Es ist das Ende einer Ära. Die neue E-Klasse (W214) ist der Schwanengesang der Verbrenner-Luxuslimousine aus Stuttgart. In sieben Jahren übernimmt der elektrische EQE – und damit ist Schluss mit dem melodischen Sechszylinder-Säuseln.
Der letzte Mohikaner: Warum er butterweich fährt, aber nicht mehr tanzen kann.
„Ein grandioses Sofa auf Rädern, das allerdings vergessen hat, was Fahrspaß bedeutet.“
Mercedes hat hierfür nochmal alle Register gezogen. Der W214 ist Komfort pur, aber wer Kurvenräubern will, sitzt im falschen Auto.

Der „Vibe-Check“ (Das sagt die Community)
Der Kampf der Philosophien: Schweben gegen Tanzen.
| 👑 TEAM KOMFORT (Der Hammer) | 🏎️ TEAM SPORT (Der Fluch) |
| „Fliegender Teppich“ Das Fazit ist einhellig: Wer Entspannung sucht, ist hier richtig. Kein Knacken, kein Knarzen, nur gedämpftes Dahingleiten. Ein User schwärmt: „Der E450 ist dem C300e deutlich überlegen.“ | „Der Fluch des 5ers“ Die bittere Wahrheit: Der BMW 5er (G60) fährt Kreise um die E-Klasse. Wer Dynamik will, muss nach München. Die E-Klasse ist zu weich, zu abgekoppelt. |
| „Stille im Karton“ Bei 190 km/h hörst du mehr von deiner Spotify-Playlist als vom Verkehr. Sensationell. | „Langweiligste Perfektion“ Sie ist wie ein 3-Sterne-Restaurant: Perfekt inszeniert, aber manchmal fehlt einfach der dreckige Burger mit Pommes. |
Motoren-Guide (Herz oder Vernunft?)
Die Ära der V8 ist vorbei. Hier ist die harte Wahrheit über den Rest.
⭐ BESTE WAHL: E 450 4Matic (6-Zylinder)
- Das Urteil: „Der Sweet Spot!“ Sehr kultiviert, souveräner Klang und 0 Probleme in Foren. Er macht die E-Klasse erst würdig.
- Real-Verbrauch: 8,5 – 10 Liter (Viel, aber er ist ein Gentleman).
- VETO-Faktor: Hoher Anschaffungspreis.
💰 SPAR-TIPP: E 220 d (Diesel)
- Das Urteil: Der vernünftige Dienstwagen-Held. Gilt als „unkaputtbar“ und mittlerweile sehr leise.
- Real-Verbrauch: 5,0 – 6,5 Liter (extrem effizient!)
- VETO-Faktor: Wirkt bei voller Beladung etwas müde.
⚡ PLUG-IN-HYBRID: E 300 e / E 400 e
- Das Urteil: Elektrisch effizient (bis 100 km real möglich).
- VETO-Faktor: „Kofferraum-Killer“. Der Akku frisst Volumen, und die Ladekante ist zu tief. Nichts für den großen Familienurlaub.
❌ FINGER WEG: E 200 (Basis-Benziner)
- Das Urteil: Community sagt: „Fährt die E-Klasse nicht würdig.“ Der Vierzylinder klingt angestrengt und säuft (real oft 8–9 L). Zu wenig Power für 2 Tonnen Luxus.
Digitales Chaos (Hass & Liebe)
Der Innenraum ist ein Meisterstück, aber die Bedienung treibt in den Wahnsinn.

😡 DER NERV-FAKTOR
- Touch-Terror am Lenkrad: Hier sind sich alle einig – die kapazitiven Flächen nerven und führen zu Fehleingaben. „Man wünscht sich die mechanischen Knöpfe zurück.“
- Software-Kinderkrankheiten: Frühe Modelle hatten Bugs ohne Ende. Zitat eines Users: „Ausfall des gesamten MBUX Superscreens – allein die Geschwindigkeitsanzeige funktioniert noch.“, „HUD setzt manchmal aus“
- Der Klavierlack-Fluch: Die Mittelkonsole verkratzt schon beim Ansehen. Dringender Rat: Nimm das offenporige Holz!
