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Grüner Leapmotor C10 auf einer Straße im Wald
E-Mobilität

Leapmotor C10 Kaufberatung: Drei Antriebe, sieben Versionen und ein klarer Sieger

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Der Leapmotor C10 wirkt im Konfigurator angenehm übersichtlich: Elektro, Hybrid EV oder Elektro mit Allrad. Beim genaueren Hinsehen werden daraus sieben bestellbare Kombinationen. Bei den reinen Elektroversionen kommen zwei Batteriegrößen hinzu, dazu deutlich unterschiedliche Ladeleistungen und der limitierte iC10. Diese Kaufberatung sortiert das Angebot, nennt die sinnvollen Versionen und trennt belegbare Fakten von Erfahrungsberichten aus Besitzer-Communities.

Grüner Leapmotor C10 vor moderner Stadtarchitektur
Mit 4,74 Metern Länge gehört der C10 in die SUV-Mittelklasse.

Drei Antriebskonzepte, sieben Bestellvarianten

Leapmotor zeigt den C10 in Deutschland mit drei Antriebskonzepten. Das ist korrekt, aber für eine Kaufentscheidung zu grob. Der reine Elektroantrieb ist mit zwei Akkus und zusätzlich mit Allrad erhältlich. Beim kleinen Akku gibt es Life und Design, beim Hybrid EV ebenfalls. Der iC10 ist technisch ein besonders ausgestatteter AWD. So entstehen aktuell sieben Kombinationen.

VersionAntrieb und AkkuWLTP-ReichweiteLeistungListenpreis
Pro LifeHeckantrieb, 69,9 kWh425 km218 PS37.600 Euro
Pro DesignHeckantrieb, 69,9 kWh425 km218 PS39.100 Euro
ProMax DesignHeckantrieb, 81,9 kWh510 km299 PS41.900 Euro
Hybrid EV Life28,4-kWh-Akku, Benzin-Generator145 km elektrisch, bis 974 km gesamt215 PS37.600 Euro
Hybrid EV Design28,4-kWh-Akku, Benzin-Generator145 km elektrisch, bis 974 km gesamt215 PS39.100 Euro
ProMax AWD DesignAllrad, 81,9 kWh437 km598 PS44.900 Euro
iC10Allrad, 81,9 kWh437 km598 PS49.900 Euro
Preise und technische Daten für Deutschland, Recherche-Stand 2. September 2026. Aktionspreise können abweichen.

Schon die Preisliste verrät den Sweet Spot: Der ProMax mit Heckantrieb kostet 2.800 Euro mehr als der Pro Design. Dafür gibt es 12 kWh mehr Batterie, 81 PS mehr Leistung und vor allem eine zeitgemäßere Schnellladeleistung. Wer den C10 häufig auf langen Strecken nutzt, sollte diese Differenz einplanen.

Was alle C10 gemeinsam haben

Mit 4,74 Metern Länge, 1,90 Metern Breite und 2,83 Metern Radstand ist der C10 ein ausgewachsenes Mittelklasse-SUV. Seine große Stärke ist der Innenraum. Vor allem im Fond gibt es viel Bein- und Kopffreiheit. Verarbeitung und Materialanmutung werden auch in Besitzerforen meist positiv beschrieben. Das ruhige, komfortorientierte Fahrwerk passt zur Rolle als Familienauto.

Heller Innenraum des Leapmotor C10 mit großem Zentraldisplay
Das 14,6-Zoll-Display bündelt fast alle Fahrzeugfunktionen.
Helle Rücksitzbank im Leapmotor C10
Der üppige Platz im Fond zählt zu den größten C10-Stärken.

