Eine kaum bekannte Rechenformel entscheidet mit darüber, ob Plug-in-Hybride Europas Autoherstellern bei den CO₂-Zielen helfen – oder plötzlich zur Belastung werden. Umweltverbände haben jahrelang für ihre Verschärfung gekämpft. Millionenbeträge aus internationalen Stiftungs- und Finanznetzwerken finanzieren diese Arbeit. Die Autoindustrie kämpft dagegen. Und mittendrin steht Brüssel. Eine Spurensuche durch Realverbrauchsdaten, Lobbykampagnen und ein Finanzierungssystem, das transparenter wirkt, als es tatsächlich ist.
800 Kilometer.
2.200 Kilometer.
4.260 Kilometer.
Drei Zahlen, die kaum ein Autofahrer kennt. Und doch können sie darüber mitentscheiden, welche Antriebstechnologie in Europa noch Milliardeninvestitionen erhält.
Sie stehen hinter einer der technischsten Stellschrauben der europäischen Autoregulierung: dem Utility Factor, kurz UF, für Plug-in-Hybride.
Der Utility Factor soll abbilden, welcher Anteil der Fahrstrecke eines Plug-in-Hybrids tatsächlich elektrisch zurückgelegt wird. Je höher dieser angenommene Anteil, desto niedriger fällt der offizielle CO₂-Wert des Fahrzeugs aus.
Und genau diese Annahme wird von der EU drastisch verändert.
Die Normalisierungsdistanz, die in die komplexe Berechnung des Utility Factors eingeht, lag ursprünglich bei 800 Kilometern. Seit der ersten Verschärfung sind es 2.200 Kilometer. Für die nächste Stufe sind 4.260 Kilometer vorgesehen. Die EU-Verordnung 2023/443 schreibt diese Werte ausdrücklich fest.
Das Ergebnis: Bei identischer Technik kann der amtliche CO₂-Wert eines Plug-in-Hybrids erheblich steigen.
Nicht weil plötzlich mehr Benzin aus dem Auspuff kommt.
Sondern weil Brüssel verändert, wie häufig es rechnerisch annimmt, dass der Fahrer seine Batterie tatsächlich benutzt.
Warum Brüssel überhaupt eingreift
Wer hinter dieser Entwicklung ausschließlich politischen Druck vermutet, übersieht allerdings einen entscheidenden Punkt.
Die alte Rechnung hatte ein reales Problem.
Seit 2021 müssen neue Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor über sogenannte On-Board Fuel Consumption Monitoring-Systeme – OBFCM – verfügen. Damit erhält die EU erstmals Verbrauchsinformationen aus Hunderttausenden tatsächlich genutzten Fahrzeugen.
Die Ergebnisse waren für Plug-in-Hybride verheerend.
Bei PHEVs mit Erstzulassung 2021 lagen die realen CO₂-Emissionen im Mittel beim 3,5-Fachen des offiziellen Typgenehmigungswertes. Statt der sehr niedrigen Papierwerte ermittelte die Kommission im Durchschnitt rund 100 Gramm CO₂ pro Kilometer beziehungsweise etwa vier Liter Kraftstoffverbrauch auf 100 Kilometer.
Die Kommission nennt selbst den entscheidenden Grund: Die Autos wurden erheblich seltener geladen und elektrisch gefahren, als es die Typgenehmigung unterstellte.
Die Verbrauchslücke ist also keine Erfindung einer Umweltorganisation.
Sie ist messbar.
Aber Daten schreiben keine Gesetze.
Zwischen einer wissenschaftlichen Feststellung und ihrer politischen Umsetzung liegt ein Raum, in dem Interessengruppen arbeiten.
Und hier taucht ein Name immer wieder auf.
Transport & Environment
Bereits im Februar 2022 veröffentlichte Transport & Environment – T&E konkrete Forderungen zur Änderung des Utility Factors.
Die Organisation verlangte, reale OBFCM-Daten spätestens ab 2025 für die PHEV-Berechnung zu verwenden und die Utility Factors regelmäßig anhand neuer Realverbrauchsdaten anzupassen.
Im März 2022 kritisierte T&E sogar den damaligen Entwurf der Kommission als nicht ambitioniert genug.
Im Juli desselben Jahres feierte die Organisation die Einigung auf strengere Regeln öffentlich als Erfolg.
Das Timing ist bemerkenswert:
T&E forderte eine schnelle Verschärfung.
Die Kommission arbeitete an der Verschärfung.
Und die spätere Regelung folgt in ihrer grundsätzlichen Richtung genau dem Ansatz, für den T&E öffentlich geworben hatte.
Das ist noch kein Beweis dafür, dass T&E die Regel geschrieben hat.
Aber es macht die Organisation zu einem der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Akteure in diesem Verfahren.
