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Frau und Kind sitzen im offenen Frunk des Lucid Gravity Elektro-SUV bei einem Picknick
E-Mobilität

Lucid Gravity: Wenn Newton ein Elektro-SUV gebaut hätte, wäre es genau DAS!

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Vergiss alles, was du über schrankwandgroße SUVs weißt. Wenn der Lucid Gravity vorfährt, sieht er nicht aus wie ein klobiger Ziegelstein, der mit Gewalt durch den Wind geprügelt wird, sondern eher wie eine silberne Surftablette, die geschmeidig über den Asphalt gleitet. Mit einem cW-Wert von 0,24 ist er so windschnittig, dass selbst eine Forelle im Bergbach neidisch werden könnte.

Lucid Gravity Elektro-SUV parkt auf einem Waldweg zwischen riesigen Mammutbäumen (Redwoods)
Inmitten der Giganten: Der Gravity im kalifornischen Redwood-Wald. (© Lucid)

Platz für die ganze Fußballmannschaft (fast)

Im Innenraum geht es zu wie in einer Luxus-Lounge in Kalifornien. Du kriegst dort sieben Erwachsene unter, ohne dass die Knie am Kinn kleben – und das bei einer Beinfreiheit, die man sonst nur aus der ersten Klasse im A380 kennt. Die zweite Reihe ist erwachsenentauglich, die dritte Reihe… nun ja, sagen wir: Sie ist die beste dritte Reihe in einem Elektro-SUV. Aber immer noch eine dritte Reihe.

Das Highlight sind die elektrisch versenkbaren Sitzreihen: Per Knopfdruck falten sich zweite und dritte Reihe komplett flach in den Boden. Das ist genug Platz, um gefühlt den halben IKEA-Katalog oder ein mittelgroßes Pony zu transportieren (bitte nicht ausprobieren). Mit 120 Kubikfuß (3.398 Liter) Gesamtladevolumen in der Fünfsitzer-Konfiguration übertrifft er sogar den Tesla Model X deutlich. Allein mit den 230 Litern im Frunk hast du mehr Kofferraum als der Fiat 500 bietet. Ein Familienvater berichtet: »Mit dem Model X konnte ich nie unser ganzes Gepäck für den Flughafen mitnehmen. Im Gravity könnte ich gefühlt umziehen.«

Lucid Gravity Kofferraum beladen mit Einkaufstaschen und Reisegepäck Detailaufnahme
Alltags-Champion: Massig Platz für den Wocheneinkauf und mehr. (© Lucid)

Kofferraum-Check

Passt alles rein?

Lucid Gravity, maximal, alle Sitze umgeklappt
3398 Liter
104 cm
Breite
73 cm
Höhe
225 cm
Tiefe
3398 L
Verfügbar
Beladen 0%
0% 50% 100%

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Laden schneller als dein Espresso wirkt

Und wenn der Saft doch mal leer ist? Dank der 926-Volt-Architektur ballerst du in nur 14 Minuten wieder Strom für 400 Kilometer in den Akku. Das ist schneller, als die Schlange am Drive-In-Schalter braucht!

Ein Langstreckenfahrer fasst es perfekt zusammen: »Die dynamische Reichweitenberechnung war auf meiner 9-Stunden-Fahrt durch bergiges Terrain erschreckend genau. Ich konnte den Akku bis auf 10% leerfahren, weil ich dem System vertraute.« Der native NACS-Anschluss macht das Tesla Supercharger-Netzwerk zugänglich – ein riesiger Vorteil in den USA, der bald auch in Europa relevant wird.

Innen(t)raum

Vorne thront ein gewaltiges 34-Zoll-Curved-OLED-Display in 6K-Auflösung, das schärfer ist als die Kritik deiner Schwiegermutter am Weihnachtsessen. Gesteuert wird das Ganze über die neue Lucid UX 3.0, während dich das „Surreal Sound Pro“-System mit 22 Lautsprechern (empfehlenswertes Extra) so beschallt, als stünde die Band direkt auf deinem Armaturenbrett.

Die Materialqualität ist auf hohem Niveau: Feines Nappaleder, echtes Holz und Aluminium-Applikationen. Die Klapptische in der zweiten Reihe sind stabil und praktisch – perfekt für Laptops oder als Happy Meal Ablage für die Kids. Massagesitze vorne, beheizte und belüftete Sitze in allen Reihen: Der Gravity schreit förmlich »Premium«.