Beim Gepäckraum unterscheiden sich Elektro- und Hybridversion. Die reinen Elektromodelle bieten 435 Liter Kofferraum, mit umgeklappter Rücksitzbank bis zu 1.410 Liter. Hinzu kommt ein 32-Liter-Frunk unter der Fronthaube. Beim Hybrid EV bleiben 400 bis 1.375 Liter. Das ist alltagstauglich, für die Außenlänge aber nicht üppig. Positiv sind 1.500 Kilogramm gebremste Anhängelast und 100 Kilogramm Dachlast. Damit eignet sich der C10 auch für Fahrradträger, Dachbox oder einen mittelgroßen Wohnanhänger.

Geöffneter Kofferraum des Leapmotor C10
Je nach Antrieb bietet der C10 400 oder 435 Liter Kofferraumvolumen; die Elektroversionen besitzen zusätzlich einen 32-Liter-Frunk.
Länge / Breite / Höhe4.739 / 1.900 / 1.680 mm
Radstand2.825 mm
KofferraumBEV: 435 bis 1.410 Liter + 32 Liter Frunk; Hybrid EV: 400 bis 1.375 Liter
Anhängelast gebremst1.500 kg
Dachlast100 kg
Sitzplätze5

C10 Pro 69,9 kWh: günstig, geräumig, beim Laden altmodisch

Der C10 Pro ist die vernünftige Einstiegsversion. Sein Heckmotor leistet 160 kW beziehungsweise 218 PS und 320 Nm. Damit erreicht das SUV Tempo 100 in 7,5 Sekunden. Die 69,9-kWh-LFP-Batterie ermöglicht 425 Kilometer WLTP-Reichweite. Im gemischten Alltag sind je nach Wetter und Fahrprofil grob 300 bis 360 Kilometer realistisch, im Winter und auf schneller Autobahn auch weniger.

Der Haken ist die maximale DC-Ladeleistung von nur 84 kW. Leapmotor nennt rund 30 Minuten für 30 bis 80 Prozent. Von zehn auf 80 Prozent dauert es entsprechend länger. Für Pendler mit eigener Wallbox ist das verkraftbar. Wer regelmäßig 500 Kilometer am Stück fährt, wird sich über lange Ladestopps ärgern.

Kaufen, wenn: der Preis wichtig ist, zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen wird und Fernreisen selten sind. Der Aufpreis von Life zu Design lohnt sich vor allem für Komfortausstattung, nicht für bessere Antriebstechnik.

C10 ProMax 81,9 kWh: die klare Kaufempfehlung

Der ProMax behebt die beiden größten Schwächen des Basismodells. Sein 81,9-kWh-LFP-Akku erhöht die WLTP-Reichweite auf 510 Kilometer, die Ladeleistung steigt auf bis zu 180 kW. Anders als der 69,9-kWh-C10 arbeitet der ProMax mit 800-Volt-Hochvolttechnik. Der Heckmotor liefert 220 kW beziehungsweise 299 PS und 360 Nm. 6,6 Sekunden auf 100 km/h sind mehr als ausreichend, die Höchstgeschwindigkeit steigt auf 190 km/h.

Auf Langstrecke zählt nicht der kurze Spitzenwert allein, sondern die Ladekurve. Für den Bereich von 30 bis 80 Prozent nennt Leapmotor rund 22 Minuten. Unter guten Bedingungen sollte ein Stopp von zehn auf 80 Prozent etwa eine halbe Stunde dauern. Die 800-Volt-Technik bringt allerdings eine Besonderheit mit: Der TCS stellte beim C10 ProMax AWD fest, dass das Testfahrzeug an 400-Volt-DC-Ladesäulen nicht laden konnte. Da auch der ProMax RWD mit 800-Volt-Technik arbeitet, sollten Käufer die Kompatibilität mit häufig genutzten Schnellladenetzen vorab prüfen. Für ProMax-Käufer ist es deshalb sinnvoll, auf Langstrecken gezielt passende HPC-Stationen einzuplanen. Wichtig ist außerdem, die Akkuvorkonditionierung am konkreten Fahrzeug zu prüfen. Sie ist verfügbar, wird nach aktuellem Informationsstand aber nicht in jeder Situation automatisch durch die Navigation aktiviert.

