Symbolbild oben: So stellt sich eine KI den Luxus vor – aber der echte Entwurf unten ist noch viel spannender.
Vergesst alles, was ihr über vernünftige Elektroautos wisst. Eine junge Designerin aus der Kaderschmiede Pforzheim zeigt uns, wie ein Hyundai aussehen müsste, wenn Geld, Parkplatznot und Bescheidenheit absolut keine Rolle spielen würden. Spoiler: Wir sind schockverliebt.
Einleitung
Manchmal ist die moderne Autowelt so aufregend wie ein ungesalzenes Dinkelbrot. Fast alle neuen Autos sind SUVs, fast alle wurden im Windkanal so lange glattgelutscht, bis sie aussehen wie ein Stück Seife, und das höchste der Gefühle ist ein beleuchtetes Logo. Gähn.
Und dann scrollt man durchs Netz und stolpert über den Hyundai Ioniq 10 „Duke“. Plötzlich spürt man dieses Kribbeln, das man zuletzt hatte, als man mit sechs Jahren sein Traumauto im Quartett-Spiel gezogen hat.
Bevor ihr jetzt hektisch zum Händler rennt und „Shut up and take my money!“ schreit: Ruhig Blut. Der „Duke“ ist (leider!) kein offizielles Modell. Es ist eine Designstudie. Aber selten hat ein Fan-Entwurf so sehr „Baut mich, verdammt noch mal!“ geschrien wie dieser.
Ein Straßenkreuzer für das Cyberpunk-Zeitalter
Schauen wir uns diesen Koloss an. Der „Duke“ wirkt, als hätte sich ein amerikanischer Straßenkreuzer der 60er Jahre unsterblich in ein futuristisches Raumschiff verliebt. Die Motorhaube ist so lang, dass man darauf vermutlich eine Drohne landen oder ein kleines Picknick für vier Personen veranstalten könnte.
Wozu man so eine lange Haube bei einem Elektroauto braucht, wo kein V12 drunter steckt? Völlig egal. Es geht hier nicht um „Brauchen“. Es geht um Eleganz. Es ist das automobile Äquivalent dazu, im Smoking zum Bäcker zu gehen – einfach, weil man es kann.
Die Front zitiert die genialen „Pixel Lights“, die wir vom Ioniq 5 kennen, zieht sie aber in eine Breite, die auf der linken Spur für sofortige Ehrfurcht sorgen würde. Das Heck erinnert an eine Luxusyacht, die gerade im Hafen von Monaco anlegt. Es ist kantig, es ist mutig, und es hat mehr Charakter als die gesamte aktuelle Modellpalette mancher deutscher Premium-Hersteller zusammen.
Wer steckt dahinter? (Und warum Hyundai sie sofort einstellen sollte)
Das hier ist keine Kritzelei von einem Hobby-Bastler. Hinter dem „Duke“ steckt Jeeeun Youn. Und wer einen Blick auf ihren Lebenslauf wirft, versteht sofort, warum das Auto so professionell aussieht.
Jeeeun studiert an der Hochschule Pforzheim (MATD). Für alle, die sich in der Szene nicht so auskennen: Das ist quasi das Hogwarts für Autodesigner. Wer dort studiert, weiß, wie man Blech (oder Pixel) zum Leben erweckt.
Dazu kommt: Sie war bereits als Digital Designer Intern bei KIA und Genesis tätig. Kein Wunder also, dass der „Duke“ die perfekte Mischung aus der pixeligen Coolness von Hyundai und der aristokratischen Eleganz von Genesis besitzt. Sie hat die DNA der koreanischen Marken quasi im Blut.
Unser Fazit: Träumen erlaubt
Natürlich wissen wir, dass so ein Auto in der Realität seine Tücken hätte. Die Parkplatzsuche in der Münchner Innenstadt würde vermutlich in einem Nervenzusammenbruch enden, und die Waschanlage müsste erst noch erfunden werden, die diese Länge packt.
Aber genau darum geht es bei solchen Konzepten. Sie sollen uns zeigen, was möglich wäre, wenn Designer mal nicht auf den Rotstift der Buchhalter hören müssten. Der Ioniq 10 Duke ist eine Liebeserklärung an die große Limousine – modern interpretiert, elektrisch angetrieben und unfassbar cool.
Hyundai, falls ihr das lest: Ladet Jeeeun auf einen Kaffee ein. Und dann baut dieses Ding. Bitte.
Noch nicht genug von schönem Blech?
Der „Duke“ ist ein faszinierender Blick in die Zukunft, aber wie sind wir eigentlich hier gelandet? Wenn du verstehen willst, warum Autos heute so aussehen, wie sie aussehen (und warum früher vielleicht doch alles schöner war), dann haben wir genau das Richtige für dich.
Mach mit uns eine kleine Zeitreise: Die Kunst der Bewegung – Eine Reise durch 130 Jahre Automobildesign
Deine Meinung ist gefragt: Feierst du solche Design-Studien genauso wie wir, oder sollen wir uns lieber wieder auf echte Autos konzentrieren, die man auch kaufen kann? Schreib es uns in die Kommentare – wir sind neugierig! 👇
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