Lucid Gravity Interieur Panorama-Blick aus dem Cockpit auf einen Sonnenuntergang am Meer
Cockpit mit Aussicht: Die Lucid UX 3.0 vor der perfekten Kulisse. (© Lucid)

Fahrverhalten: Wie auf einem fliegenden Teppich

Wenn es einen Bereich gibt, in dem der Gravity absolut überzeugt, dann ist es das Fahrerlebnis. Die serienmäßige Luftfederung (optional mit Drei-Kammer-System und Hinterachslenkung) verwandelt das 2,8-Tonnen-Ungetüm in einen geschmeidigen Gleiter. Ein Besitzer, der vorher eine Mercedes S-Klasse fuhr, schwärmt: »Die Federung absorbiert Unebenheiten so sanft, dass man kaum noch wahrnimmt, dass man auf einer Straße fährt.«

Die optionale Hinterachslenkung verdient besondere Erwähnung: Sie reduziert den Wendekreis auf nur 11,7 Meter – ein Wert, der in dieser Fahrzeugklasse seinesgleichen sucht. Ein Tesla Model X-Umsteiger berichtet: »Ich habe fast geweint, als ich das erste Mal in einer engen Tiefgarage geparkt habe. Der Gravity fühlt sich an wie ein Kompaktwagen.«

Die Beschleunigung? Brachial. Der Grand Touring schiebt in 3,6 Sekunden auf 100 km/h – und das mit der Sanftheit eines Rolls-Royce. Kein Ruckeln, kein Gummiband-Effekt, nur souveräner Vortrieb. Auf der Autobahn bei 190 km/h ist die Kabine so leise, dass du deine eigenen Gedanken hören kannst – wenn nicht gerade das Surreal Sound Pro System mit seinen 22 Lautsprechern läuft.

Service & Wartung: Wenn der Berg zum Propheten kommt

Hand aufs Herz: Ein Lucid-Schild findet man in Deutschland noch nicht an jeder Dorfkreuzung neben dem Bäcker. Wer einen Gravity kauft, kauft (noch) kein dichtes Werkstattnetz wie bei VW oder Mercedes. Aber keine Panik, ihr müsst den Koloss bei Problemen nicht per Post nach Kalifornien schicken.

Lucid setzt, ähnlich wie Tesla, massiv auf Mobile Service. Das Prinzip: Wenn der Wagen zickt, kommt der Techniker („Lucid Care“) mit dem Transporter zu euch in die Einfahrt oder ins Büro. Egal ob 12-Volt-Batterie, Software-Hänger oder knarzende Türgriffe – die „Fliegenden Doktoren“ erledigen angeblich den Großteil aller Fälle vor Ort. Das ist Luxus pur: Werkstattbesuch im Pyjama.

Für die „großen Operationen“ (Unfallschäden oder tiefe Eingriffe in den Antrieb) gibt es feste Service-Hubs und Studios, die strategisch verteilt sind (aktuell Schwerpunkte in München, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg). Wer also sehr ländlich wohnt, sollte im Ernstfall etwas Geduld für den Transport einplanen – genießt dafür aber im Alltag den wohl exklusivsten Hausbesuch der Autowelt.

Was die Community sagt

Die Schattenseiten: Was die Besitzer (USA) wirklich nervt

Jetzt wird’s ehrlich. Denn wo viel Licht ist, da ist auch Schatten – und beim Gravity sind es einige Schatten, die du kennen solltest:

Software: Die Achillesferse

Die mit Abstand häufigste Beschwerde. Ein technisch versierter Besitzer hat eine Liste von über 40 Softwarebugs dokumentiert – und das nach nur zwei Wochen Nutzung. Die Highlights (oder eher: Lowlights):

  • Bildschirme werden plötzlich schwarz und erfordern einen Neustart
  • Die App zeigt »Batterie sehr niedrig« bei 69% Ladestand
  • Kameras verweigern gelegentlich den Dienst: »Surround View Failed to Load«
  • Bluetooth-Qualität so schlecht, dass Ehepartner die Rückgabe fordern
  • Profilwechsel dauert über 30 Sekunden

Positiv: Lucid ist bekannt für schnelle OTA-Updates, und viele frühe Käufer berichten, dass Version 3.3.x bereits deutliche Verbesserungen gebracht hat.

Der Schlüssel-Albtraum

Kaum zu glauben, aber wahr: Der Gravity hat (Stand Ende 2025) noch keine funktionierende Phone-Key-Funktion! Du brauchst also den physischen Schlüssel oder die Keycard – und selbst die funktionieren nicht immer zuverlässig. Ein Besitzer berichtet von einer Situation, in der er in der Schulabholschlange stand, das Auto in »Park« schaltete – und dann die Meldung »Schlüssel nicht erkannt« bekam. Mit hupenden Eltern hinter ihm. Nicht lustig.