Kaufen, wenn: der C10 das einzige Auto im Haushalt sein soll. Der ProMax RWD bietet die beste Mischung aus Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Leistung und Preis.

C10 Hybrid EV: Elektroauto mit Benzin-Generator

Die Bezeichnung Hybrid EV klingt nach klassischem Plug-in-Hybrid, technisch ist der C10 aber ein Range Extender. Die Hinterräder werden immer von einem 158 kW starken Elektromotor angetrieben. Der 1,5-Liter-Vierzylinder mit 88 PS hat keine mechanische Verbindung zu den Rädern. Er erzeugt Strom, wenn die 28,4-kWh-Batterie leerer wird oder mehr Energie benötigt wird.

Bis zu 145 Kilometer rein elektrische WLTP-Reichweite sind für einen Range Extender großzügig. Zusammen mit dem 50-Liter-Tank nennt Leapmotor aktuell bis zu 974 Kilometer Gesamtreichweite. Das Konzept funktioniert am besten, wenn der Wagen im Alltag regelmäßig geladen wird. Dann fährt er viele Wege lokal elektrisch und nutzt den Generator nur auf langen Reisen.

Wer nie lädt, fährt dagegen ein schweres Elektroauto mit zusätzlichem Benziner spazieren. Für den Betrieb mit entladener Batterie stehen je nach Homologationsangabe rund 6,4 Liter je 100 Kilometer im Datenblatt. In einem unabhängigen Test lagen Verbrauch und Geräuschkomfort bei leerer Batterie ungünstiger. Außerdem lädt der Hybrid EV an AC nur mit 6,6 kW. DC-Schnellladen ist mit bis zu 65 kW möglich; für 30 bis 80 Prozent werden rund 18 Minuten genannt. Er ist deshalb keine pauschale Antwort für Menschen ohne verlässliche Lademöglichkeit.

Kaufen, wenn: zu Hause geladen werden kann, die meisten Tage unter 120 Kilometer bleiben und regelmäßig sehr lange Strecken in Regionen mit dünner Ladeinfrastruktur anstehen. Wer überwiegend Autobahn fährt und kaum lädt, ist mit einem effizienten Vollhybrid oder Diesel je nach Profil häufig besser bedient.

C10 AWD und iC10: 598 PS sind mehr Kür als Pflicht

Weißer Leapmotor C10 AWD in Frontansicht
Der C10 AWD kombiniert 598 PS mit einer 81,9-kWh-Batterie.

Der ProMax AWD kombiniert zwei Elektromotoren zu 440 kW beziehungsweise 598 PS und 720 Nm. Tempo 100 ist nach 4,0 Sekunden erreicht. Seine 81,9-kWh-Batterie und 800-Volt-Architektur ermöglichen bis zu 180 kW DC-Ladeleistung. Der Preis von 44.900 Euro ist angesichts der Leistung erstaunlich niedrig.

Die Kehrseite ist ein WLTP-Verbrauch von 20,9 kWh je 100 Kilometer und eine Reichweite von 437 Kilometern. Im Winter oder bei Autobahntempo schrumpft der Aktionsradius deutlich. Ein Test des TCS lobt den Komfort, beschreibt das Fahrverhalten im Grenzbereich und auf Schnee aber als heckbetont. Auch erhöhte Ladeverluste und nur mäßige Bremswerte auf den montierten Winterreifen fielen dort auf. Die enorme Motorleistung macht den C10 nicht automatisch zum Sport-SUV.

Der auf 250 Exemplare limitierte iC10 nutzt denselben Antrieb und dieselbe Reichweite. Für 49.900 Euro kommen ein sportlicherer Auftritt und eine straffere Fahrwerksabstimmung hinzu. Rational ist der normale AWD sinnvoller. Der iC10 richtet sich an Sammler und Käufer, denen Exklusivität wichtiger ist als Komfort und Preis.

Life oder Design?

