Von der Windkanal-Banane zum rollenden Tresor: SUVs wie der neue Hyundai Santa Fe oder der KGM Torres zeigen klare Kante. Wir klären, warum der „Minecraft-Look“ gerade die Straßen erobert.
Erinnerst du dich noch an die 90er und 2000er? Jedes Auto musste aussehen, als wäre es ein Stück nasse Seife, das bei 200 km/h durch einen Windkanal geschossen wurde. „Stromlinie“ war das Gesetz, der cw-Wert (Luftwiderstand) die Bibel der Ingenieure. Das Ergebnis: Irgendwann sahen alle SUVs gleich aus – wie rundgelutschte Drops auf 20-Zoll-Felgen.
Doch jetzt passiert etwas Spannendes auf unseren Straßen.
Der Aufstand der Geodreiecke
Plötzlich sind sie wieder da: Die rechten Winkel. Wer heute aus dem Fenster schaut, sieht Autos, die aussehen, als wären sie direkt aus einem LEGO-Baukasten gefallen. Vorne steil, das Dach flach wie ein Brett und hinten so gerade abgeschnitten, dass man eine Wasserwaage anlegen kann.
Aber warum tun die Hersteller das? Haben sie die Physik vergessen? Nein, sie haben etwas Wichtigeres wiederentdeckt: Charakter.
Warum wir den Panzer-Look lieben
In einer Zeit, in der alles digital, vernetzt und irgendwie „weich“ wird, sehnen wir uns beim Auto nach etwas Handfestem.
- Die „Bunker“-Psychologie: Ein kantiges Auto signalisiert Schutz und Stabilität. In einem Hyundai Santa Fe, der aussieht wie ein Geldtransporter aus der Zukunft, fühlst du dich unverwundbar.
- Platz ohne Ende: Aerodynamik frisst Platz. Ein abfallendes Heck sieht vielleicht sportlich aus, klaut dir aber den Stauraum für den IKEA-Einkauf (oder den großen Hund). Die neuen Kisten nutzen jeden Kubikzentimeter Luftraum.
- Die „Anti-Tesla“-Bewegung: Elektroautos müssen wegen der Reichweite oft extrem rund sein (siehe Tesla Model Y). Die neuen kantigen Verbrenner und Hybride setzen bewusst ein optisches Gegenzeichen: „Ich bin eine Maschine, kein Computer.“
Die drei Musketiere der neuen Kantigkeit
Es gibt ein paar Modelle, die diesen Trend gerade perfekt auf die Straße bringen. Wir haben uns drei Kandidaten genauer angeschaut, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber eines gemeinsam haben: Sie hassen Rundungen.
- Der Futuristische: Warum der neue Hyundai Santa Fe aussieht, als käme er direkt aus einem Science-Fiction-Film.
- Der Abenteurer: Der KGM Torres (ehemals SsangYong) will der günstige Jeep für alle sein – klappt das?
- Der Unbekannte: Warum chinesische Hersteller wie beim Jaecoo J7 plötzlich auf britisches Land-Adel-Design setzen.
Unser Fazit
Mut zur Hässlichkeit?
Manche finden sie hässlich, andere feiern sie als Design-Revolution. Fakt ist: Diese Autos drehen Köpfe um. Und ist es nicht genau das, was wir wollen? Autos, über die man sich an der Ampel wieder streiten kann?
Kommentare
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Zustimmung, Widerspruch oder eigene Erfahrung: Hier darf es gern konkret werden.
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