Geräuschkulisse: Nicht so leise wie erhofft

Die Meinungen gehen auseinander: Während viele die Kabine als »totenstill« bezeichnen, bemängeln andere deutliche Wind- und Reifengeräusche. Ein Model X-Umsteiger war überrascht: »Die Abrollgeräusche sind präsenter als in meinen bisherigen Mercedes-Fahrzeugen. Ich frage mich, ob die Reifen eine Schaumdämmung haben.«

Das Soundsystem (ohne Upgrade)

Das Basis-Soundsystem mit 10 Lautsprechern ist für ein 100.000-Euro-Auto… enttäuschend. Kaum Bass, unausgewogener Klang. Die einhellige Empfehlung aller Besitzer: Das 2.900-Euro-Upgrade auf Surreal Sound Pro ist quasi Pflicht. Damit klingt es dann allerdings phänomenal.

Das HUD: Gut gemeint…

Das optionale Augmented-Reality-Head-up-Display sollte ein Highlight sein. In der Praxis ist es laut vielen Nutzern unscharf, schlecht positioniert und verursacht bei Beifahrern Kopfschmerzen. Die gute Nachricht: Man kann es ausschalten. Die schlechte: Es kostet trotzdem extra.

Was die Besitzer lieben

Trotz aller Kritik – und das ist wichtig zu betonen – sind die meisten Gravity-Besitzer erstaunlich zufrieden. Die häufigsten Lobeshymnen:

  • Fahrwerk und Federung: »Porsche-artiges Handling in einem Familien-SUV«
  • Reichweite und Ladekurve: »Endlich Langstrecke ohne Reichweitenangst«
  • Raumgefühl: »Mein Teenager macht freiwillig Hausaufgaben im Auto«
  • Verarbeitungsqualität: »Kein Knarzen, kein Klappern – Premium bis ins Detail«
  • Der elektrische Frunk: »230 Liter zusätzlicher Stauraum, den ich täglich nutze«
  • DreamDrive Pro: »Sanfter als Tesla Autopilot, ohne ruckartige Bremsungen«
  • Aufmerksamkeit: »Jeder fragt, was das für ein Auto ist«

Pro & Contra

Das gefällt uns

  • Beschleunigung, die den Magen neu sortiert (0-100 in 3,6s)
  • Ladezeiten aus der Zukunft (400 km in 14 min)
  • Platzverhältnisse wie in einer Kathedrale
  • Windschnittig wie ein Kampfjet (cW 0,24)

Das nervt uns

  • Preislich in Regionen, wo mancher eine Wohnung kauft
  • Mit 5,03 Metern Länge eine Herausforderung für jede Standard-Garage
  • Die 22/23-Zoll-Felgen fürchten jeden Bordstein wie der Teufel das Weihwasser

Fazit

Unser Fazit

Der Lucid Gravity ist das SUV für alle, die eigentlich kein SUV wollen, aber den Platz brauchen – und dabei Fahrleistungen eines Supersportwagens erwarten. Er ist effizient, verdammt schnell und sieht dabei noch verdammt gut aus. Wer die knapp 100.000 Euro (oder mehr) auf der hohen Kante hat, bekommt hier eines der fortschrittlichsten E-Autos unserer Zeit. Tesla Model X? Mercedes EQS SUV? Zieht euch warm an, die Schwerkraft aus Kalifornien ist da!

Die harten Fakten: Lucid Gravity

SpezifikationLucid Gravity TouringLucid Gravity Grand Touring
Leistung418 kW (568 PS)617 kW (839 PS)
0-100 km/h4,2 Sek.3,6 Sek.
Vmaxk.A.250 km/h
Akku (Netto)89 kWh123 kWh
Verbrauchca. 18,2 kWh/100 kmca. 19,4 kWh/100 km
Reichweite (WLTP)bis zu 545 kmbis zu 748 km
Max. Ladeleistung250 kW (DC)400 kW (DC)
Länge/Breite/Höhe5.035 / 2.195 / 1.658 mm5.035 / 2.195 / 1.658 mm
Sitze5 / 7 (inkl. 3. Reihe) wahlweise5 / 7 (inkl. 3. Reihe) wahlweise
Kofferraum780 l – 1.592 L780 l – 1.592 L
Frunk230 l230 l
AntriebstypAWD (Allradantrieb)AWD (Allradantrieb)
Ladezeit für bis zu 400 km Reichweite23 min14 min
AnhängelastBis zu 1.600 kgBis zu 2500 kg
Wendekreis11,7 m (mit Dynamic Handling Paket) / ohne 12,8111,7 m (mit Dynamic Handling Paket) / ohne 12,8
Preis (Deutschland)ab 99.900 €ab 116.900 €

Lucid Gravity Galerie

Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

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