Drücke ESC zum Schließen oder Enter zum Suchen
Mercedes GLC EQ Frontansicht, Detailaufnahme des LED-Scheinwerfers mit markanter Tagfahrlicht-Signatur und des geschlossenen Kühlergrills. Das moderne Design des Elektro-SUV in eleganter Metallic-Lackierung betont die progressive Ästhetik und die technologische Ausrichtung des neuen Modells.
Neuwagen-Kaufberatung

Mercedes GLC EQ (2026) im Test: Kaufberatung, Preise und reale Reichweite

Von

Der neue elektrische Mercedes GLC ist kein Versprechen mehr. Die ersten Fahrzeuge fahren auf deutschen Straßen, unabhängige Tests liegen vor und Mercedes hat die Modellpalette inzwischen auf drei Antriebe erweitert.

Aktualisiert: 31.07.2026

Die wichtigste Antwort deshalb gleich am Anfang: Ja, der elektrische GLC ist endlich ein überzeugender Mercedes-Stromer. Er fährt leise und komfortabel, bietet viel Platz, darf bis zu 2,4 Tonnen ziehen und gehört beim Schnellladen zur Spitze seiner Klasse.

Perfekt ist er trotzdem nicht. Im realen Test verbrauchte der GLC 400 deutlich mehr Strom als im Prospekt, die Ausstattungspolitik treibt den Preis schnell nach oben und ausgerechnet die Kompatibilität mit älteren 400-Volt-Schnellladern verlangt einen zusätzlichen Haken im Konfigurator.

Stand dieser Kaufberatung: 31. Juli 2026

Mercedes GLC EQ Elektro-SUV Coupé in eleganter grauer Lackierung, geparkt vor einem modernen Luxushaus bei Sonnenuntergang. Das Fahrzeug zeigt sein markantes Frontdesign mit geschlossener EQ-Grill und LED-Lichtband. Perfekte Symbiose aus E-Mobilität und stilvollem Ambiente.
Manche Autos sind wie ein guter Espresso Martini: elegant, stark und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Dieser GLC EQ parkt nicht nur vor der Villa, er gehört quasi schon zum Inventar | © Mercedes-Benz Group

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Welche elektrische GLC-Version solltest du kaufen?

Inzwischen stehen drei Varianten zur Auswahl. Der günstigste GLC ist dabei keineswegs schwach motorisiert: Schon das Basismodell leistet 354 PS.

ModellAntriebLeistungBatterie nettoWLTP-ReichweiteDC-LadenPreis ab
GLC 250 elektrischHinterrad354 PS / 505 Nm85 kWh647 km320 kW64.736 €
GLC 300 4MATIC elektrischAllrad421 PS / 800 Nm85 kWh613 km320 kW68.306 €
GLC 400 4MATIC elektrischAllrad489 PS / 800 Nm94 kWh673 km330 kW71.281 €

Alle drei Modelle erreichen 210 km/h und sollen unter Idealbedingungen in 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden. Der GLC 250 beschleunigt in 5,9 Sekunden auf 100 km/h, der GLC 300 benötigt 4,7 Sekunden und der GLC 400 nur 4,3 Sekunden.

Mercedes GLC EQ Elektro-SUV in Silber, Frontansicht im Studio. Das moderne Design mit markantem EQ-Kühlergrill und LED-Scheinwerfern ist deutlich zu erkennen. Das Fahrzeug steht mittig vor einem hellen, leicht violetten Hintergrund.
Der neue GLC EQ zeigt, wie Mercedes die elektrische Zukunft interpretiert. Ein Statement in Silber, das polarisieren dürfte | © Mercedes-Benz Group

GLC 250: Die vernünftige Wahl

Der GLC 250 ist unsere Empfehlung für die meisten Käufer. 354 PS sind mehr als genug, der Heckantrieb spart Gewicht und mit 647 Kilometern liegt seine WLTP-Reichweite nur 26 Kilometer unter der des deutlich stärkeren GLC 400.

