Der neue elektrische Mercedes GLC ist kein Versprechen mehr. Die ersten Fahrzeuge fahren auf deutschen Straßen, unabhängige Tests liegen vor und Mercedes hat die Modellpalette inzwischen auf drei Antriebe erweitert.
Die wichtigste Antwort deshalb gleich am Anfang: Ja, der elektrische GLC ist endlich ein überzeugender Mercedes-Stromer. Er fährt leise und komfortabel, bietet viel Platz, darf bis zu 2,4 Tonnen ziehen und gehört beim Schnellladen zur Spitze seiner Klasse.
Perfekt ist er trotzdem nicht. Im realen Test verbrauchte der GLC 400 deutlich mehr Strom als im Prospekt, die Ausstattungspolitik treibt den Preis schnell nach oben und ausgerechnet die Kompatibilität mit älteren 400-Volt-Schnellladern verlangt einen zusätzlichen Haken im Konfigurator.
Stand dieser Kaufberatung: 31. Juli 2026

Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Preis: Der elektrische GLC startet als GLC 250 bei 64.736 Euro.
- Unsere Empfehlung: Für die meisten Käufer reicht der heckgetriebene GLC 250 mit 354 PS vollkommen aus.
- Reale Reichweite: Der GLC 400 erreichte im Test von auto motor und sport 454 Kilometer bei durchschnittlich 23,9 kWh/100 km.
- Ladeleistung: Mercedes verspricht 320 beziehungsweise 330 kW. In einem unabhängigen Ladetest wurden kurzfristig sogar 354 kW gemessen.
- Familientauglichkeit: 570 bis 1.740 Liter Kofferraum plus 128 Liter Frunk.
- Anhängelast: 2.200 Kilogramm beim GLC 250, jeweils 2.400 Kilogramm bei den Allradmodellen.
- Größter Konfigurator-Haken: Das Laden an 400-Volt-DC-Säulen ist eine zusätzliche Ausstattungsoption.
- Größte Schwäche: Das Auto ist schon in der Basis teuer und mit den begehrten Komfort- und Technikpaketen sehr schnell ein 80.000- bis 90.000-Euro-SUV.
Welche elektrische GLC-Version solltest du kaufen?
Inzwischen stehen drei Varianten zur Auswahl. Der günstigste GLC ist dabei keineswegs schwach motorisiert: Schon das Basismodell leistet 354 PS.
| Modell | Antrieb | Leistung | Batterie netto | WLTP-Reichweite | DC-Laden | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GLC 250 elektrisch | Hinterrad | 354 PS / 505 Nm | 85 kWh | 647 km | 320 kW | 64.736 € |
| GLC 300 4MATIC elektrisch | Allrad | 421 PS / 800 Nm | 85 kWh | 613 km | 320 kW | 68.306 € |
| GLC 400 4MATIC elektrisch | Allrad | 489 PS / 800 Nm | 94 kWh | 673 km | 330 kW | 71.281 € |
Alle drei Modelle erreichen 210 km/h und sollen unter Idealbedingungen in 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden. Der GLC 250 beschleunigt in 5,9 Sekunden auf 100 km/h, der GLC 300 benötigt 4,7 Sekunden und der GLC 400 nur 4,3 Sekunden.

GLC 250: Die vernünftige Wahl
Der GLC 250 ist unsere Empfehlung für die meisten Käufer. 354 PS sind mehr als genug, der Heckantrieb spart Gewicht und mit 647 Kilometern liegt seine WLTP-Reichweite nur 26 Kilometer unter der des deutlich stärkeren GLC 400.
Der kleinere 85-kWh-Akku lädt mit maximal 320 kW kaum langsamer als die 94-kWh-Batterie des Topmodells. Selbst die Anhängelast von 2.200 Kilogramm dürfte für Wohnwagen, Pferdeanhänger oder Bootstrailer in vielen Fällen reichen.
Wer weder Allradantrieb noch 2,4 Tonnen Zuglast benötigt, kann sich den Aufpreis zu den stärkeren Varianten sparen.