T&E unter der Lupe: Wer finanziert Europas einflussreiche Verkehrslobby?
Organisation: European Federation for Transport and Environment AISBL – kurz Transport & Environment oder T&E.
Politisches Ziel: T&E beschreibt seine Aufgabe selbst als Dekarbonisierung des europäischen Verkehrs bis 2050. Bei Autos setzt die Organisation klar auf einen möglichst schnellen Übergang zu emissionsfreien Antrieben und betrachtet Plug-in-Hybride seit Jahren äußerst kritisch.
Direkter Einfluss auf die PHEV-Debatte: T&E forderte bereits 2022 explizit die Änderung des Utility Factors, Realverbrauchsdaten als Berechnungsgrundlage und eine möglichst frühe Umsetzung.
Das Geld: Für 2025 nennt T&E sechs Geldgeber in der höchsten veröffentlichten Kategorie von jeweils mehr als einer Million Euro:
Sequoia Climate Foundation, ClimateWorks Foundation, Climate Imperative Foundation, European Climate Foundation, Schwab Charitable Fund sowie „Donor Advised Charitable Giving“.
Weitere jeweils 500.000 bis eine Million Euro kamen unter anderem von Oak Foundation, National Philanthropic Trust, der Europäischen Kommission und der norwegischen Entwicklungsbehörde NORAD. Dazu kommen zahlreiche weitere Geldgeber in niedrigeren sechsstelligen Kategorien.
Wie groß ist das?
Addiert man ausschließlich die von T&E veröffentlichten Untergrenzen der namentlich ausgewiesenen Förderklassen, ergeben sich für 2025 mehr als zehn Millionen Euro.
Die tatsächliche Summe liegt höher, weil T&E keine Einzelbeträge, sondern lediglich Bandbreiten veröffentlicht.
Der Transparenz-Haken: Unter den Geldgebern befinden sich sogenannte Donor-Advised Funds – DAFs. Dabei zahlt ein Vermögender Geld oder andere Vermögenswerte in einen gemeinnützigen Fonds ein und kann anschließend Empfehlungen geben, welche Organisationen daraus unterstützt werden.
National Philanthropic Trust, selbst ein T&E-Geldgeber, erklärt ausdrücklich, dass Namen einzelner DAF-Spender öffentlich nicht offengelegt werden müssen und Grants auch anonym vergeben werden können.
Damit kann eine veröffentlichte Finanzierungsliste zwar den Namen des Fonds zeigen – aber nicht zwangsläufig die Person oder das Vermögen hinter dem Geld.
Die entscheidende Grenze: Daraus folgt kein Beweis dafür, dass einzelne Geldgeber T&E konkrete politische Forderungen diktieren. T&E erklärt selbst, nur Finanzierungen zu akzeptieren, die seine Unabhängigkeit nicht beeinträchtigen.
Was sich dagegen eindeutig feststellen lässt:
Privates Großkapital finanziert in erheblichem Umfang Organisationen, deren ausdrückliches Ziel es ist, politische und regulatorische Rahmenbedingungen in Europa zu verändern.
Warum „Philanthropie“ die Sache nur unzureichend beschreibt
Organisationen aus diesem Umfeld bezeichnen ihre Tätigkeit meist als philanthropy.
Das Wort erzeugt ein bestimmtes Bild: Vermögende Menschen geben einen Teil ihres Reichtums zurück und unterstützen damit einen guten Zweck.
Formal mag das stimmen.
Für die politische Analyse ist der Begriff jedoch nahezu wertlos.
Denn einige der beteiligten Stiftungen beschreiben ihre eigene Tätigkeit wesentlich strategischer.
Die Sequoia Climate Foundation erklärt beispielsweise, sie suche gezielt nach Investitionen mit möglichst großer Wirkung, hoher Geschwindigkeit, Kostenwirksamkeit und politischem Hebel.
Noch deutlicher formuliert die Stiftung, sie wolle die politischen, wirtschaftlichen, finanziellen und gesellschaftlichen Bedingungen schaffen, die eine möglichst ambitionierte Klimapolitik ermöglichen.
Das ist kein heimliches Ziel.
Es steht öffentlich auf der Website.
ClimateWorks wiederum beschreibt seine Funktion als Verbindung zwischen Kapitalgebern und Organisationen, um Lösungen weltweit zu skalieren. Seit 2008 hat ClimateWorks nach eigenen Angaben mehr als zwei Milliarden US-Dollar an über 850 Empfänger vergeben.
Es geht also nicht ausschließlich um klassische Wohltätigkeit.
Es geht um strategisch eingesetztes Kapital zur Veränderung von Märkten, Regulierung und Investitionsentscheidungen.
Und manchmal lässt sich sogar sehr genau nachvollziehen, wo dieses Kapital erwirtschaftet wurde.