Der kleinere 85-kWh-Akku lädt mit maximal 320 kW kaum langsamer als die 94-kWh-Batterie des Topmodells. Selbst die Anhängelast von 2.200 Kilogramm dürfte für Wohnwagen, Pferdeanhänger oder Bootstrailer in vielen Fällen reichen.

Wer weder Allradantrieb noch 2,4 Tonnen Zuglast benötigt, kann sich den Aufpreis zu den stärkeren Varianten sparen.

GLC 300 4MATIC: Das schwierige Mittelkind

Der GLC 300 bringt Allradantrieb, 421 PS und 800 Nm. Er kostet jedoch nur rund 3.000 Euro weniger als der GLC 400, besitzt aber weiterhin die kleinere 85-kWh-Batterie und kommt laut WLTP 60 Kilometer weniger weit.

Damit sitzt der 300er etwas unglücklich zwischen den Stühlen. Er ist interessant, wenn Allrad zwingend erforderlich ist und die Konfiguration unbedingt unterhalb der Preislinie des GLC 400 bleiben soll. Rein nach Preis und Gegenwert ist der Sprung zum Topmodell allerdings verführerisch klein.

GLC 400 4MATIC: Für Langstrecke, Anhänger und Leistung

Der GLC 400 kombiniert die größte Batterie mit 489 PS, Allradantrieb und 2,4 Tonnen Anhängelast. Wer häufig lange Autobahnetappen fährt oder einen schweren Anhänger ziehen möchte, bekommt hier die größten Reserven.

Interessant ist außerdem die Long Range Edition. Sie kombiniert den 94-kWh-Akku unter anderem mit reichweitenfreundlichen 19-Zoll-Rädern und kommt offiziell auf bis zu 715 Kilometer WLTP. Ihr Grundpreis liegt laut ADAC bei 74.684 Euro. Große AMG-Räder sehen spektakulärer aus, kosten aber Reichweite.

Mercedes-Benz GLC EQ Frontansicht in Rotmetallic, Nahaufnahme des markanten Kühlergrills mit zentralem Mercedes Stern und Sternenmuster. Das Elektro-SUV zeigt sein modernes Design und die prägnante Lichtsignatur, ergänzt durch das deutsche Kennzeichen S MB 5404E.
Der neue GLC EQ zeigt stolz sein Gesicht: Ein Kühlergrill voller Sterne, die das elektrische Zeitalter bei Mercedes einläuten. Selbst das Kennzeichen signalisiert mit dem ‚E‘ klar, wohin die Reise geht – Luxus bleibt, der Antrieb ändert sich | © Mercedes-Benz Group

Realverbrauch: Aus 673 Kilometern werden im Test 454 Kilometer

Die Prospektwerte klingen hervorragend. Doch ein 4,85 Meter langes, bis zu 2.535 Kilogramm schweres SUV lässt sich auch mit einer modernen Elektroplattform nicht vollständig von der Physik befreien.

Im Test von auto motor und sport verbrauchte der GLC 400 durchschnittlich 23,9 kWh/100 km. Daraus ermittelte die Redaktion eine Testreichweite von 454 Kilometern. Das ist kein schlechtes Ergebnis für ein großes und sehr leistungsstarkes SUV, liegt aber deutlich unter den bis zu 673 Kilometern des normalen WLTP-Modells und den 715 Kilometern der Long Range Edition.

Auf einer sportlich gefahrenen Präsentationsstrecke mit vielen Höhenmetern lagen andere Erstfahrer ebenfalls bei rund 23 bis 25 kWh/100 km. Diese Werte sind nicht mit einer ruhigen Pendelstrecke vergleichbar, zeigen aber, dass der GLC bei hohem Tempo und ambitionierter Fahrweise ordentlich Energie benötigt.