GLC 300 4MATIC: Das schwierige Mittelkind
Der GLC 300 bringt Allradantrieb, 421 PS und 800 Nm. Er kostet jedoch nur rund 3.000 Euro weniger als der GLC 400, besitzt aber weiterhin die kleinere 85-kWh-Batterie und kommt laut WLTP 60 Kilometer weniger weit.
Damit sitzt der 300er etwas unglücklich zwischen den Stühlen. Er ist interessant, wenn Allrad zwingend erforderlich ist und die Konfiguration unbedingt unterhalb der Preislinie des GLC 400 bleiben soll. Rein nach Preis und Gegenwert ist der Sprung zum Topmodell allerdings verführerisch klein.
GLC 400 4MATIC: Für Langstrecke, Anhänger und Leistung
Der GLC 400 kombiniert die größte Batterie mit 489 PS, Allradantrieb und 2,4 Tonnen Anhängelast. Wer häufig lange Autobahnetappen fährt oder einen schweren Anhänger ziehen möchte, bekommt hier die größten Reserven.
Interessant ist außerdem die Long Range Edition. Sie kombiniert den 94-kWh-Akku unter anderem mit reichweitenfreundlichen 19-Zoll-Rädern und kommt offiziell auf bis zu 715 Kilometer WLTP. Ihr Grundpreis liegt laut ADAC bei 74.684 Euro. Große AMG-Räder sehen spektakulärer aus, kosten aber Reichweite.

Realverbrauch: Aus 673 Kilometern werden im Test 454 Kilometer
Die Prospektwerte klingen hervorragend. Doch ein 4,85 Meter langes, bis zu 2.535 Kilogramm schweres SUV lässt sich auch mit einer modernen Elektroplattform nicht vollständig von der Physik befreien.
Im Test von auto motor und sport verbrauchte der GLC 400 durchschnittlich 23,9 kWh/100 km. Daraus ermittelte die Redaktion eine Testreichweite von 454 Kilometern. Das ist kein schlechtes Ergebnis für ein großes und sehr leistungsstarkes SUV, liegt aber deutlich unter den bis zu 673 Kilometern des normalen WLTP-Modells und den 715 Kilometern der Long Range Edition.
Auf einer sportlich gefahrenen Präsentationsstrecke mit vielen Höhenmetern lagen andere Erstfahrer ebenfalls bei rund 23 bis 25 kWh/100 km. Diese Werte sind nicht mit einer ruhigen Pendelstrecke vergleichbar, zeigen aber, dass der GLC bei hohem Tempo und ambitionierter Fahrweise ordentlich Energie benötigt.
Mit dieser Reichweite solltest du rechnen
Für den GLC 400 sind unter normalen Bedingungen ungefähr 400 bis 500 Kilometer reale Reichweite eine vernünftige Planungsgröße. Im Stadt- und Landstraßenbetrieb kann es mehr werden, im Winter, mit großen Rädern, Anhänger oder hohem Autobahntempo entsprechend weniger.
Für den neueren GLC 250 und GLC 300 liegen noch nicht dieselben umfangreichen unabhängigen Messreihen vor. Der heckgetriebene GLC 250 dürfte wegen seines geringeren Gewichts und des fehlenden Frontmotors besonders effizient sein. Bis belastbare Vergleichstests vorliegen, sollte man aus dem günstigeren WLTP-Wert aber keine Wunderreichweite ableiten.
Laden: Die 800-Volt-Technik funktioniert wirklich
Mercedes gibt für den GLC 250 und GLC 300 maximal 320 kW an. Der GLC 400 erreicht offiziell bis zu 330 kW. Unter Idealbedingungen sollen alle drei Varianten in 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden.
Im Test von auto motor und sport dauerte der Ladevorgang des GLC 400 von zehn auf 80 Prozent 26 Minuten. Damit wurde die Werksangabe verfehlt, das Ergebnis ist für einen 94-kWh-Akku aber weiterhin sehr gut.
Noch beeindruckender war eine Messung von InsideEVs: Dort stieg die Ladeleistung kurzfristig auf 354 kW. Von 14 auf 60 Prozent flossen innerhalb von elf Minuten 49 kWh in die Batterie – mit durchschnittlich rund 260 kW. Die Hardware kann also tatsächlich sehr hohe Leistungen verarbeiten, wenn Akku, Temperatur und Ladesäule mitspielen.
