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Huawei Maextro S800 auf San Bernadino Passstrasse
Sonstige / Exoten

Maextro S800: Huaweis Frontalangriff auf die S-Klasse – Größenwahn oder Geniestreich?

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Vergesst Nio, vergesst BYD, vergesst alles, was ihr bisher über chinesische Autos dachtet. Das hier ist eine andere Liga. Wenn die bisherigen Versuche aus Fernost Nadelstiche gegen die deutsche Autoindustrie waren, dann ist der Maextro S800 der Vorschlaghammer, der direkt auf den Stern auf der Haube der S-Klasse zielt.

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Auch Luxus aus China hat seinen Preis © Huawei / Maextro

Ende 2025 steht fest: China will nicht mehr nur mitspielen, China will den Thron.

Der S800 ist das Ergebnis einer Allianz, die in Stuttgart und München für Schweißausbrüche sorgt: Huawei (die Tech-Giganten, die alles können außer Google-Dienste) liefert die Software, die Motoren und das autonome Fahren. JAC (bisher eher für Nutzfahrzeuge bekannt, aber mit VW-Vergangenheit) baut das Auto auf einer brandneuen Luxus-Plattform. Das Ergebnis ist eine 5,48-Meter-Limousine, die vor Selbstbewusstsein nur so strotzt.

Der „Vibe-Check“: Maybach trifft Smartphone

Der S800 macht keine Gefangenen. Er ist riesig, er ist protzig, und er trägt den Luxus so dick auf, dass es fast schon vulgär wirkt. Aber genau das ist der Plan. Er soll „New Money“ schreien.

Das gefällt uns

Die Huawei-Magie: Das „HarmonyOS“ Cockpit mit riesigen Bildschirmen (15,6 Zoll zentral, 16 Zoll für den Beifahrer) und das autonome Fahrsystem sind der Konkurrenz voraus. Während der Mercedes-Fahrer noch im Untermenü die Massage sucht, hat der Maextro schon dein Gedanken gelesen (fast).

Der Platz: Mit 5,48 Metern Länge und einem Radstand von 3,37 Metern spielt er in der Liga von Maybach und Rolls-Royce Ghost. Hinten sitzt man nicht, man residiert.

Die Ambition: Endlich ein Auto, das nicht versucht, ein „besserer Tesla“ zu sein, sondern eine „bessere S-Klasse“. Der Anspruch ist maximal.

Der „Crab Walk“: Dank extremer Hinterachslenkung kann sich der 5,50-Meter-Koloss seitlich verschieben oder wenden wie ein Kleinwagen. Ein Partytrick, der in engen Parkhäusern Gold wert ist.

Das nervt uns

Das Prestige-Problem: Wer zahlt (geschätzte) 100.000 bis 140.000 Euro für ein Auto, dessen Marke niemand kennt und das von einem LKW-Hersteller (JAC) zusammengeschraubt wird? „Mein Maextro steht draußen“ klingt halt nicht wie „Mein Benz“.

Das Gewicht: Mit einem Leergewicht von bis zu 2,85 Tonnen (für die Top-Version) ist der S800 ein absoluter Koloss. Das spürt man, auch mit viel Leistung.

Die Europa-Frage: Ob und wann dieses Monster zu uns kommt und ob das Servicenetz diesem Anspruch gerecht werden kann, steht Ende 2025 noch in den Sternen.

Die Technik: Wenn die Zahlen Angst machen

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Vom Sofa zum Auto in 8,3 Sekunden und dann auf 100 km/h in 4,3 Sekunden © Huawei / Maextro

Hier spielt Maextro den Trumpf aus. Das Auto ist im Grunde ein riesiges Huawei-Smartphone auf Rädern. Aber auch die nackten Zahlen des Antriebs sind eine Kampfansage an die etablierte Konkurrenz.

Es gibt zwei Varianten: Einen reinen Elektroantrieb (BEV) und einen Range-Extender-Hybrid (EREV), bei dem ein 1.5-Liter-Benziner als Generator für die Batterie dient, aber nie die Räder direkt antreibt. Die Top-Modelle verfügen über drei E-Motoren und eine Leistung, die selbst AMG blass aussehen lässt.