Vom Tradinggewinn zur Verkehrspolitik
Unter den T&E-Geldgebern des Jahres 2025 befindet sich die Quadrature Foundation in der Kategorie zwischen 250.000 und 500.000 Euro.
Deren Hintergrund ist bemerkenswert.
Die Stiftung wurde von Quadrature Capital gegründet.
Das Londoner Unternehmen bezeichnet sich selbst als automatisiertes beziehungsweise quantitatives Tradingunternehmen, das mit eigenem Kapital auf elektronischen Finanzmärkten handelt und dabei nach eigenen Angaben erhebliche Renditen erwirtschaftet.
Quadrature erklärt außerdem ausdrücklich, dass die Stiftung vollständig durch die Quadrature Group finanziert wird und dafür ein Teil der Handelsgewinne verwendet wird. Insgesamt habe die Gruppe seit Gründung bereits mehr als 1,7 Milliarden Dollar für die Stiftung beziehungsweise deren Partner zugesagt.
Das bedeutet:
Geld wird auf internationalen Finanzmärkten verdient.
Ein Teil davon fließt in eine Stiftung.
Die Stiftung finanziert wiederum Organisationen, die politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen verändern wollen.
Eine dieser Organisationen ist T&E.
Daraus abzuleiten, Quadrature verdiene unmittelbar an strengeren PHEV-Regeln, wäre unseriös. Dafür gibt es keinen Beleg. Quadrature erklärt sogar, mit marktneutralen Strategien zu arbeiten und sowohl Long- als auch Short-Positionen unter anderem in Öl- und Gasunternehmen zu halten.
Aber der Vorgang zeigt etwas anderes:
Hinter dem freundlich klingenden Begriff der Klimastiftung können sehr große private Vermögen und handfeste Finanzmarktstrukturen stehen.
Das macht deren politische Positionen nicht automatisch falsch.
Es macht es aber legitim, nach ihrem Einfluss zu fragen.

Noch undurchsichtiger wird es bei Donor-Advised Funds
Besonders problematisch wird die Transparenz bei den sogenannten DAFs.
T&E nennt sowohl den Schwab Charitable Fund, den National Philanthropic Trust als auch „Donor Advised Charitable Giving“ unter seinen großen Geldgebern.
Ein DAF funktioniert vereinfacht gesagt wie ein gemeinnütziger Geldspeicher.
Der Spender überträgt Vermögenswerte an eine gemeinnützige Trägerorganisation. Rechtlich gehört das Geld anschließend dieser Organisation. Der ursprüngliche Geldgeber behält jedoch Beratungsrechte und kann empfehlen, welche Organisationen gefördert werden.
National Philanthropic Trust erklärt selbst, dass Spendernamen bei dieser Konstruktion öffentlich nicht offengelegt werden und einzelne Grants anonym erfolgen können.
Damit entsteht ein bemerkenswerter Zustand:
Eine Lobbyorganisation kann einen Geldgeber offen nennen und dennoch bleibt für die Öffentlichkeit unter Umständen unbekannt, wessen Vermögen tatsächlich hinter dem Geld steht.
Gerade bei Organisationen, die aktiv auf europäische Gesetzgebung einwirken, ist das eine relevante Transparenzlücke.
Das Netzwerk endet nicht bei T&E
Noch interessanter wird das Geflecht, wenn Geld nicht unmittelbar an eine Lobbyorganisation fließt.
Die European Climate Foundation – ECF fungiert selbst als großer Verteiler von Fördermitteln.
Sie akzeptiert nach eigener Richtlinie unter anderem Gelder von privaten und Familienstiftungen, Corporate Foundations, Großspendern und Donor-Advised Funds. Direkte Gelder kommerzieller Unternehmen lehnt sie dagegen nach eigenen Angaben ab.
Die amerikanische Sequoia Climate Foundation wiederum fördert die ECF ausdrücklich unter anderem für Kampagnen und Programme rund um den European Green Deal. Sequoia beschreibt das Ziel dieser Unterstützung damit, Kapazitäten in einem Netzwerk europäischer Klimaakteure aufzubauen.
Die Struktur kann damit so aussehen:
privates Vermögen → Stiftung oder DAF → europäische Förderstiftung → spezialisierte NGO → Studie, Kampagne, Lobbyarbeit → politischer Entscheidungsprozess
Keine dieser Stationen ist für sich genommen anrüchig.
Aber zusammengenommen entsteht eine professionelle Infrastruktur politischer Einflussnahme, deren finanzielle Leistungsfähigkeit weit über klassische Mitgliederbeiträge eines Umweltvereins hinausgeht.
Und T&E sagt selbst, dass es Politik gestalten will
Man muss T&E dabei nichts unterstellen.