Schon Life ist ungewöhnlich komplett ausgestattet. Dazu gehören unter anderem LED-Licht, 18-Zoll-Räder, 360-Grad-Kamera, Zweizonen-Klimaautomatik, Panoramadach, ein 14,6-Zoll-Zentraldisplay und ein Audiosystem mit zwölf Lautsprechern. Bei den reinen Elektroversionen ist auch die Wärmepumpe wichtig.

Design ergänzt unter anderem beheizte und belüftete Vordersitze, ein beheiztes Lenkrad, Ambientebeleuchtung, abgedunkelte Scheiben, größere Räder und weitere Komfortdetails. Die 1.500 Euro Aufpreis sind fair, die 20-Zoll-Reifen aber teurer und meist etwas weniger effizient. Wer maximal wirtschaftlich fahren möchte, bleibt bei Life. Beim ProMax und AWD ist Design ohnehin gesetzt.

Grüner Leapmotor C10 aus der Vogelperspektive auf einer Straße
Das Panoramadach ist schon in der Life-Ausstattung enthalten.

Die größten Stärken des Leapmotor C10

Schwachstellen und Kritikpunkte

Software und Assistenzsysteme

Frühe Testwagen und Besitzer kritisierten aufdringliche Warnungen, teils nervöse Assistenzsysteme und eine stark bildschirmzentrierte Bedienung. Auch die Klimatisierung läuft weitgehend über den Touchscreen. Größere OTA-Updates haben Bedienung und Assistenz nach Community-Berichten spürbar verbessert. Das macht den Softwarestand zu einem echten Kaufkriterium.

Smartphone-Integration und Zugang

Bei den bislang in Europa ausgelieferten C10 der Modelljahre 2024 bis 2026 fehlen nach aktuellem Stand natives Apple CarPlay und Android Auto. Wer eine der beiden Smartphone-Schnittstellen voraussetzt, sollte sich die Funktion am konkreten Fahrzeug ausdrücklich vorführen lassen und nicht auf ein späteres OTA-Update vertrauen. Aus Foren kommen zudem wiederkehrende Berichte über App-Bindung, NFC-Karte, digitalen Schlüssel und eine manchmal unlogische Annäherungsautomatik. Einzelne Besitzer meldeten, dass sich das Auto beim Gang zum Kofferraum wieder verriegelte.

NFC-Schlüsselkarte des Leapmotor C10 in einer Mittelkonsole
App, digitaler Schlüssel und NFC-Karte sollten vor der Übergabe vollständig getestet werden.

Laden und Winterreichweite

Die 84 kW des C10 Pro sind für ein modernes Familien-Elektroauto knapp. Community-Berichte nennen außerdem einzelne abgebrochene oder nicht gestartete AC-Ladevorgänge. Solche Meldungen beweisen keinen Serienfehler, rechtfertigen aber einen Ladetest vor dem Kauf. Beim ProMax und AWD sollte zusätzlich ein HPC-Lader eines häufig genutzten Netzes ausprobiert werden. Beide 81,9-kWh-Versionen arbeiten mit 800-Volt-Technik; der TCS dokumentierte beim AWD, dass Laden an reinen 400-Volt-DC-Säulen nicht funktionierte.

Die LFP-Akkus sind robust und können im Alltag regelmäßig vollgeladen werden. Bei Kälte fällt ihre Leistung aber stärker ab, wenn der Akku nicht temperiert ist. Ein Besitzer berichtete bei winterlichen Bedingungen von nur etwa 220 Kilometern. Das ist ein einzelner Erfahrungswert, zeigt aber, dass die WLTP-Zahl kein Winterversprechen ist.

Kofferraum, Effizienz und Fahrdynamik

Der Gepäckraum ist gemessen an der Fahrzeuggröße nur durchschnittlich: 435 Liter bei den Elektroversionen und 400 Liter beim Hybrid EV. Dazu kommen ein eher hoher Verbrauch, große Wendigkeit ohne sportliche Präzision und beim AWD hohe Reifen- sowie Energiekosten. Die 20-Zoll-Bereifung sieht gut aus, verschlechtert aber Komfort, Reichweite und Ersatzkosten.