Mit dieser Reichweite solltest du rechnen

Für den GLC 400 sind unter normalen Bedingungen ungefähr 400 bis 500 Kilometer reale Reichweite eine vernünftige Planungsgröße. Im Stadt- und Landstraßenbetrieb kann es mehr werden, im Winter, mit großen Rädern, Anhänger oder hohem Autobahntempo entsprechend weniger.

Für den neueren GLC 250 und GLC 300 liegen noch nicht dieselben umfangreichen unabhängigen Messreihen vor. Der heckgetriebene GLC 250 dürfte wegen seines geringeren Gewichts und des fehlenden Frontmotors besonders effizient sein. Bis belastbare Vergleichstests vorliegen, sollte man aus dem günstigeren WLTP-Wert aber keine Wunderreichweite ableiten.

Laden: Die 800-Volt-Technik funktioniert wirklich

Mercedes gibt für den GLC 250 und GLC 300 maximal 320 kW an. Der GLC 400 erreicht offiziell bis zu 330 kW. Unter Idealbedingungen sollen alle drei Varianten in 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden.

Im Test von auto motor und sport dauerte der Ladevorgang des GLC 400 von zehn auf 80 Prozent 26 Minuten. Damit wurde die Werksangabe verfehlt, das Ergebnis ist für einen 94-kWh-Akku aber weiterhin sehr gut.

Noch beeindruckender war eine Messung von InsideEVs: Dort stieg die Ladeleistung kurzfristig auf 354 kW. Von 14 auf 60 Prozent flossen innerhalb von elf Minuten 49 kWh in die Batterie – mit durchschnittlich rund 260 kW. Die Hardware kann also tatsächlich sehr hohe Leistungen verarbeiten, wenn Akku, Temperatur und Ladesäule mitspielen.

Das macht den elektrischen GLC zu einem sehr guten Reiseauto. Entscheidend ist dabei weniger der kurze Spitzenwert als eine hohe Leistung über einen möglichst großen Bereich der Ladekurve.

Achtung: 400-Volt-Laden ist nicht automatisch dabei

Das ist der Punkt, den Verkäufer im Gespräch nicht zwischen Panoramadach und Ambientebeleuchtung verstecken sollten.

Der GLC besitzt eine 800-Volt-Batterie. An entsprechend moderner Infrastruktur lädt er hervorragend. Um zusätzlich an reinen 400-Volt-DC-Ladesäulen laden zu können, muss jedoch das separate „Gleichstrom-Ladesystem – DC-Laden zusätzlich mit 400 V“ bestellt werden. Mit diesem Wandler sind an solchen Stationen bis zu 100 kW möglich. Mercedes führt die Funktion als zusätzliche Ladeausstattung; der zuletzt genannte Aufpreis lag bei rund 655 Euro.

In Deutschland und auf den großen europäischen Fernstrecken stehen inzwischen viele passende 800-Volt-Lader. Trotzdem würden wir den Wandler bei einem Auto dieser Preisklasse mitbestellen. Er erweitert die Auswahl bei älteren Schnellladern, im Ausland und bei Ausweichstopps.

Ein Premium-Elektroauto für weit über 60.000 Euro sollte nicht deshalb an einer funktionierenden DC-Säule scheitern, weil im Konfigurator ein relativ kleiner Haken gefehlt hat.

11 oder 22 kW an der Wallbox?

Serienmäßig lädt der GLC mit 11 kW Wechselstrom. Der GLC 400 benötigt damit laut Mercedes etwa 10,5 Stunden von null auf 100 Prozent, die beiden Modelle mit 85-kWh-Akku ungefähr neun Stunden. Ein 22-kW-Onboard-Charger ist optional erhältlich.

Für die heimische Nachtladung reichen 11 kW normalerweise aus. Der 22-kW-Lader lohnt sich besonders, wenn:

Wer fast ausschließlich über Nacht zu Hause lädt, muss den Aufpreis nicht zwangsläufig bezahlen.