😍 DER WOW-FAKTOR
- MBUX Hyper-Screen-Look: Kommt gut an, wirkt extrem modern.
- Verarbeitung: Keine Klappergeräusche. Türen und Sitze werden gelobt.
- KI-Routinen: Das Auto lernt. Wenn es draußen heiß ist, geht die Sitzbelüftung automatisch an. Das ist smarter Luxus.
Das Magische Ausstattungs-Dreieck
Hier musst du das Kreuzchen setzen – sonst sparst du am falschen Ende.
| ✅ MUST-HAVE (Pflicht) | 💸 KANN WEG (Sparen) |
| 1. AIRMATIC + Hinterachslenkung Der Game-Changer! Macht den 5-Meter-Bus wendig wie einen Kleinwagen und lässt dich schweben. Ohne das ist es keine echte E-Klasse. | 1. MBUX Superscreen Die rechte Zusatzfläche (Beifahrerscreen) bringt vielen keinen Mehrwert. |
| 2. Fahrerassistenzpaket Plus Community-Urteil: „Reifegrad wie Tesla ohne Show“. Der Autobahn-Assistent ist Entspannung pur. | 2. 20-Zoll-Felgen Teure Reifen, höherer Verschleiß und spürbarer Komfortverlust. Bleib bei 19 Zoll! |
| 3. LED Digital Light + 360° Kamera Das beste Licht am Markt (Projektionen!) und unverzichtbare Übersicht beim Parken. | 3. Dashcam-Modul Die Qualität der Videos ist ab Werk eher mau. Spar dir die 299 Euro. |
| 4. Burmester Surround Sound Das Standard-System ist nur „okay“, das Burmester ist eine andere Welt. |
MBUX Superscreen: Co-Pilot-Kino oder teures Dekoelement?
Optisch macht die durchgehende Glaslandschaft ordentlich was her – da fühlt man sich eher wie auf der Brücke der Enterprise als in einer süddeutschen Limousine. Aber bringt die rechte Zusatzfläche (Beifahrerscreen) im Alltag wirklich einen Mehrwert?
Hier muss man ehrlich sein: Das kommt ganz auf deinen Beifahrer an. Dank einer cleveren (aber strengen) Filter-Technologie ist der Bildschirm für den Fahrer nämlich fast unsichtbar, sobald das Auto rollt. Das verhindert Ablenkung, dämpft aber auch den Spaßfaktor für den, der am Steuer sitzt und bezahlt hat.
Das Dilemma: Fährst du oft allein zur Arbeit? Dann chauffierst du im Grunde einen hochauflösenden Touchscreen für deine Laptoptasche spazieren. Hast du hingegen oft Familie oder entertainmentsüchtige Freunde an Bord, ist das Ding genial: Der Co-Pilot kann Filme streamen oder Spiele zocken, ohne dich zu nerven. Für Solo-Pendler bleibt es aber oft nur ein sehr teures, glänzendes Zierteil, das Fingerabdrücke magisch anzieht.
Euro NCAP – Mercedes-typisch abgehakt
Beim Euro-NCAP-Crashtest 2024 liefert die Mercedes-Benz E-Klasse ein erwartbar starkes Bild ab: 92 Prozent beim Erwachsenenschutz, 90 Prozent beim Kinderschutz, 84 Prozent beim Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer und 87 Prozent bei den Assistenzsystemen. Getestet wurde ein Mercedes-Benz E 300 de als Limousine. Besonders überzeugend: Die Fahrgastzelle blieb im Frontalversatztest stabil, beim Seitenaufprall holte die E-Klasse die volle Punktzahl, und auch der Schutz gegen Schleudertrauma wurde gut bewertet. Dazu kommen ein gut arbeitender Notbremsassistent, serienmäßige Gurtwarner vorne und hinten, Müdigkeitserkennung, Spurhalteunterstützung und Verkehrszeichenerkennung. Nicht perfekt ist der Fußgängerschutz im Detail: An den A-Säulen und im Bereich der Scheibenbasis gab es schwächere Werte, der Beckenschutz fiel sogar überwiegend schlecht aus. Insgesamt bleibt das Sicherheitskapitel aber klar eine Stärke der E-Klasse – Mercedes liefert hier nicht nur Luxus, sondern auch Substanz.