Die Organisation beschreibt ihren Einfluss selbst.
In den eigenen Jahresberichten geht es ausdrücklich um die Rolle, die T&E dabei gespielt habe, die politische Debatte zu gestalten. Für 2025 schreibt die Organisation, sie habe gemeinsam mit Partnern einer weiteren Abschwächung europäischer Klimavorgaben entgegengewirkt.
Beim Plug-in-Hybrid lässt sich dieser Anspruch besonders gut nachvollziehen.
T&E veröffentlichte Studien.
T&E ließ Fahrzeuge testen.
T&E bezeichnete die damalige Regelung als „Loophole“.
T&E forderte eine Änderung des Utility Factors.
T&E kritisierte erste Vorschläge der Kommission als zu schwach.
Und T&E begrüßte anschließend die beschlossene Verschärfung.
Das ist professionelles politisches Lobbying.
Nur eben nicht von Volkswagen, Shell oder BMW.
Wenn Unternehmen lobbyieren, nennen wir es Lobbyismus – bei NGOs oft nicht
Genau hier liegt eine merkwürdige sprachliche Schieflage.
Wenn ein Automobilhersteller Millionen für Interessenvertretung ausgibt, wird völlig selbstverständlich von Lobbyismus gesprochen.
Wenn eine finanzstarke NGO Studien erstellt, politische Forderungen formuliert, Entscheidungsträger adressiert und Kampagnen organisiert, wird dieselbe Tätigkeit häufig als „zivilgesellschaftliches Engagement“ beschrieben.
Die Methoden können sich unterscheiden.
Die Grundfunktion ist dieselbe:
Interessen organisieren und politische Entscheidungen beeinflussen.
Das bedeutet nicht, dass beide Seiten gleich mächtig sind oder dieselben Motive besitzen.
Es bedeutet lediglich, dass beide als politische Akteure betrachtet werden sollten.
Denn auf der anderen Seite stehen ebenfalls Milliardeninteressen
Die deutsche Autoindustrie kämpft inzwischen offen gegen die nächste Verschärfung.
Der VDA fordert ausdrücklich, die geplante weitere Absenkung des Utility Factors auszusetzen.
Die Begründung ist keineswegs nur technisch.
Der Verband spricht offen über Arbeitsplätze, Wertschöpfungsketten, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam mit der IG Metall warnte er 2025 davor, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Plug-in-Hybriden durch die strengere CO₂-Bewertung unterlaufen werde.
Noch im Mai 2026 begrüßte VDA-Präsidentin Hildegard Müller einen Vorschlag im Europäischen Parlament, die weitere Verschärfung des Utility Factors auszusetzen.
Auch hier geht es also um Interessen.
Nur sind sie leichter sichtbar.
Ein Unternehmen muss Geld verdienen.
Eine Gewerkschaft will Arbeitsplätze erhalten.
Ein Industrieverband vertritt seine Mitgliedsunternehmen.
Bei einer Stiftung oder NGO ist der wirtschaftliche Ursprung des Einflusses häufig komplizierter.
Warum deutsche Hersteller besonders nervös sind
Der VDA beziffert den Anteil von Plug-in-Hybriden an den „elektrischen Neuzulassungen“ der EU zwischen Januar und Juli 2025 auf rund 38 Prozent.
Noch bemerkenswerter: Nach Angaben des Verbandes entfielen 57 Prozent der europäischen PHEV-Neuzulassungen auf deutsche Hersteller.
Die Zahlen stammen vom Interessenverband selbst und sollten deshalb auch als solche gekennzeichnet werden.
Sie erklären aber, warum die deutsche Autoindustrie bei diesem Thema so vehement reagiert.
BMW, Mercedes-Benz und der Volkswagen-Konzern haben enorme Summen in Plug-in-Hybrid-Plattformen, Motoren, Batterien und Software investiert.
Sinkt der regulatorisch angenommene elektrische Fahranteil, steigt der offizielle CO₂-Wert.
Damit verlieren PHEVs einen Teil ihrer Wirkung bei der Einhaltung der europäischen Flottenziele.
Und dort kann jedes Gramm teuer werden.
95 Euro pro Gramm – aber nicht ganz so simpel
Nach der europäischen CO₂-Verordnung beträgt die Überschreitungsabgabe grundsätzlich:
95 Euro × jedes Gramm CO₂ über dem Herstellerziel × Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge.
Bei großen Herstellern entstehen daraus theoretisch sehr schnell dreistellige Millionenbeträge.
Allerdings wurde die Regel inzwischen entschärft.
Für die Jahre 2025 bis 2027 wird die Zielerfüllung nicht mehr ausschließlich Jahr für Jahr betrachtet. Die Hersteller dürfen ihre Ergebnisse über diesen Dreijahreszeitraum mitteln. Erst wenn der gewichtete Durchschnitt über dem Ziel liegt, fällt die entsprechende Überschreitungsabgabe an.