Junges Händler- und Servicenetz

Leapmotor profitiert in Europa von Stellantis, trotzdem ist die Marke jung. Besitzer schildern je nach Betrieb sehr unterschiedliche Erfahrungen bei Diagnosewissen, App-Freischaltung und Ersatzteilkommunikation. Das ist kein Grund, den C10 auszuschließen. Vor dem Kauf sollte aber geklärt sein, welcher Partner Garantiearbeiten übernimmt, wie weit er entfernt ist und ob ein Ersatzwagen verfügbar wäre.

Was berichten Besitzer in Communities?

Das Stimmungsbild ist gemischt, aber nicht grundsätzlich negativ. Mehrere Besitzer loben Platz, Komfort, Ausstattung, solide Verarbeitung und den günstigen Kaufpreis. Ein britischer Fahrer bewertete seinen C10 nach rund 3.700 Meilen mit 9 von 10 Punkten. Andere nennen das Fahrwerk weich, die adaptive Geschwindigkeitsregelung ruckelig und die Schnellladeleistung des 69,9-kWh-Modells enttäuschend.

Auf der anderen Seite steht ein ausführlicher Bericht über einen Hybrid EV, bei dem App-Bindung, digitaler Schlüssel und Assistenzsysteme über Monate Probleme bereitet haben sollen. Das Fahrzeug habe lange in der Werkstatt gestanden. Dieser Fall ist relevant, bleibt aber die Schilderung eines einzelnen Besitzers. Im selben Diskussionsumfeld berichten andere von zehntausenden problemlosen Kilometern und deutlichen Verbesserungen durch Updates.

Die faire Einordnung lautet deshalb: Der C10 zeigt typische Kinderkrankheiten eines jungen softwaredefinierten Modells. Ein belastbares Muster schwerer mechanischer Defekte lässt sich aus den bislang verfügbaren Daten nicht ableiten. Ebenso wenig gibt es schon eine solide Langzeitstatistik, die Entwarnung geben könnte.

Gibt es bekannte Rückrufe oder belastbare Pannenstatistiken?

Der C10 ist in Europa noch zu jung für belastbare TÜV-Mängelquoten oder eine aussagekräftige ADAC-Pannenstatistik. Bei der Recherche zum 2. September 2026 war außerdem keine öffentlich dokumentierte deutsche oder europäische C10-Rückrufaktion auffindbar. Das ist keine Garantie dafür, dass jedes Fahrzeug frei von Feldmaßnahmen ist. Vor Übergabe sollte der Leapmotor-Partner die Fahrgestellnummer auf offene Serviceaktionen prüfen.

Sicherheit: fünf Sterne mit kleinen Einschränkungen

Euro NCAP zeichnete den C10 im Jahr 2024 mit fünf Sternen aus. Er erreichte 89 Prozent beim Schutz Erwachsener, 85 Prozent für Kinder, 77 Prozent für ungeschützte Verkehrsteilnehmer und 76 Prozent für die Sicherheitsassistenz. Beim Frontaltest über die volle Breite wurde der Brustschutz des Fahrers nur als marginal bewertet. Auch die Erkennung zurückgelassener Kinder erfüllte damals nicht alle Anforderungen für eine Punktevergabe.

Getestet wurde ein elektrischer C10 Style 4×2. Euro NCAP überträgt die Bewertung ausdrücklich auch auf den elektrischen C10 Design 4×2 mit Links- und Rechtslenkung. Für die später eingeführten AWD- und Hybrid-EV-Versionen weist Euro NCAP diese Bewertung derzeit nicht ausdrücklich aus. Ob Euro NCAP jede später eingeführte Antriebsvariante formal in dieselbe Bewertung einbezieht, sollte nicht ohne Bestätigung angenommen werden.