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Bald auch vor deutschen Villen zuhause? © Huawei / Maextro
Technische Daten Maextro S800 (BEV Top-Modell) Maextro S800 (EREV Top-Modell)
Länge / Breite / Höhe 5.480 mm / 2.000 mm / 1.536 mm
Radstand 3.370 mm
Antriebskonzept Rein Elektrisch (3 Motoren) Range Extender (1.5L Benziner + 3 E-Motoren)
Systemleistung 635 kW (864 PS) 635 kW (864 PS)
Drehmoment k.A. (keine offiziellen Angaben) k.A. (keine offiziellen Angaben)
Beschleunigung 0-100 km/h 4,3 Sekunden 4,7 Sekunden
Batteriekapazität 97 kWh (NMC) 65 kWh (NMC)
Elektrische Reichweite (CLTC*) bis zu 702 km bis zu 365 km
Gesamtreichweite (CLTC*) bis zu 1.200 km
Ladezeit (10-80% DC) ca. 12 Minuten (5C) ca. 10,5 Minuten (6C)
*CLTC ist der optimistische chinesische Testzyklus. Realwerte dürften niedriger liegen.

Ein Detail, das den Unterschied macht: Der S800 setzt auf eine 800-Volt-Architektur – die gleiche Technologie, die Porsche beim Taycan verwendet. In Kombination mit 5C- bis 6C-Ladegeschwindigkeit bedeutet das: 10-80% in unter 12 Minuten. Zum Vergleich: Eine Mercedes EQS (400 Volt) braucht etwa 30 Minuten. Hier zeigt sich, dass Maextro nicht nur auf dem Papier Premiumklasse spielen will.

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Maextro – eine Ansage aus dem Reich der Mitte an die Premium Marken © Huawei / Maextro

Der Elefant im Raum: Kann China „echten“ Luxus?

Software können sie. Batterien können sie. Aber Luxus? Echter Luxus ist mehr als nur viel Leder und große Bildschirme. Es ist die Art, wie die Tür ins Schloss fällt. Wie sich der Schalter für den Fensterheber anfühlt. Wie das Luftfahrwerk eine Querfuge wegfiltert. Das ist die Domäne, die Mercedes, BMW und Audi seit Jahrzehnten perfektioniert haben.

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Luxus vor stillem Gewässer platziert © Huawei / Maextro

JAC muss hier beweisen, dass sie nicht nur Masse, sondern auch absolute Weltklasse-Qualität liefern können. Der S800 zielt auf Kunden, die wissen, wie sich ein Bentley anfühlt. Wenn da auch nur ein Plastikteil knarzt, ist der Traum vorbei. Erste Berichte über 43 Lautsprecher und „handverlesenes“ Holzdekor klingen vielversprechend, aber der Praxistest steht aus.

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Fazit

Huawei Maextro S800 auf San Bernadino Passstrasse
Der Maextro S800 ist die ultimative Kampfansage. Er ist der Beweis, dass China das automobile „Endspiel“ eröffnet hat. Technologisch, besonders bei Software, Ladegeschwindigkeit und den schieren Leistungsdaten, dürfte er der S-Klasse und dem 7er BMW bereits enteilt sein. Das ist die bittere Wahrheit für Deutschland.
Aber: Luxus ist auch Heritage, Vertrauen und Markenstärke. Und genau da hat der „Maextro“ noch einen weiten Weg vor sich. Wer heute über 100.000 Euro ausgibt, will oft auch das Statussymbol, das jeder erkennt.
Unsere Prognose: In China wird das Ding ein Hit bei Tech-Milliardären und Patrioten – 3.600 Bestellungen kamen in der ersten Woche rein. In Europa wird er es verdammt schwer haben, die etablierte Elite aus ihren Leasingverträgen zu locken. Aber allein der Versuch nötigt Respekt ab. Die Deutschen sollten ihn nicht unterschätzen. Schon wieder nicht.

Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

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