Die berühmten 95 Euro sind also real.
Die Vorstellung einer sofortigen Milliardenstrafe wegen eines einzelnen schlechten Jahres ist inzwischen aber überholt.
Der historische Präzedenzfall: Toyota und die Deutsche Umwelthilfe
Dass Umweltorganisationen und Automobilunternehmen zeitweise gemeinsame Interessen besitzen können, zeigt ein älterer deutscher Fall.
Toyota unterstützte die Deutsche Umwelthilfe – DUH rund 20 Jahre lang bei verschiedenen Projekten.
2018 flossen nach Angaben der DUH noch 30.000 Euro von Toyota. Unter anderem ging es in der langjährigen Zusammenarbeit um Projekte zur CO₂-Reduzierung und Untersuchungen von Dienstwagen.
Das war gemessen am DUH-Budget kein großer Betrag.
Politisch war die Konstellation trotzdem brisant.
Toyota hatte sich früh stark auf Hybridantriebe konzentriert.
Deutsche Hersteller setzten dagegen lange besonders stark auf Diesel.
Gleichzeitig gehörte die DUH zu den schärfsten Kritikern realer Dieselabgasemissionen und erstritt später Fahrverbote.
Der Vorwurf lag deshalb nahe, ein ausländischer Wettbewerber finanziere eine Organisation, deren Arbeit vor allem deutschen Konkurrenten schade.
Beweisen ließ sich diese Konstruktion allerdings nie.
Toyota erklärte 2018 ausdrücklich, die Zusammenarbeit sei projektbezogen gewesen und ihr Ende stehe nicht im Zusammenhang mit den Diesel-Fahrverboten. Auch die DUH verweist darauf, selbst Toyota-Diesel mit hohen NOx-Werten veröffentlicht zu haben.
Der Fall beweist deshalb keine fremdgesteuerte Umweltpolitik.
Aber er demonstriert sehr deutlich, wie schnell ökologische und wirtschaftliche Interessen zeitweise in dieselbe Richtung zeigen können.
Und dann kommt China – und macht die Geschichte komplizierter
Auf den ersten Blick könnte man vermuten, die Schwächung von Plug-in-Hybriden spiele chinesischen Autoherstellern in die Hände.
China besitzt eine überragende Stellung bei Batteriezellen und elektrischen Antrieben.
Je schneller Europa vollständig auf batterieelektrische Fahrzeuge umstellt, desto stärker wird auf genau diesem Technologiefeld konkurriert.
Doch inzwischen gibt es ein Problem mit dieser Theorie.
China setzt selbst zunehmend auf Plug-in-Hybride in Europa.
Seit die EU zusätzliche Ausgleichszölle auf in China produzierte batterieelektrische Fahrzeuge eingeführt hat, besitzen PHEVs einen entscheidenden Vorteil: Die zusätzlichen Anti-Subventionszölle betreffen die untersuchten reinen Batterieautos, nicht gewöhnliche Plug-in-Hybride.
Chinesische Hersteller reagierten schnell.
BYD und Chery steigerten ihre europäischen PHEV-Verkäufe massiv. Reuters berichtete bereits 2025, dass Hersteller ihre Hybridstrategie gezielt ausbauten, um die BEV-Zölle zu umgehen beziehungsweise deren Auswirkungen zu reduzieren.
BYD machte Plug-in-Hybride anschließend ausdrücklich zu einem zentralen Bestandteil seiner europäischen Strategie.
Das führt zu einem interessanten Ergebnis:
Die strengere PHEV-Regel trifft inzwischen potenziell nicht nur BMW, Mercedes und Volkswagen, sondern auch BYD, Chery und andere chinesische Hersteller.
Ein einfaches Narrativ nach dem Muster „China lässt Europas Plug-in-Hybride beseitigen“ hält einer genaueren Prüfung deshalb nicht stand.
Wer profitiert also wirklich?
An diesem Punkt wird die Geschichte interessanter als jede einfache Verschwörungsthese.
Die bisherige PHEV-Regulierung hat die realen Emissionen im Durchschnitt nachweislich unterschätzt.
Die EU hat deshalb einen sachlichen Grund, die Berechnung zu korrigieren.
Gleichzeitig profitieren von einer schnellen Verlagerung auf reine Elektrofahrzeuge zwangsläufig jene Unternehmen und Investitionsbereiche, deren Geschäftsmodell bereits auf Batterie, Ladeinfrastruktur, Stromwirtschaft und entsprechende Technologien ausgerichtet ist.
Hersteller mit hohen Investitionen in Verbrenner- und Hybridtechnik verlieren dagegen regulatorischen Spielraum.
