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Frontansicht des Peugeot Polygon Concept mit flacher Karosserie, durchgehenden Lichtstreifen und Peugeot-Logo
Meinung & Klartext

Das Peugeot Polygon Concept – Visueller Faustschlag oder der teuerste Becherhalter der Welt?

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Manchmal blickt man auf die neuesten Konzeptfahrzeuge der Automobilindustrie und fragt sich unweigerlich: Haben die Designer in der Mittagspause eine Kiste Geodreiecke geraucht? Das neue Peugeot Polygon Concept ist genau so ein Fall. Um es direkt und ohne PR-Gewäsch auf den Punkt zu bringen: Dieses Gefährt ist aus jedem erdenklichen Blickwinkel schlichtweg potthässlich – und das unmissverständlich von innen sowie von außen.

Seitenansicht des Peugeot Polygon Concept mit weit nach oben geöffneter Flügeltür und sichtbarem roten Innenraum
Die Tür öffnet sich wie eine Theaterkulisse – passend zu einem Auto, das sich selbst für die Hauptattraktion hält. © Stellantis / Peugeot

Es ist ein visueller Faustschlag, der uns hier aus Paris serviert wird. Ein Design, das nicht einfach nur auffallen, sondern mit brachialer Absicht polarisieren soll. Doch während man bei vergangenen Studien noch eine gewisse „katzenhafte“ Eleganz erahnen konnte, wirkt der Polygon eher wie ein digitaler Robo-Panther, der beim Booten einen massiven Systemabsturz hatte.

Das Hypersquare-Lenkrad: Drive-in-Traum statt Fahrdynamik

Der absolute Höhepunkt der automobilen Verwirrung erwartet uns aber im Innenraum. Vergessen wir kurz die 3D-gedruckten Sitze, die aussehen wie ergonomisch geformte Bauschaum-Kunst. Sprechen wir über den Elefanten im Cockpit: das Lenkrad.

Peugeot nennt das Ganze ehrfürchtig „Hypersquare“. Wenn man ganz ehrlich ist, sieht dieses eckige Steer-by-Wire-Bauteil mit seinen vier markanten Aussparungen aber eher so aus, als wäre es exklusiv für die ausgedehnte Ladepause an der Raststätte designt worden. Man wartet förmlich darauf, das gesamte Konstrukt mit einem lässigen Handgriff umzuklappen, um die vier Löcher als gigantische Becher- oder Flaschenhalter zu nutzen. Für den tropffreien Drive-in-Besuch mag das ein brillanter Schachzug der Ingenieurskunst sein – für die haptische Rückmeldung auf einer kurvigen Landstraße ist es eher ein Albtraum.

Ein Lenkrad sollte sich schließlich auch im tiefsten Winter noch wie ein klassisches Bedienelement anfühlen und nicht wie ein umfunktionierter Getränketräger aus dem Fast-Food-Restaurant.

Fahrerperspektive im Peugeot Polygon Concept mit rechteckigem Hypersquare-Lenkrad, rotem Armaturenbrett und Head-up-Anzeige
Ein Lenkrad wie ein Bluetooth-Lautsprecher und ein Cockpit wie aus dem Spielzeugladen – langweilig ist definitiv anders. Notfalls lassen sich die Lenkradöffnungen als Flaschenhalter nutzen. Aber bitte nicht während der Fahrt © Stellantis / Peugeot

Der automobile Kulturclash

Warum baut man so etwas? Die Antwort liegt nicht in Europa, sondern blickt stramm nach Osten. Die asiatischen Märkte, allen voran die chinesische Kundschaft, werden auf diesen rollenden Geometrie-Kasten vermutlich völlig abfahren. Dort gelten Autos zunehmend als gigantische, fahrbare Gadgets. Was bei uns als heillos überladen, unruhig oder schlichtweg absurd eckig empfunden wird, feiert man dort als den Gipfel der technologischen Innovation. Ein Lenkrad, das wie das Zubehör einer Spielkonsole aussieht, ist dort kein Bug, sondern ein massives Verkaufsargument.

Wir Europäer hingegen kratzen uns bei diesem Anblick eher am Kopf. Der hiesige Käufer schätzt die sanfte Evolution, eine intuitive Bedienung und vor allem Formen, bei denen das Auge nicht an jeder zweiten Kante blutet.

Unser Fazit

Das Peugeot Polygon Concept ist ein mutiges Experiment, aber eben auch ein radikaler Angriff auf die klassischen Sehgewohnheiten. Es ist der fahrende Beweis dafür, wie weit die Designvorlieben der globalen Automobilmärkte mittlerweile auseinanderdriften. Während Asien voraussichtlich jubeln wird, hoffen wir hierzulande inständig, dass die Buchhaltung vor dem Serienstart noch rechtzeitig eingreift und zumindest den klappbaren Getränkehalter wieder durch ein richtiges Lenkrad ersetzt.

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Editorial

Verantwortlich: Robert Maximiuk
Automobile News liefert den ungeschminkten Blick unter die Haube. Statt nur Hochglanz-Prospekte zu zitieren, analysieren wir die Realität: Wir graben tief in TÜV-Reports, Pannenstatistiken und tausenden Nutzererfahrungen aus Fachforen. So finden wir die Schwachstellen, die im Verkaufsprospekt nicht stehen. Ehrlich, kritisch und mit der nötigen Portion Humor – erstellt mit modernster KI-Datenanalyse und persönlich kuratiert von einem echten Auto-Enthusiasten.

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