Das macht den elektrischen GLC zu einem sehr guten Reiseauto. Entscheidend ist dabei weniger der kurze Spitzenwert als eine hohe Leistung über einen möglichst großen Bereich der Ladekurve.
Achtung: 400-Volt-Laden ist nicht automatisch dabei
Das ist der Punkt, den Verkäufer im Gespräch nicht zwischen Panoramadach und Ambientebeleuchtung verstecken sollten.
Der GLC besitzt eine 800-Volt-Batterie. An entsprechend moderner Infrastruktur lädt er hervorragend. Um zusätzlich an reinen 400-Volt-DC-Ladesäulen laden zu können, muss jedoch das separate „Gleichstrom-Ladesystem – DC-Laden zusätzlich mit 400 V“ bestellt werden. Mit diesem Wandler sind an solchen Stationen bis zu 100 kW möglich. Mercedes führt die Funktion als zusätzliche Ladeausstattung; der zuletzt genannte Aufpreis lag bei rund 655 Euro.
In Deutschland und auf den großen europäischen Fernstrecken stehen inzwischen viele passende 800-Volt-Lader. Trotzdem würden wir den Wandler bei einem Auto dieser Preisklasse mitbestellen. Er erweitert die Auswahl bei älteren Schnellladern, im Ausland und bei Ausweichstopps.
Ein Premium-Elektroauto für weit über 60.000 Euro sollte nicht deshalb an einer funktionierenden DC-Säule scheitern, weil im Konfigurator ein relativ kleiner Haken gefehlt hat.
11 oder 22 kW an der Wallbox?
Serienmäßig lädt der GLC mit 11 kW Wechselstrom. Der GLC 400 benötigt damit laut Mercedes etwa 10,5 Stunden von null auf 100 Prozent, die beiden Modelle mit 85-kWh-Akku ungefähr neun Stunden. Ein 22-kW-Onboard-Charger ist optional erhältlich.
Für die heimische Nachtladung reichen 11 kW normalerweise aus. Der 22-kW-Lader lohnt sich besonders, wenn:
- regelmäßig an öffentlichen AC-Säulen geladen wird,
- am Arbeitsplatz 22 kW zur Verfügung stehen,
- das Fahrzeug zwischen zwei Terminen schnell nachladen muss,
- oder keine eigene DC-Schnelllademöglichkeit in der Nähe existiert.
Wer fast ausschließlich über Nacht zu Hause lädt, muss den Aufpreis nicht zwangsläufig bezahlen.

Fahrkomfort: Hier schlägt der Mercedes den BMW
Der GLC möchte nicht das sportlichste E-SUV seiner Klasse sein. Das überlässt Mercedes dem BMW iX3 und dem Porsche Macan. Seine Paradedisziplin ist der Komfort.
Mit der optionalen AIRMATIC gleitet der GLC ausgesprochen souverän über schlechte Straßen. Der ADAC lobte, dass selbst Querfugen und Gullydeckel trotz großer Räder sauber geschluckt werden. Im Sportmodus wird das Fahrzeug straffer gedämpft, ohne unangenehm hart zu werden.
Die Lenkung ist für einen komfortorientierten Mercedes angenehm präzise. Schnelle Richtungswechsel lassen das hohe Gewicht aber nicht verschwinden. Der GLC fährt sicher und kontrolliert, wirkt jedoch nicht so leichtfüßig und unmittelbar wie der neue iX3.
Lohnt sich die Hinterachslenkung?
Der elektrische GLC ist 4.845 Millimeter lang und mit Außenspiegeln fast 2,09 Meter breit. Ohne Hinterachslenkung beträgt der Wendekreis 12,1 Meter. Mit bis zu 4,5 Grad mitlenkenden Hinterrädern schrumpft er auf ungefähr 11,2 Meter.
Gerade in Parkhäusern, engen Wohngebieten und beim Rangieren mit einem fast fünf Meter langen SUV ist das deutlich spürbar. Wer den GLC lange fahren möchte, sollte das Paket aus AIRMATIC und Hinterachslenkung zumindest ausprobieren.