Umweltorganisationen wollen genau diese Verschiebung beschleunigen.
Industrieverbände wollen sie verlangsamen.
Stiftungen finanzieren Organisationen, die den politischen Rahmen verändern sollen.
Unternehmen finanzieren Verbände, die dasselbe in die andere Richtung versuchen.
Und Regierungen sitzen dazwischen.
Das eigentliche Machtzentrum ist nicht geheim – sondern schwer sichtbar
Die vielleicht bemerkenswerteste Erkenntnis liegt deshalb nicht in einem geheimen Vertrag oder einem unbekannten Geldgeber.
Sie liegt in der Struktur.
Private Vermögen können über Stiftungen und Donor-Advised Funds in Fördernetzwerke eingespeist werden.
Fördernetzwerke finanzieren spezialisierte Organisationen.
Diese Organisationen finanzieren Studien, beschäftigen Fachleute, erstellen Gesetzesanalysen, führen Kampagnen und treten gegenüber Regierungen und EU-Institutionen als fachkundige Vertreter der „Zivilgesellschaft“ auf.
Ein Teil der dahinterliegenden Geldgeber ist bekannt.
Bei manchen DAF-Konstruktionen kann die Öffentlichkeit dagegen nicht einmal zweifelsfrei feststellen, wessen Kapital am Anfang der Kette stand.
Gleichzeitig verfügen die Organisationen über einen entscheidenden Vorteil:
Ihre Interessen erscheinen auf den ersten Blick weniger wie Interessen.
Ein Autobauer kämpft sichtbar für sein Geschäftsmodell.
Ein Finanzinvestor sichtbar für Rendite.
Eine Umweltorganisation dagegen argumentiert für das Klima.
Das kann vollkommen aufrichtig sein.
Aber Aufrichtigkeit und Macht schließen sich nicht gegenseitig aus.
Was wir belegen können – und was nicht
Belegt ist:
T&E hat jahrelang aktiv für eine Verschärfung der PHEV-Berechnung lobbyiert.
T&E erhält jährlich Millionenbeträge von internationalen Klima- und Stiftungsnetzwerken.
Teile dieses Geldes stammen letztlich aus großen privaten Vermögen und sogar unmittelbar aus Gewinnen des Finanzsektors.
Ein Teil der Finanzierung läuft über Strukturen, bei denen der ursprüngliche Geldgeber öffentlich verborgen bleiben kann.
Die geförderten Organisationen und Stiftungen erklären selbst, politische, wirtschaftliche und finanzielle Rahmenbedingungen verändern zu wollen.
Und die von T&E geforderte Verschärfung des Utility Factors wurde anschließend grundsätzlich in diese Richtung umgesetzt.
Nicht belegt ist dagegen:
dass ein bestimmter Großspender der EU die PHEV-Regel vorgegeben hat;
dass T&E auf Weisung einzelner Geldgeber handelt;
dass hinter der Verschärfung eine koordinierte Strategie zur Schädigung deutscher Autohersteller steckt;
oder dass bestimmte Finanzinvestoren unmittelbar an höheren PHEV-CO₂-Werten verdienen.
Das wäre aus den vorhandenen Dokumenten nicht seriös abzuleiten.
Die entscheidende Frage bleibt trotzdem bestehen
Die Debatte um Plug-in-Hybride zeigt beispielhaft, wie moderne Regulierung entsteht.
Nicht allein im Parlament.
Nicht allein in Ministerien.
Und schon gar nicht ausschließlich aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Wissenschaft liefert Daten.
NGOs interpretieren sie und formulieren Forderungen.
Stiftungen ermöglichen diese Arbeit mit Millionenbeträgen.
Industrieverbände liefern Gegengutachten und warnen vor Arbeitsplatzverlusten.
Gewerkschaften machen Druck.
Unternehmen passen ihre Investitionen an.
Und am Ende wird aus diesem Kräftefeld eine Zahl in einer EU-Verordnung.
800 Kilometer.
2.200 Kilometer.
4.260 Kilometer.
Auf dem Papier sind das lediglich Parameter einer mathematischen Funktion.
In der Realität hängen daran Fahrzeugpreise, Unternehmensstrategien, Arbeitsplätze und Milliardeninvestitionen.
Deshalb lautet die entscheidende Frage nicht nur:
Sind die neuen PHEV-Werte realistischer?
Das sind sie wahrscheinlich.
Die viel politischere Frage lautet:
Wer besitzt die finanziellen Mittel, den Zugang und die organisatorische Schlagkraft, um darüber mitzubestimmen, welche technologische Realität Europa anschließend für richtig hält?
Und spätestens an diesem Punkt lohnt sich der Blick nicht nur auf die Autoindustrie.