Mercedes GLC EQ Heckansicht in Metallicgrau, Fokus auf die markanten roten LED-Rückleuchten mit kreisförmigem und linearem Design. Das Elektro-SUV steht vor einem dunklen Gebäude, die Beleuchtung betont die Karosserielinien und das innovative Leuchtendesign.
Die Rückleuchten des neuen GLC EQ sind mehr als nur Licht; sie sind eine Design-Signatur, die man nicht übersehen kann. Ein Statement, das zeigt, wohin die Reise bei Mercedes geht | © Mercedes-Benz Group

Fahrkomfort: Hier schlägt der Mercedes den BMW

Der GLC möchte nicht das sportlichste E-SUV seiner Klasse sein. Das überlässt Mercedes dem BMW iX3 und dem Porsche Macan. Seine Paradedisziplin ist der Komfort.

Mit der optionalen AIRMATIC gleitet der GLC ausgesprochen souverän über schlechte Straßen. Der ADAC lobte, dass selbst Querfugen und Gullydeckel trotz großer Räder sauber geschluckt werden. Im Sportmodus wird das Fahrzeug straffer gedämpft, ohne unangenehm hart zu werden.

Die Lenkung ist für einen komfortorientierten Mercedes angenehm präzise. Schnelle Richtungswechsel lassen das hohe Gewicht aber nicht verschwinden. Der GLC fährt sicher und kontrolliert, wirkt jedoch nicht so leichtfüßig und unmittelbar wie der neue iX3.

Lohnt sich die Hinterachslenkung?

Der elektrische GLC ist 4.845 Millimeter lang und mit Außenspiegeln fast 2,09 Meter breit. Ohne Hinterachslenkung beträgt der Wendekreis 12,1 Meter. Mit bis zu 4,5 Grad mitlenkenden Hinterrädern schrumpft er auf ungefähr 11,2 Meter.

Gerade in Parkhäusern, engen Wohngebieten und beim Rangieren mit einem fast fünf Meter langen SUV ist das deutlich spürbar. Wer den GLC lange fahren möchte, sollte das Paket aus AIRMATIC und Hinterachslenkung zumindest ausprobieren.

Platzangebot: Einer der praktischsten Premium-Stromer

Die reine Elektroplattform MB.EA-M verschafft dem GLC einen Radstand von 2.972 Millimetern. Gegenüber dem GLC mit Verbrennungsmotor sind das 84 Millimeter mehr. Vor allem die Passagiere im Fond profitieren von der zusätzlichen Beinfreiheit.

Der reguläre Kofferraum fasst 570 Liter. Werden die Rücksitze umgelegt, entstehen bis zu 1.740 Liter. Dazu kommt ein mit 128 Litern ungewöhnlich großer Frunk unter der vorderen Haube. Dort passen nicht nur Ladekabel hinein, sondern auch kleinere Reisetaschen oder ein Getränkekasten.

Im Alltag ist der Mercedes damit praktischer als der BMW iX3. Der BMW bietet zwar ähnliche 520 bis 1.750 Liter im Heck, sein Frunk fasst jedoch nur 58 Liter.

Auch bei der Anhängelast liegt der Mercedes vorne:

Wer regelmäßig einen großen Wohnwagen, ein Boot oder einen Pferdeanhänger bewegt, findet derzeit nur wenige Elektroautos mit einem ähnlich starken Gesamtpaket.

Innenraum: Wieder mehr Mercedes – aber sehr viel Bildschirm

Im Cockpit zeigt Mercedes, dass man aus der Kritik an EQE, EQS und dem bisherigen GLC gelernt hat. Die Materialien wirken hochwertiger, viele Oberflächen sind wieder weich unterschäumt und am Lenkrad gibt es endlich wieder echte Walzen und Schalter statt der ungeliebten berührungsempfindlichen Flächen.