Platzangebot: Einer der praktischsten Premium-Stromer
Die reine Elektroplattform MB.EA-M verschafft dem GLC einen Radstand von 2.972 Millimetern. Gegenüber dem GLC mit Verbrennungsmotor sind das 84 Millimeter mehr. Vor allem die Passagiere im Fond profitieren von der zusätzlichen Beinfreiheit.
Der reguläre Kofferraum fasst 570 Liter. Werden die Rücksitze umgelegt, entstehen bis zu 1.740 Liter. Dazu kommt ein mit 128 Litern ungewöhnlich großer Frunk unter der vorderen Haube. Dort passen nicht nur Ladekabel hinein, sondern auch kleinere Reisetaschen oder ein Getränkekasten.
Im Alltag ist der Mercedes damit praktischer als der BMW iX3. Der BMW bietet zwar ähnliche 520 bis 1.750 Liter im Heck, sein Frunk fasst jedoch nur 58 Liter.
Auch bei der Anhängelast liegt der Mercedes vorne:
- GLC 250: bis 2.200 kg
- GLC 300 4MATIC: bis 2.400 kg
- GLC 400 4MATIC: bis 2.400 kg
- BMW iX3 50 xDrive: bis 2.000 kg
Wer regelmäßig einen großen Wohnwagen, ein Boot oder einen Pferdeanhänger bewegt, findet derzeit nur wenige Elektroautos mit einem ähnlich starken Gesamtpaket.
Innenraum: Wieder mehr Mercedes – aber sehr viel Bildschirm
Im Cockpit zeigt Mercedes, dass man aus der Kritik an EQE, EQS und dem bisherigen GLC gelernt hat. Die Materialien wirken hochwertiger, viele Oberflächen sind wieder weich unterschäumt und am Lenkrad gibt es endlich wieder echte Walzen und Schalter statt der ungeliebten berührungsempfindlichen Flächen.
Ganz ohne Kritik kommt der Innenraum trotzdem nicht davon. Der ADAC empfand Teile der Mittelkonsole beim Klopfen als etwas hohl. Außerdem war bei den ersten Fahrzeugen ein Säuseln der Klimaanlage aus dem Armaturenbrett hörbar. Nach Angaben von Gesprächspartnern auf der Fahrveranstaltung soll dieses Thema bei späteren Fahrzeugen verbessert werden.

Hyperscreen: beeindruckend, aber kein Pflichtkauf
Der optionale MBUX Hyperscreen misst 99,3 Zentimeter beziehungsweise 39,1 Zoll und zieht sich als durchgehende Displayfläche nahezu über das gesamte Armaturenbrett. Er sieht spektakulär aus und macht bei der ersten Sitzprobe ordentlich Eindruck.
Einen objektiven Alltagsvorteil gegenüber dem normalen Bildschirmaufbau bietet er jedoch nicht in gleichem Maße wie sein Preis vermuten lässt. Das seriennähere Cockpit stellt Navigation, Fahrzeugdaten, Smartphone-Integration und Medien ebenfalls vollständig dar.
Wer ein Auto fahren und keinen fahrenden Elektronikmarkt besitzen möchte, kann das Geld besser in Fahrwerk, Assistenzsysteme und Ladehardware investieren.

MB.OS: Schnell und modern, aber anfangs überfordernd
Das neue Betriebssystem MB.OS ist eine der größten Neuerungen des GLC. Erste Tester beschreiben die Oberfläche als schnell und grundsätzlich intuitiv, gleichzeitig aber als zunächst überwältigend. Die Vielzahl an Menüs, Bildschirmflächen, Assistenten und digitalen Funktionen verlangt Eingewöhnung.
Positiv sind die gute Routenplanung, die automatische Akku-Vorkonditionierung und die Möglichkeit, die Batterietemperatur vor einem ungeplanten Schnellladestopp manuell vorzubereiten. Die Sprachsteuerung kann komplexere Sätze verstehen und greift dafür auf verschiedene KI-Dienste zurück.
Die bislang veröffentlichten Fahrberichte kritisieren vor allem die Informationsfülle und weniger eine grundsätzliche Langsamkeit des Systems. Eine belastbare Aussage über die Stabilität nach mehreren Jahren, zahlreiche OTA-Updates und alternde Steuergeräte ist bei einer neuen Softwarearchitektur naturgemäß noch nicht möglich.