Geld & Händler-Checkliste
Bevor du unterschreibst: Die Kostenfalle und die Mängel-Suche.
💸 Dein Konto wird weinen:
- Der Preis-Schock: „Über 100.000 Euro für einen Vierzylinder-Diesel? Das ist zu viel.“
- Inspektionen: Bei Mercedes „frech teuer“.
- Reifen: Ein User berichtet: „Bereits auf der Heimfahrt unrunder Lauf. Alle 4 Reifen mussten getauscht werden.“
🔎 DIE KNALLHARTE HÄNDLER-CHECKLISTE:
Prüfe diese 4 Punkte am Fahrzeug, bevor du kaufst:
- Software-Stand: „Ist das Fahrzeug auf dem aktuellsten OTA-Stand?“ (Zeigen lassen! MBUX durchklicken -> darf nicht hängen).
- Luftfederung: Probefahrt über Kopfsteinpflaster. Kein Poltern! Wenn es hinten „nachfedert“ oder „pumpend“ wirkt -> Kompressor-Check!
- Lenkrad-Touchpads: Teste alle vier Flächen (links/rechts/oben/unten) auf saubere Reaktion.
- Bremse (nur PHEV): Achte auf leichtes Quietschen bei niedriger Geschwindigkeit (bekanntes Problem).
Kurioses aus dem Handbuch
Wir haben das Kleingedruckte gelesen, damit du es nicht musst.
- ⚠️ Einklemmgefahr: Vorsicht beim Feature „Power Nap“. Das Auto faltet dich zusammen, wenn du nicht aufpasst.
- 💃 TikTok an Bord: Mercedes erklärt in der Anleitung ernsthaft die Nutzung von TikTok und Zoom. Business meets Gen-Z.
- 💾 Der Speicher-Tod: „GEFAHR: microSD-Karten können verschluckt werden!“ Guten Appetit!
🏁 DAS FINALE URTEIL
Ein würdevoller Abschied.
Die E-Klasse W214 ist der letzte Mohikaner. Sie ist leiser, komfortabler und technologisch weiter als je zuvor. Aber sie hat ihre Seele verkauft für maximalen Komfort.
🟢 KAUFEN, WENN…
… du Komfort über alles stellst und eine Limousine willst, die dich nach 800 Kilometern frischer ausspuckt, als du eingestiegen bist.
🔴 LAUFEN, WENN…
… du Fahrspaß suchst (BMW anrufen!), dich Touch-Bedienung aggressiv macht oder du kostenbewusst bist.
Oder dir ist der ausgereifte Vorgänger lieber? Dann schau dir unsere Gebrauchtwagen-Beratung Mercedes-Benz W213 an.

Ist der Superscreen nötig? Nein. Ist er teuer? Ja.
Aber am Ende ist der W214 der wohl würdigste Abschiedsgruß an den Verbrennungsmotor, den man sich (mit genug Kleingeld) kaufen kann. Lieber jetzt noch einmal volltanken, bevor wir in Zukunft alle nur noch summen.
Würdet ihr für den Superscreen Aufpreis zahlen oder reicht euch das Radio? Schreibt’s in die Kommentare!
















Kommentare
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Wie siehst du das – Zustimmung, Gegenargument oder eigene Erfahrung?
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