüfungen, hunderte Modelle, kostenlos zugänglich.
Das Ergebnis ist dieser interaktive Gebrauchtwagenreport. Mängelquoten nach Modell, aufgeschlüsselt nach Baujahr. Der entscheidende Vorteil gegenüber deutschen HU-Statistiken: in Großbritannien gibt es keine systematische Vorreparatur vor der Prüfung – was du siehst, ist der echte Zustand des Fahrzeugs, nicht der Zustand nach Aufhübschen durch die Vertragswerkstatt.
Wie nutzt du den Report? Wähle dein Wunschmodell über die Suche oder scrolle durch das Ranking. Mit dem Baujahr-Filter lassen sich Modelle fairer vergleichen – denn ein drei Jahre altes Auto fällt naturgemäß seltener durch als ein zwölf Jahre altes. Für den Gebrauchtwagenkauf empfehlen wir den Filter auf die Baujahre die du konkret kaufen würdest.
Dieser Report ist das britische Pendant zum deutschen TÜV-Bericht – nur mit echten Massendaten statt Stichproben. Wir haben über 528 Fahrzeugmodelle ausgewertet. Die Daten basieren auf über 35 Millionen echten Hauptuntersuchungen aus dem Jahr 2024. Es geht nicht um subjektive Meinungen, sondern um knallharte Mängelquoten direkt von den Hebebühnen der Insel.
Physik macht an der Grenze nicht halt. Auch wenn die Briten auf der anderen Seite fahren, sind die technischen Komponenten der Fahrzeuge – vom Fahrwerk bis zur Abgasreinigung – bei uns identisch. Wenn ein britisches Modell reihenweise Probleme mit den Querlenkern hat, wird dein Gebrauchtwagen in Deutschland höchstwahrscheinlich denselben Tanz aufführen.
Nutze die Suchfunktion um dein Wunschmodell direkt anzusteuern. Da die Zuverlässigkeit stark vom Alter abhängt, haben wir einen Baujahr-Filter integriert. Ein Klick auf das Modell zeigt die Details – so siehst du sofort ob das Auto ein treuer Begleiter oder ein Abo für die Werkstattkasse ist. Für den Gebrauchtwagenkauf empfehlen wir den Filter auf die Baujahre einzustellen die du konkret kaufen würdest.
Die Rohdaten stammen direkt von der DVSA (Driver and Vehicle Standards Agency) als Open Data. Die Inhalte unterliegen dem © Crown Copyright und werden unter der Open Government Licence v3.0 veröffentlicht. Wir haben diesen Datenberg sortiert, gefiltert und in eine lesbare Form gebracht.
Weil der DEKRA-Report seit 2019 Geschichte ist. Hersteller und Werkstätten begannen, das System durch gezielte Vorreparaturprogramme zu unterlaufen – Mängel wurden kurz vor der HU weggezaubert. Am Ende maß die DEKRA nicht mehr die echte Fahrzeugqualität. 2019 zog die DEKRA die Reißleine. Unsere britischen MOT-Daten sind dagegen ungeschminkt: ehrlich, direkt und manchmal schmerzhaft real.
Die Mängelquote gibt an wie viele Fahrzeuge dieses Modells beim ersten Prüfungsversuch im Jahr 2024 nicht bestanden haben – ohne vorherige Nachbesserung an der Prüfstelle. Ein Wert von 25% bedeutet: jedes vierte Fahrzeug ist direkt beim ersten Anlauf durchgefallen. Der britische Gesamtdurchschnitt liegt bei rund 28% – alles darunter ist überdurchschnittlich zuverlässig.
Auf den ersten Blick verblüffend: Ein Lamborghini Huracán hat eine niedrigere Mängelquote als ein VW Golf. Das liegt an drei Faktoren: Luxusfahrzeuge sind im Schnitt jünger, legen weniger Kilometer zurück und werden professionell gewartet. Wer nur Fahrzeuge desselben Baujahrs vergleicht – was der Baujahr-Filter ermöglicht – sieht ein realistischeres Bild.
Ja, Elektroautos sind im Report enthalten – Tesla Model 3, Model Y, VW ID.3, ID.4, Nissan Leaf und weitere. Elektrofahrzeuge schneiden oft gut ab weil sie keine Abgasanlage, keinen Zahnriemen und keine Kupplung haben die durchfallen könnten. Die häufigsten Mängel bei E-Autos sind Beleuchtung, Reifen und Fahrwerk – dieselben Verschleißteile wie bei Verbrennern.
Ja – und genau dafür ist der Report gedacht. Wenn du weißt dass ein bestimmtes Modell in einem bestimmten Baujahr überdurchschnittlich oft durchfällt, hast du ein konkretes Argument für den Preis oder weißt worauf du bei der Besichtigung besonders achten musst.
Ein Modell fehlt wenn es im Jahr 2024 weniger als zehn MOT-Prüfungen in Großbritannien gab – das wäre statistisch nicht aussagekräftig. Das betrifft sehr neue Modelle die noch nicht MOT-pflichtig sind, sehr seltene Fahrzeuge und Marken die in UK kaum verkauft werden. Neu zugelassene Fahrzeuge brauchen in UK erst nach drei Jahren zur Hauptuntersuchung.
Technisch ja. Ein VW Golf aus Deutschland und ein VW Golf aus Großbritannien sind baugleich – gleiche Motoren, gleiches Fahrwerk, gleiche Elektronik. Unterschiede gibt es beim Klima und bei der Wartungskultur, die die Mängelquoten leicht verschieben können – aber die grundlegenden Schwachstellen zeigen sich in beiden Ländern gleichermaßen.
Der Report wird jährlich aktualisiert sobald die DVSA die neuen Rohdaten veröffentlicht – in der Regel im Frühjahr des Folgejahres. Die aktuelle Version enthält alle Prüfungen aus dem Kalenderjahr 2024 mit Daten zu 528 Modellen.
Die Mängelquote sagt wie oft ein Modell durchfällt. Die Mängelart – aufrufbar per Klick auf Häufigste Mängel anzeigen – sagt warum. Ein Modell das oft wegen Bremsenverschleiß durchfällt ist ein anderes Risikoprofil als eines das wegen Karosserieproblemen auffällt. Ersteres ist günstig zu reparieren, letzteres kann teuer werden.