Leapmotor C10

2024
★★★★★
89%
Insassenschutz (Erwachsene)
85%
Insassenschutz (Kinder)
77%
Ungeschützte Verkehrsteilnehmer
76%
Sicherheitsassistenten

Garantie, Batterie und Wiederverkauf

Für Neuwagen nennt Leapmotor in Deutschland vier Jahre oder 100.000 Kilometer Fahrzeuggarantie, je nachdem, was zuerst eintritt. Für die Hochvoltbatterie werden acht Jahre oder 160.000 Kilometer genannt. Als Herstellerangabe wird dabei ein Batterie-Gesundheitszustand von mindestens 80 Prozent innerhalb der Garantiebedingungen geführt. Maßgeblich sind immer die zum konkreten Fahrzeug gehörenden Garantiebedingungen.

Das Restwertrisiko ist bei einer jungen chinesischen Marke schwerer einzuschätzen als bei etablierten Herstellern. Gleichzeitig drückt der aggressive Neupreis mögliche Gebrauchtwagenpreise. Leasing kann dieses Risiko abfedern. Beim Kauf sollte der Rabatt deshalb nicht nur gegen den Listenpreis, sondern auch gegen kurzfristig verfügbare Lagerwagen und Leasingangebote gerechnet werden.

Probefahrt- und Übergabecheck

  1. Softwarestand zeigen lassen: Update-Historie und aktuell installierte Version dokumentieren.
  2. Eigenes Smartphone koppeln: App-Bindung, digitaler Schlüssel, Bluetooth, Telefonie und Smartphone-Integration vollständig testen.
  3. Alle Zugänge probieren: Schlüssel, NFC-Karte, App, Annäherung und Kofferraum nacheinander verwenden.
  4. Assistenzsysteme erfahren: Spurhalteassistent, Tempomat, Verkehrszeichenerkennung und Warntöne auf einer längeren Strecke beurteilen.
  5. AC-Laden testen: Wenn möglich an der eigenen Wallbox oder einem bekannten öffentlichen Ladepunkt.
  6. DC-Laden testen: Besonders bei ProMax und AWD einen kurzen HPC-Ladevorgang starten, Vorkonditionierung erklären lassen und bei der 800-Volt-Version die Kompatibilität mit den häufig genutzten Ladenetzen prüfen.
  7. 12-Volt-System prüfen: Bei Vorführ- und Lagerwagen nach Standzeiten, Fehlermeldungen und einem eventuellen Batterietausch fragen.
  8. Reifen und Fahrwerk ansehen: Gleichmäßigen Abrieb, Bordsteinschäden und korrekten Luftdruck kontrollieren. 20-Zoll-Reifen sind teuer.
  9. Beim Hybrid EV: Fahrt mit niedrigem Akkustand verlangen und Geräusch, Leistung sowie Verbrauch bei laufendem Generator beurteilen.
  10. FIN-Prüfung verlangen: Offene Rückrufe, Serviceaktionen und Garantiearbeiten schriftlich bestätigen lassen.
  11. Serviceweg klären: Zuständigen Betrieb, Abschleppregelung, Ersatzmobilität und realistische Teileversorgung erfragen.
  12. Versicherung vorab rechnen: Konkretes Angebot für die gewünschte Variante einholen, besonders für den 598-PS-AWD.

Welche Variante passt zu wem?

FahrprofilEmpfehlungWarum?
Familie, ein Auto, auch UrlaubsreisenProMax 81,9 kWh RWD DesignBeste Balance aus Reichweite, Ladezeit, Preis und Leistung
Pendler mit Wallbox, selten FernstreckePro 69,9 kWh LifeGünstig und sehr gut ausgestattet, schwaches DC-Laden fällt wenig ins Gewicht
Viel elektrisch im Alltag, sehr lange Touren ohne LadeplanungHybrid EV Life oder Design145 km elektrisch und Generatorreserve, regelmäßiges Laden bleibt Pflicht
Berge, Schnee, maximale BeschleunigungProMax AWD DesignAllrad und 598 PS, dafür weniger Reichweite und höhere Kosten
Limitierte Optik und SeltenheitiC10Emotionaler Sammler-AWD, rational kaum besser als der normale AWD