Sondern auch auf diejenigen, die sich selbst auf der anderen Seite des Lobbytisches verorten.
Quellen, Dokumente & Methodik
Dieser Artikel basiert überwiegend auf EU-Rechtsakten, Veröffentlichungen der Europäischen Kommission sowie Originaldokumenten und Eigenauskünften der im Artikel genannten Organisationen, Stiftungen, Verbände und Unternehmen. Medienberichte werden nur ergänzend verwendet, wenn keine gleichwertige Primärquelle verfügbar ist.
1. EU-Regulierung, Utility Factor & CO₂-Flottenziele
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Belegt: Die Normalisierungsdistanzen von 800 km, 2.200 km ab 2025 und 4.260 km für die folgende Stufe sowie den regulatorischen Berechnungsmechanismus des Utility Factors.
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Belegt: PHEVs des Zulassungsjahres 2021 lagen im Realbetrieb durchschnittlich beim 3,5-Fachen der Typgenehmigungswerte. Die Kommission nennt zu seltenes Laden und elektrisches Fahren als wesentliche Ursache.
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EU-Kommission – zweite OBFCM-Auswertung Primärquelle
Belegt: Die Verbrauchslücke wurde mit einem größeren Datensatz erneut bestätigt; auch Fahrzeuge des Zulassungsjahres 2022 zeigten eine deutliche Diskrepanz.
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Verordnung (EU) 2019/631 – CO₂-Flottengrenzwerte Primärquelle
Belegt: Grundsystem der CO₂-Flottenregulierung und die Überschreitungsabgabe von 95 Euro je Gramm CO₂ über dem Zielwert multipliziert mit der Zahl der relevanten Neuzulassungen.
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Belegt: Die Einhaltung der Flottenziele wird für 2025 bis 2027 über den gewichteten Dreijahreszeitraum beurteilt. Eine Zielüberschreitung in einem einzelnen Jahr löst daher nicht automatisch unmittelbar eine Strafzahlung aus.
2. Transport & Environment: Forderungen, Lobbyarbeit & Finanzierung
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T&E – „Fixing the plug-in hybrid loophole“, Februar 2022 Eigenauskunft
Belegt: T&E forderte bereits 2022 ausdrücklich eine Überarbeitung der PHEV-Utility-Faktoren und eine stärkere Orientierung an realen Verbrauchs- und Fahrdaten.
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T&E – Stellungnahme zum Kommissionsvorschlag, März 2022 Eigenauskunft
Belegt: Die Organisation bewertete den damaligen Vorschlag der EU-Kommission als nicht weitreichend genug und verlangte eine schnellere Anpassung.
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T&E – Selbstbeschreibung und politische Arbeitsweise Eigenauskunft
Belegt: T&E beschreibt seine Tätigkeit selbst als gezielte politische Interessenvertretung zur Veränderung von Gesetzgebung und verweist auf seinen Einfluss auf europäische Umwelt- und Verkehrsgesetze.
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T&E – Geldgeber und Förderklassen 2025 Eigenauskunft
Belegt: Sechs Förderer werden für 2025 in der Kategorie oberhalb von einer Million Euro aufgeführt, darunter Sequoia Climate Foundation, ClimateWorks Foundation, Climate Imperative Foundation, European Climate Foundation, Schwab Charitable Fund und „Donor Advised Charitable Giving“. Weitere Geldgeber liegen in sechsstelligen Förderklassen. T&E veröffentlicht Bandbreiten, keine exakten Einzelbeträge.
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T&E – Jahresberichte Eigenauskunft
Belegt: Eigene Darstellung politischer Kampagnen, strategischer Prioritäten und des Anspruchs, europäische Verkehrs- und Klimapolitik aktiv mitzugestalten.
3. Stiftungsnetzwerke, Strategien & Förderstrukturen
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Sequoia Climate Foundation – „What we do“ Eigenauskunft
Belegt: Sequoia beschreibt Förderentscheidungen anhand von Geschwindigkeit, Größenordnung, Kosten und Erfolgswahrscheinlichkeit und erklärt als Ziel, politische, wirtschaftliche, finanzielle und gesellschaftliche Bedingungen für möglichst ambitionierte Klimapolitik zu schaffen.
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ClimateWorks Foundation – Organisation und Fördervolumen Eigenauskunft
Belegt: ClimateWorks bezeichnet sich als Verbindung zwischen Kapitalgebern und ausführenden Organisationen und gibt an, seit 2008 mehr als zwei Milliarden US-Dollar an mehr als 850 Empfänger in 50 Ländern vergeben zu haben.
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Belegt: Die ECF akzeptiert nach eigener Richtlinie unter anderem Mittel von privaten und Familienstiftungen, Corporate Foundations, Großspendern und Donor-Advised Funds. Direkte kommerzielle Unternehmen und anonyme Spenden werden nach dieser Richtlinie nicht akzeptiert.