Ganz ohne Kritik kommt der Innenraum trotzdem nicht davon. Der ADAC empfand Teile der Mittelkonsole beim Klopfen als etwas hohl. Außerdem war bei den ersten Fahrzeugen ein Säuseln der Klimaanlage aus dem Armaturenbrett hörbar. Nach Angaben von Gesprächspartnern auf der Fahrveranstaltung soll dieses Thema bei späteren Fahrzeugen verbessert werden.

Mercedes GLC EQ Interieur: Blick ins moderne Cockpit von hinten. Großes MBUX Superscreen Display, digitales Kombiinstrument, Multifunktionslenkrad und Carbon-Optik prägen den Hightech-Innenraum. Schwarze Sitze mit roten Kontrastnähten und blaue Ambientebeleuchtung unterstreichen den luxuriösen und sportlichen Anspruch des Elektro-SUV.
Im neuen GLC wird klar: Das Cockpit ist jetzt ein digitales Kommandozentrum. Willkommen auf dem Raumschiff Enterprise | © Mercedes-Benz Group

Hyperscreen: beeindruckend, aber kein Pflichtkauf

Der optionale MBUX Hyperscreen misst 99,3 Zentimeter beziehungsweise 39,1 Zoll und zieht sich als durchgehende Displayfläche nahezu über das gesamte Armaturenbrett. Er sieht spektakulär aus und macht bei der ersten Sitzprobe ordentlich Eindruck.

Einen objektiven Alltagsvorteil gegenüber dem normalen Bildschirmaufbau bietet er jedoch nicht in gleichem Maße wie sein Preis vermuten lässt. Das seriennähere Cockpit stellt Navigation, Fahrzeugdaten, Smartphone-Integration und Medien ebenfalls vollständig dar.

Wer ein Auto fahren und keinen fahrenden Elektronikmarkt besitzen möchte, kann das Geld besser in Fahrwerk, Assistenzsysteme und Ladehardware investieren.

Mercedes GLC EQ Interieur mit großem zentralen MBUX Infotainment-Display, das eine Medienwiedergabe und Landschaftsanzeige zeigt. Detailaufnahme des Armaturenbretts mit beleuchteten, futuristischen Lüftungsdüsen und edler Holz- oder Metallapplikation. Modernes, luxuriöses Cockpit-Design.
Das Cockpit des neuen GLC EQ zeigt, wohin die Reise geht: Digitalisierung trifft auf opulente Materialien. Hier wird nicht nur gefahren, hier wird inszeniert – ein rollendes Wohnzimmer für die Generation Streaming | © Mercedes-Benz Group

MB.OS: Schnell und modern, aber anfangs überfordernd

Das neue Betriebssystem MB.OS ist eine der größten Neuerungen des GLC. Erste Tester beschreiben die Oberfläche als schnell und grundsätzlich intuitiv, gleichzeitig aber als zunächst überwältigend. Die Vielzahl an Menüs, Bildschirmflächen, Assistenten und digitalen Funktionen verlangt Eingewöhnung.

Positiv sind die gute Routenplanung, die automatische Akku-Vorkonditionierung und die Möglichkeit, die Batterietemperatur vor einem ungeplanten Schnellladestopp manuell vorzubereiten. Die Sprachsteuerung kann komplexere Sätze verstehen und greift dafür auf verschiedene KI-Dienste zurück.

Die bislang veröffentlichten Fahrberichte kritisieren vor allem die Informationsfülle und weniger eine grundsätzliche Langsamkeit des Systems. Eine belastbare Aussage über die Stabilität nach mehreren Jahren, zahlreiche OTA-Updates und alternde Steuergeräte ist bei einer neuen Softwarearchitektur naturgemäß noch nicht möglich.

Deshalb gilt: Vor dem Kauf nicht nur fünf Minuten auf dem Händlerparkplatz herumtippen. Smartphone koppeln, Navigation starten, Assistenzsysteme bedienen und die wichtigsten Klimafunktionen während einer echten Probefahrt testen.

