Er sieht aus wie ein Best-of aus Jeep, Land Rover und Mad Max. Er kostet aber so viel wie ein gut ausgestatteter Golf. Der KGM Torres (früher SsangYong) ist der Endgegner für alle, die Design lieben, aber keine 80.000 Euro auf dem Konto haben.

Erinnerst du dich an SsangYong? Die koreanische Marke, die Autos baute, die… nun ja, sagen wir mal „charakterstark“ aussahen. SsangYong heißt jetzt KGM – und mit dem neuen Namen kam anscheinend auch ein neuer Designer. Einer, der Bock auf Krawall hatte.
Der neue Torres ist kein Auto für Schüchterne. Er ist ein Statement. Und das Beste daran: Er bietet mittlerweile für jeden Antriebs-Geschmack die richtige Waffe.
Außen: Ein Best-of der Offroad-Ikonen
Wenn du den Torres das erste Mal siehst, spielt dein Gehirn „Auto-Memory“. Doch Vorsicht, es gibt feine Unterschiede je nach Motorisierung:
- Der Verbrenner & Hybrid: Die Front mit den sechs vertikalen Streben schreit förmlich „Jeep“. Dazu die C-Säule mit der (optionalen) Staubox und die flache Motorhaube – pures Abenteuer-Feeling.
- Der elektrische EVX: Er verzichtet auf den „Jeep-Grill“ und setzt auf eine futuristische, durchgehende LED-Lichtleiste und pixelige Tagfahrlichter. Er wirkt glatter, moderner, fast wie ein Roboter.
Allen gemein ist das Heck, das für Diskussionen sorgt. Da ist diese sechseckige Ausbuchtung auf der Klappe. Jeder denkt sofort: „Geil, ein Reserverad!“ Pustekuchen. Es ist nur Deko. Und der Türgriff an der Seite? Suggestiert eine cool aufschwingende Hecktür, aber die Klappe geht ganz brav nach oben auf. KGM hat das „Fake“-Level durchgespielt – aber es sieht verdammt cool aus.
Innen: High-Tech statt Gummistiefel

Wer jetzt erwartet, dass es innen aussieht wie in einem russischen Traktor, wird enttäuscht. KGM hat den Innenraum komplett digitalisiert. Drei Bildschirme, kaum noch echte Knöpfe, alles Touch. Das sieht extrem modern aus.
Klar, das Leder stammt vielleicht nicht von glücklichen Alpenkühen, die bei klassischer Musik massiert wurden wie bei der S-Klasse, aber wir reden hier von einem Auto, das preislich extrem attraktiv startet. Dafür sitzt du auf bequemen Sesseln, hast Platz ohne Ende (über 700 Liter Kofferraum beim Verbrenner!) und guckst auf ein Cockpit, das sich vor einem Audi nicht verstecken muss.
Die Antriebe: Vom Bauern-Motor bis zum E-Gleiter
Doch Optik ist nicht alles. Entscheidend ist, was unter der Haube steckt. Und hier bietet KGM mittlerweile drei Varianten an, die den Charakter des Wagens komplett verändern:
1. Der Klassiker (Benziner): Für Traditionalisten Der 1.5 Liter Turbo-Benziner liefert 163 PS. Du hast die Wahl: Manuelles Schalten oder 6-Stufen-Automatik, Frontantrieb oder Allrad. Er darf 1.500 kg ziehen – solide, aber kein Schwerlast-Wunder. Ein ehrlicher Motor für Leute, die keine Experimente wollen.
2. Der Hybrid: Die goldene Mitte Neu im Programm ist der „Dual Tech Motor“. Hier hilft ein Elektromotor dem 1.5 Liter Benziner (der hier 150 PS leistet ) auf die Sprünge.
- Der Kick: Die Kombination sorgt für mehr Durchzug und Effizienz im Alltag.
- Der Haken: Wer schwere Hänger ziehen will, muss aufpassen. Die Anhängelast sinkt hier auf 1.300 kg. Dafür spart er an der Zapfsäule.
3. Der EVX (Elektro): Der Überraschungs-Sieger Wer hätte das gedacht? Der elektrische Torres ist vielleicht der beste von allen.
- Power: Er kommt mit 207 PS (152 kW) und einem Drehmoment von 339 Nm , was ihn deutlich souveräner antreten lässt als seine Verbrenner-Brüder (0-100 km/h in 8,1 Sekunden ).
- Reichweite: Mit der großen 73,4 kWh Batterie schafft er laut Papier 462 km (WLTP). Im Stadtverkehr sollen sogar über 600 km drin sein.
- Praktisch: Er darf ebenfalls 1.500 kg ziehen – für ein Elektroauto in dieser Preisklasse ein guter Wert. Und dank „Vehicle-to-Load“ (V2L) kannst du auf dem Campingplatz deine Kaffeemaschine direkt am Auto einstecken.
Unser Fazit
Der coolste Preisbrecher
Der KGM Torres ist das Auto für Leute, die den Look eines 80.000-Euro-Geländewagens wollen, aber ihr Geld lieber für echte Urlaube ausgeben.
Ob als klassischer Benziner, als kräftiger Hybrid oder als überraschend kompetenter Stromer EVX: Er ist nicht perfekt. Manche Design-Elemente sind pure Show. Aber er hat etwas, das vielen modernen, glattgelutschten SUVs fehlt: Er macht Spaß. Er ist der Kumpel, der mit Turnschuhen zum Business-Meeting kommt.
Wer über das fehlende Image der Marke hinwegsehen kann (oder gerade das cool findet), bekommt hier so viel Auto und Design pro Euro wie nirgendwo sonst.




































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