Deshalb gilt: Vor dem Kauf nicht nur fünf Minuten auf dem Händlerparkplatz herumtippen. Smartphone koppeln, Navigation starten, Assistenzsysteme bedienen und die wichtigsten Klimafunktionen während einer echten Probefahrt testen.
Ausstattung: Diese Extras sind sinnvoll
Mercedes bietet genügend Pakete, um aus einem vernünftig eingepreisten GLC sehr schnell ein ausgesprochen teures Auto zu machen. Die Avantgarde-Basis des GLC 400 startet bei 71.281 Euro, die AMG Line bei rund 75.863 Euro und AMG Line Plus bereits bei etwa 82.408 Euro – noch bevor weitere Einzeloptionen hinzukommen.
Das würden wir mitbestellen
400-Volt-DC-Ladesystem: Für maximale Kompatibilität unterwegs.
Assistenzpaket: Bei einem großen und schweren Familien-SUV sinnvoller als beleuchtete Sterne im Dach.
Hinterachslenkung: Erleichtert Rangieren und Parken deutlich.
AIRMATIC: Passt zum komfortorientierten Charakter des GLC.
22-kW-Onboard-Charger: Besonders bei häufiger Nutzung öffentlicher AC-Säulen.
Anhängerkupplung: Nicht nur für Anhänger, sondern auch für schwere Fahrradträger interessant.
Das kann man sich sparen
Hyperscreen: Beeindruckend, aber teuer und funktional nicht zwingend erforderlich.
Sehr große Räder: Verschlechtern Komfort, Verbrauch und Reichweite.
Maximale AMG-Optik: Sie macht das Auto nicht schneller, aber teurer und häufig ineffizienter.
SKY CONTROL mit beleuchteten Sternen: Hübscher Showeffekt, aber kein echter Kaufgrund.
Mercedes GLC EQ gegen BMW iX3
Der BMW iX3 50 xDrive kostet ab 70.900 Euro, leistet 469 PS und besitzt eine nutzbare Batterie mit 108,7 kWh. Je nach Ausstattung erreicht er offiziell 673 bis 805 Kilometer WLTP und lädt mit bis zu 400 kW. Von zehn auf 80 Prozent sollen lediglich 21 Minuten vergehen.
| Kriterium | Mercedes GLC 400 | BMW iX3 50 xDrive |
|---|---|---|
| Preis ab | 71.281 € | 70.900 € |
| Leistung | 489 PS | 469 PS |
| Batterie netto | 94 kWh | 108,7 kWh |
| WLTP-Reichweite | bis 673 km | bis 805 km |
| Long-Range-Ausführung | bis 715 km | – |
| DC-Ladeleistung | 330 kW | 400 kW |
| 10–80 Prozent | 22 Min. Hersteller / 26 Min. Test | 21 Min. Hersteller |
| Kofferraum | 570–1.740 l | 520–1.750 l |
| Frunk | 128 l | 58 l |
| Anhängelast | 2.400 kg | 2.000 kg |
| Luftfederung | erhältlich | nicht erhältlich |
| Hinterachslenkung | erhältlich | nicht erhältlich |
Der BMW ist besser, wenn …
- maximale Reichweite wichtiger als Fahrzeuggewicht ist,
- ein dynamischeres Fahrgefühl gesucht wird,
- 400 kW Ladeleistung und die größere Batterie Priorität haben,
- eine fahrerorientiertere Bedienung bevorzugt wird.
Der Mercedes ist besser, wenn …
- Fahrkomfort ganz oben auf der Liste steht,
- ein großer Frunk und viel Stauraum benötigt werden,
- regelmäßig schwere Anhänger gezogen werden,
- Luftfederung und Hinterachslenkung gewünscht sind,
- das Fahrzeug eher luxuriös als sportlich wirken soll.
Der iX3 ist auf dem Papier das effizientere und reichweitenstärkere Technikpaket. Der GLC ist das komfortablere und praktischere Reise-SUV. Einen eindeutigen Sieger gibt es deshalb nur abhängig vom Einsatzprofil.
Welche Probleme sind bisher bekannt?