Ausstattung: Diese Extras sind sinnvoll

Mercedes bietet genügend Pakete, um aus einem vernünftig eingepreisten GLC sehr schnell ein ausgesprochen teures Auto zu machen. Die Avantgarde-Basis des GLC 400 startet bei 71.281 Euro, die AMG Line bei rund 75.863 Euro und AMG Line Plus bereits bei etwa 82.408 Euro – noch bevor weitere Einzeloptionen hinzukommen.

Das würden wir mitbestellen

400-Volt-DC-Ladesystem: Für maximale Kompatibilität unterwegs.

Assistenzpaket: Bei einem großen und schweren Familien-SUV sinnvoller als beleuchtete Sterne im Dach.

Hinterachslenkung: Erleichtert Rangieren und Parken deutlich.

AIRMATIC: Passt zum komfortorientierten Charakter des GLC.

22-kW-Onboard-Charger: Besonders bei häufiger Nutzung öffentlicher AC-Säulen.

Anhängerkupplung: Nicht nur für Anhänger, sondern auch für schwere Fahrradträger interessant.

Das kann man sich sparen

Hyperscreen: Beeindruckend, aber teuer und funktional nicht zwingend erforderlich.

Sehr große Räder: Verschlechtern Komfort, Verbrauch und Reichweite.

Maximale AMG-Optik: Sie macht das Auto nicht schneller, aber teurer und häufig ineffizienter.

SKY CONTROL mit beleuchteten Sternen: Hübscher Showeffekt, aber kein echter Kaufgrund.

Mercedes GLC EQ gegen BMW iX3

Der BMW iX3 50 xDrive kostet ab 70.900 Euro, leistet 469 PS und besitzt eine nutzbare Batterie mit 108,7 kWh. Je nach Ausstattung erreicht er offiziell 673 bis 805 Kilometer WLTP und lädt mit bis zu 400 kW. Von zehn auf 80 Prozent sollen lediglich 21 Minuten vergehen.

KriteriumMercedes GLC 400BMW iX3 50 xDrive
Preis ab71.281 €70.900 €
Leistung489 PS469 PS
Batterie netto94 kWh108,7 kWh
WLTP-Reichweitebis 673 kmbis 805 km
Long-Range-Ausführungbis 715 km–
DC-Ladeleistung330 kW400 kW
10–80 Prozent22 Min. Hersteller / 26 Min. Test21 Min. Hersteller
Kofferraum570–1.740 l520–1.750 l
Frunk128 l58 l
Anhängelast2.400 kg2.000 kg
Luftfederungerhältlichnicht erhältlich
Hinterachslenkungerhältlichnicht erhältlich

Der BMW ist besser, wenn …

Der Mercedes ist besser, wenn …

Der iX3 ist auf dem Papier das effizientere und reichweitenstärkere Technikpaket. Der GLC ist das komfortablere und praktischere Reise-SUV. Einen eindeutigen Sieger gibt es deshalb nur abhängig vom Einsatzprofil.

Welche Probleme sind bisher bekannt?

Für eine klassische Langzeit-Mängelliste ist der elektrische GLC noch zu jung. Bislang liegen weder eine aussagekräftige Pannenstatistik noch Erfahrungen mit hohen Laufleistungen oder stark gealterten Batterien vor.

Aus den ersten Tests lassen sich derzeit folgende Kritikpunkte ableiten:

Die Hochvoltbatterie ist laut den vom ADAC aufgeführten Garantiebedingungen für acht Jahre oder 160.000 Kilometer abgesichert. Als Kapazitätsgrenze werden 70 Prozent genannt. Die allgemeine Fahrzeuggarantie beträgt dagegen lediglich zwei Jahre.

Für wen lohnt sich der elektrische GLC?