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European Climate Foundation – Förderstrategie Eigenauskunft
Belegt: Die ECF arbeitet mit mehr als 700 Partnerorganisationen und beschreibt die gemeinsame Entwicklung strategisch ausgerichteter Förderprojekte zur Erzielung politischer und gesellschaftlicher Wirkung.
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European Climate Foundation – Donor Compliance Eigenauskunft
Zur Einordnung: Die ECF beschreibt hier ihre rechtlichen Beschränkungen, insbesondere für Lobbying, Wahlkampfaktivitäten und US-stämmige Fördermittel. Diese Quelle dient ausdrücklich auch der Darstellung der Position und Compliance-Regeln der Stiftung selbst.
4. Donor-Advised Funds & Transparenz der ursprünglichen Geldgeber
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National Philanthropic Trust – DAF FAQ Eigenauskunft
Belegt: Spender übertragen das Vermögen unwiderruflich an die Trägerorganisation, behalten aber Beratungsrechte über Investitionsstrategie und Förderempfehlungen. Einzelne Förderzahlungen können anonym erfolgen.
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Belegt: NPT weist selbst darauf hin, dass bei Donor-Advised Funds die Namen einzelner ursprünglicher Spender gegenüber der Öffentlichkeit nicht offengelegt werden müssen und Grants anonym vergeben werden können.
5. Quadrature: Finanzmarktgewinne und Stiftungskapital
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Quadrature Capital – Corporate Social Responsibility Eigenauskunft
Belegt: Quadrature erklärt, dass seine Stiftung durch die Quadrature Group finanziert wird und dafür ein Anteil der Tradinggewinne verwendet wird. Das Unternehmen beschreibt außerdem seine marktneutralen Handelsstrategien und Long- sowie Short-Positionen.
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Quadrature Capital – Unternehmensbeschreibung Eigenauskunft
Belegt: Quadrature beschreibt sich als systematisches beziehungsweise automatisiertes Tradingunternehmen, das mit quantitativem Research und eigenem Kapital an elektronischen Finanzmärkten handelt. Außerdem werden Umfang und Hintergrund der Quadrature Climate Foundation dargestellt.
6. Deutsche Autoindustrie und Gegenlobby
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VDA – Plug-in-Hybride 2025 Verbandsangabe
Belegt als VDA-Angabe: Der Verband nennt für Januar bis Juli 2025 einen PHEV-Anteil von rund 38 Prozent an den von ihm als „elektrische Neuzulassungen“ bezeichneten Fahrzeugen in der EU und einen Anteil deutscher Hersteller von 57 Prozent am europäischen PHEV-Markt. Aufgrund der Quelle werden diese Zahlen im Artikel ausdrücklich dem VDA zugerechnet.
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VDA – Stellungnahme zum Salini-Bericht, Mai 2026 Verbandsangabe
Belegt: Der VDA unterstützt ausdrücklich eine Aussetzung der weiteren Verschärfung des Utility Factors und argumentiert dabei unter anderem mit Arbeitsplätzen, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit.
7. Historischer Fall Toyota / Deutsche Umwelthilfe
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Deutsche Umwelthilfe – FAQ zur Toyota-Finanzierung Eigenauskunft
Belegt: Die DUH bestätigt eine rund 20-jährige projektbezogene Unterstützung durch Toyota. Für 2018 nennt sie 30.000 Euro beziehungsweise weniger als 0,5 Prozent ihres damaligen Jahresbudgets. Sie verweist außerdem auf eigene negative Messungen an Toyota-Dieselfahrzeugen.
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Ergänzende Einordnung: Zeitgenössische Aussagen von Toyota und DUH zum Ende der Zusammenarbeit. Toyota bestritt einen Zusammenhang mit den Diesel-Fahrverboten; die DUH verwies auf öffentlichen und politischen Druck.
8. China, EU-Zölle und die neue PHEV-Strategie
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EU-Kommission – Ausgleichszölle auf chinesische BEVs Primärquelle
Belegt: Die zusätzlichen Ausgleichszölle beziehen sich auf die von der Untersuchung erfassten batterieelektrischen Fahrzeuge aus China. Die Produktdefinition erfasst Fahrzeuge, die ausschließlich elektrisch angetrieben werden; gewöhnliche Plug-in-Hybride gehören damit nicht zu dieser BEV-Maßnahme.
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Belegt ergänzend: BYD und Chery bauten ihre PHEV-Verkäufe nach Einführung der zusätzlichen BEV-Zölle deutlich aus. Der Bericht stützt die Einordnung, dass strengere PHEV-Regeln inzwischen auch chinesische Hersteller treffen können.
Nichts mehr unter den Teppich kehren lassen
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