Für eine klassische Langzeit-Mängelliste ist der elektrische GLC noch zu jung. Bislang liegen weder eine aussagekräftige Pannenstatistik noch Erfahrungen mit hohen Laufleistungen oder stark gealterten Batterien vor.
Aus den ersten Tests lassen sich derzeit folgende Kritikpunkte ableiten:
- höherer Realverbrauch als die besten WLTP-Werte vermuten lassen,
- 400-Volt-DC-Kompatibilität nur mit zusätzlicher Ausstattung,
- sehr hohe Aufpreise und unübersichtliche Paketstruktur,
- Klimaanlage bei frühen Testwagen teilweise hörbar,
- Mittelkonsole nicht überall so massiv, wie der Preis erwarten lässt,
- Bedienoberfläche anfangs überfordernd,
- hohes Leergewicht zwischen 2.370 und 2.535 Kilogramm,
- große Räder kosten Komfort und Reichweite.
Die Hochvoltbatterie ist laut den vom ADAC aufgeführten Garantiebedingungen für acht Jahre oder 160.000 Kilometer abgesichert. Als Kapazitätsgrenze werden 70 Prozent genannt. Die allgemeine Fahrzeuggarantie beträgt dagegen lediglich zwei Jahre.
Für wen lohnt sich der elektrische GLC?
Kaufen, wenn …
- ein ausgesprochen komfortables Elektro-SUV gesucht wird,
- häufig mit Familie und Gepäck gereist wird,
- ein großer Frunk und ein gut nutzbarer Kofferraum wichtig sind,
- ein schwerer Wohnwagen oder Anhänger gezogen werden soll,
- zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden kann,
- eine Konfiguration jenseits der nackten Basis finanziell nicht wehtut.
Lieber den BMW iX3 wählen, wenn …
- maximale Reichweite und Ladeleistung entscheidend sind,
- ein sportlicheres Fahrverhalten bevorzugt wird,
- 2.000 Kilogramm Anhängelast ausreichen,
- das Mercedes-Displaykonzept zu überladen wirkt.
Noch warten, wenn …
- ein deutlich günstigerer elektrischer Premium-SUV gesucht wird,
- Langzeitdaten zu MB.OS und Batterie wichtig sind,
- hohe Rabatte oder junge Gebrauchtwagen abgewartet werden können,
- der aktuelle Verbrenner oder Plug-in-Hybrid noch problemlos funktioniert.
Mercedes-Benz GLC mit EQ Technologie – Neuzulassungen in Deutschland
Monatliche BEV-Neuzulassungen · 2026
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| Monat | 2026 | 2025 |
|---|---|---|
| Januar | 0 | 0 |
| Februar | 28 | 0 |
| März | 223 | 0 |
| April | 397 | 0 |
| Mai | 604 | 0 |
| Juni | 1.250 | 0 |
| Juli | 1.472 | 0 |
| August | 2.164 | 0 |
| September | 2.205 | 0 |
Fazit: Der beste elektrische Mercedes ist nicht automatisch der beste E-SUV

Die inzwischen vorhandenen Testdaten nehmen dem Mercedes allerdings einen Teil seiner Prospektmagie. 454 Kilometer Testreichweite sind gut, aber weit von 673 oder gar 715 Kilometern entfernt. Auch die Aufpreispolitik bleibt typisch Mercedes: Ein attraktiver Grundpreis zieht den Käufer in den Konfigurator, AIRMATIC, Hinterachslenkung, Assistenzsysteme, Ladeoptionen und Bildschirmwünsche erledigen anschließend den Rest.
Der GLC 400 lohnt sich für Vielfahrer, schwere Anhänger und Käufer, die bewusst die größte Batterie möchten. Der GLC 300 bleibt dagegen das Modell für Menschen, die unbedingt Allrad brauchen, aber aus irgendeinem Grund knapp vor dem GLC 400 stehen bleiben möchten.
Mercedes hat seine Elektro-Hausaufgaben diesmal gemacht. Nur beim Bestellen sollte man genauer hinschauen als der beleuchtete Kühlergrill vermuten lässt.
Galerie Mercedes GLC EQ















































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