Motorisierungen im Schnellvergleich

Motorisierungen Leapmotor C10 Neuwagen Zwei Varianten wählen → direkter Vergleich

ProMax 81,9 kWh RWD Design

Elektro
Leistung
299 PS
Drehmoment
360 Nm
Getriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe, Heckantrieb
Verbrauch
18,0 kWh/100 km WLTP
E-Reichweite
510 km WLTP
DC-Ladeleistung
bis 180 kW DC, bis 11 kW AC, 800-Volt-Architektur
0–100 km/h
6,6 s
Vmax
190 km/h
Listenpreis
41.900 Euro
Unsere klare Kaufempfehlung

Der ProMax RWD bietet die beste Mischung aus Reichweite, Ladeleistung, Leistung und Preis.

Pro 69,9 kWh RWD Life / Design

Elektro
Leistung
218 PS
Drehmoment
320 Nm
Getriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe, Heckantrieb
Verbrauch
18,5 kWh/100 km WLTP
E-Reichweite
425 km WLTP
DC-Ladeleistung
bis 84 kW DC, aktuelle Europa-Ausführung bis 11 kW AC
0–100 km/h
7,5 s
Vmax
170 km/h
Listenpreis
37.600 Euro Life, 39.100 Euro Design
Der Preis-Tipp für Pendler

Günstig und sehr gut ausgestattet, auf der Langstrecke aber durch die niedrige DC-Ladeleistung eingeschränkt.

Hybrid EV 28,4 kWh Life / Design

Range Extender (Benzin/Elektro)
Leistung
215 PS
Drehmoment
320 Nm
Getriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe, elektrischer Heckantrieb
Verbrauch
gewichteter WLTP-Wert homologationsabhängig; bei entladener Batterie etwa 6,4 l/100 km
E-Reichweite
145 km elektrisch, bis 974 km kombiniert nach WLTP
DC-Ladeleistung
6,6 kW AC, bis 65 kW DC; 30–80 % in rund 18 min
0–100 km/h
8,5 s
Vmax
170 km/h
Listenpreis
37.600 Euro Life, 39.100 Euro Design
Nur mit regelmäßigem Laden schlüssig

Der Benziner treibt die Räder nicht an, sondern arbeitet ausschließlich als Stromgenerator.

ProMax 81,9 kWh AWD Design

Elektro
Leistung
598 PS
Drehmoment
720 Nm
Getriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe, Allrad mit zwei Elektromotoren
Verbrauch
20,9 kWh/100 km WLTP
E-Reichweite
437 km WLTP
DC-Ladeleistung
bis 180 kW DC, bis 11 kW AC, 800-Volt-Architektur
0–100 km/h
4,0 s
Vmax
190 km/h
Listenpreis
44.900 Euro
Beeindruckend, aber weniger vernünftig

598 PS und Allrad zum erstaunlich niedrigen Preis, dafür weniger Reichweite und höhere laufende Kosten als beim ProMax RWD.

iC10 81,9 kWh AWD

Elektro
Leistung
598 PS
Drehmoment
720 Nm
Getriebe
1-Gang-Reduktionsgetriebe, Allrad mit zwei Elektromotoren
Verbrauch
etwa 20,9 kWh/100 km WLTP
E-Reichweite
437 km WLTP
DC-Ladeleistung
bis 180 kW DC, bis 11 kW AC, 800-Volt-Architektur
0–100 km/h
4,0 s
Vmax
190 km/h
Listenpreis
49.900 Euro
Das emotionale Sondermodell

Technisch weitgehend mit dem normalen AWD identisch, aber auf 250 Fahrzeuge limitiert und sportlicher abgestimmt.