Kaufen, wenn …

Lieber den BMW iX3 wählen, wenn …

Noch warten, wenn …

SUVS
MERCEDES GLK, GLC
5.026 Zulassungen September 2026 ▲ 76.1% ggü. Vorjahr
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) FZ11.1 · automobile-news.de
KBA FZ 10.1 · Elektro

Mercedes-Benz GLC mit EQ Technologie – Neuzulassungen in Deutschland

Monatliche BEV-Neuzulassungen · 2026

Jahr bis September 8.343 k. V. zum Vorjahr
September 2026 2.205 Neuzulassungen im Monat
Stärkster Monat 2.205 September 2026
BEV-Anteil Modellreihe 43,9 % September 2026
Tabellarische Werte anzeigen
Monat 2026 2025
Januar 0 0
Februar 28 0
März 223 0
April 397 0
Mai 604 0
Juni 1.250 0
Juli 1.472 0
August 2.164 0
September 2.205 0
Datengrundlage: KBA-Modellreihe „MERCEDES GLK, GLC“, gefiltert auf Kraftstoffart Elektro (BEV). Karosserie- und Leistungsvarianten werden vom KBA nicht getrennt ausgewiesen. Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), FZ 10.1 · automobile-news.de

Fazit: Der beste elektrische Mercedes ist nicht automatisch der beste E-SUV

Mercedes-Benz GLC EQ in Dunkelrot, Frontansicht schräg von vorne. Der markante Kühlergrill mit Sternmuster und großem Mercedes-Stern ist zentral. Moderne LED-Scheinwerfer und das deutsche Kennzeichen S MB 5404E sind sichtbar. Das Elektro-SUV steht vor einer Steinwand mit Grünpflanzen.
© Mercedes-Benz Group
Der elektrische GLC ist das Auto, das der EQC damals gerne gewesen wäre. Er basiert auf einer echten Elektroplattform, lädt ausgesprochen schnell, fährt komfortabel und bietet mehr praktischen Nutzwert als viele seiner Konkurrenten.

Die inzwischen vorhandenen Testdaten nehmen dem Mercedes allerdings einen Teil seiner Prospektmagie. 454 Kilometer Testreichweite sind gut, aber weit von 673 oder gar 715 Kilometern entfernt. Auch die Aufpreispolitik bleibt typisch Mercedes: Ein attraktiver Grundpreis zieht den Käufer in den Konfigurator, AIRMATIC, Hinterachslenkung, Assistenzsysteme, Ladeoptionen und Bildschirmwünsche erledigen anschließend den Rest.

Der GLC 400 lohnt sich für Vielfahrer, schwere Anhänger und Käufer, die bewusst die größte Batterie möchten. Der GLC 300 bleibt dagegen das Modell für Menschen, die unbedingt Allrad brauchen, aber aus irgendeinem Grund knapp vor dem GLC 400 stehen bleiben möchten.

Mercedes hat seine Elektro-Hausaufgaben diesmal gemacht. Nur beim Bestellen sollte man genauer hinschauen als der beleuchtete Kühlergrill vermuten lässt.
Unsere EmpfehlungDer GLC 250. Er bietet bereits 354 PS, bis zu 647 Kilometer WLTP, 320 kW Ladeleistung und 2,2 Tonnen Anhängelast. Mehr Elektro-SUV brauchen die wenigsten Menschen.

Galerie Mercedes GLC EQ

Zum Inhaltsverzeichnis
NICHTS MEHR VERPASSEN

Nichts mehr unter den Teppich kehren lassen

Neue Rückrufe, Schwachstellen-Checks und wichtige Auto-News direkt im Postfach.

Bestätigung per E-Mail. Jederzeit abmeldbar. Datenschutz.

Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

Kommentare

0
Redaktion liest mit

Jetzt bist du dran

Wie siehst du das – Zustimmung, Gegenargument oder eigene Erfahrung?

Zustimmung, Widerspruch oder eigene Erfahrung: Hier darf es gern konkret werden.

Hier ist noch Platz für die erste Meinung. Mach den Anfang – der leere Kommentarbereich beißt nicht.

Kommentar schreiben

Deine Erfahrung ist oft spannender als jede Pressemitteilung. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.