Unsere Bewertung

Kategorien im Überblick
Zuverlässigkeit
3/5
Sicherheit
5/5
Unterhaltskosten
4/5
Platzangebot & Alltag
4/5
Infotainment & Bedienung
3/5
Preis-Leistung (Gebrauchtwagen)
5/5
4,0 von 5
Wie wir diese Bewertung ermitteln

Unsere Bewertungen folgen einem festen, gewichteten System mit sechs Kategorien – das für jedes Fahrzeug identisch angewendet wird. Die Gewichtung orientiert sich daran, was beim Gebrauchtwagenkauf wirklich zählt:

  • Zuverlässigkeit (25 %) – Primärquelle: TÜV-Report-Mängelquote; liegen keine deutschen Prüfdaten vor, greifen wir auf britische MOT-Daten zurück. Ergänzt durch ADAC-Pannenstatistik und Auswertung von Nutzererfahrungen.
  • Sicherheit (20 %) – Basis: Euro-NCAP-Gesamtbewertung zum Testzeitpunkt. Modifikator für serienmäßige Assistenzsysteme.
  • Unterhaltskosten (20 %) – GDV-Typklassen, realer Testverbrauch (kein WLTP), Werkstattintervalle, Kfz-Steuer.
  • Platzangebot & Alltag (15 %) – Kofferraumvolumen, Radstand, Fond-Beinfreiheit, Fachpresse-Konsens.
  • Infotainment & Bedienung (10 %) – Konsens aus mindestens drei unabhängigen Fachmedien.
  • Preis-Leistung (10 %) – Aktuelles Marktpreisniveau gängiger Gebrauchtwagenbörsen im Vergleich zur Fahrzeugklasse.

Der Gesamtscore ergibt sich als gewichteter Durchschnitt der sechs Kategorien. Alle Daten werden manuell recherchiert und geprüft.

SUVSNeu seit 10/2024
LEAPMOTOR C10
501 Zulassungen September 2026 ▲ 94.2% ggü. Vorjahr
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) FZ11.1 · automobile-news.de

Fazit: ProMax RWD schlägt den Showeffekt

Grüner Leapmotor C10 auf einer Straße im Wald
Der Leapmotor C10 ist in Deutschland mit drei Antriebskonzepten erhältlich. © Stellantis / Leapmotor
Der Leapmotor C10 ist kein perfektes Auto, aber ein bemerkenswert stark kalkuliertes. Platz, Komfort, Ausstattung und Sicherheitsniveau überzeugen. Die größten Risiken liegen derzeit weniger in klassischer Mechanik als in Software, Zugangslogik, einem jungen Servicenetz und fehlenden Langzeitdaten.
Für die meisten Käufer ist der ProMax mit 81,9 kWh und Heckantrieb die beste Entscheidung. Der kleine Pro spart beim Kauf, verlangt auf Reisen aber Geduld. Der Hybrid EV ist nur mit regelmäßigem Laden wirklich schlüssig. AWD und iC10 beeindrucken auf dem Papier, tauschen Effizienz und Reichweite jedoch gegen Leistung ein, die im Familienalltag kaum jemand braucht.
Der C10 bietet ungewöhnlich viel Auto fürs Geld. Seine größten Pluspunkte sind Platz, Komfort, Ausstattung und das gute Sicherheitsniveau. Software, Zugangslogik, Serviceabdeckung und fehlende Langzeitdaten verlangen jedoch eine gründliche Probefahrt. Der ProMax mit Heckantrieb löst die geringe Ladeleistung und Reichweite des Basismodells am überzeugendsten; bei der 800-Volt-Technik sollte die DC-Ladekompatibilität aber in die Reiseplanung einbezogen werden.
Unsere KaufempfehlungLeapmotor C10 ProMax 81,9 kWh Design mit Heckantrieb

Daten- und Preisstand: 2. September 2026. Reichweite und Verbrauch hängen von Temperatur, Tempo, Reifen, Beladung und Softwarestand ab. Community-Berichte sind Einzelfallerfahrungen und ersetzen keine Statistik.

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Wichtige Dokumente & Quellen

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Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

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