Hängen häufige technische Mängel eines Automodells mit bestimmten Unfallmustern zusammen? Für diese Datenstudie haben wir Ergebnisse aus britischen MOT-Prüfungen mit Unfallstatistiken nach Fahrzeugmodell und Fahrzeugalter verbunden. Untersucht werden unter anderem Bremsen, Reifen, Fahrwerk, Lenkung, Beleuchtung und Sicherheitssysteme.
Die Ergebnisse zeigen statistische Zusammenhänge auf Modellebene. Sie beweisen jedoch nicht, dass ein konkreter Mangel einen bestimmten Unfall verursacht hat.
Automobile-News Datenstudie · Ausbaustufe 2
Technische Mängel und Unfallmuster
Zeigen Automodelle mit auffälligen MOT-Mängeln auch passende Auffälligkeiten im realen Unfallgeschehen?
Das Wichtigste zuerst
Was zeigen die Daten wirklich?
Wir vergleichen, bei welchen Modellen bestimmte Mängel bei der britischen Hauptuntersuchung häufiger vorkommen.
Dazu passen wir Unfallmuster wie Schleudern, Fahrbahnverlassen, Dunkelheit oder schwere Folgen.
Junge Fahrzeuge werden mit jungen, alte mit alten verglichen. So verzerrt das Fahrzeugalter das Ergebnis weniger.
Alle Kombinationen auf einen Blick
Wo bewegen sich Mängel und Unfallmuster gemeinsam?
Rot zeigt eine gleichläufige Tendenz: Mehr Mängel gehen bei den verglichenen Modellen häufiger mit einem höheren Unfallwert einher. Blau zeigt eine gegenläufige Tendenz. Helle Felder bedeuten: kaum ein erkennbarer Zusammenhang.
Was bedeutet diese Übersicht?
Die Übersicht dient zum Entdecken von Mustern. Für belastbare Aussagen sind vor allem die fachlich vorher festgelegten Einzelprüfungen im nächsten Abschnitt entscheidend.
Vorher festgelegte Vergleiche
Die fachlich passenden Einzelprüfungen
Wir haben nicht wahllos Zahlen miteinander verglichen. Geprüft wurden vorher festgelegte Kombinationen, etwa Reifenmängel mit Schleudern oder Beleuchtungsmängel mit Nachtunfällen.
Wird als echte Tabelle für Word und Google Docs sowie mit getrennten Spalten für Excel und Google Sheets kopiert.
Zwei Datensätze, ein Modellprofil
MOT-Schwächen und Unfallmuster eines Modells
Wähle ein Fahrzeug. Die Balken zeigen, wo es im Vergleich zu anderen Modellen liegt. Sie sagen nicht, dass ein konkretes Unfallfahrzeug einen Defekt hatte.
Auffälligkeiten auf beiden Seiten
Modelle als Ansatzpunkt für weitere Recherche
Hier stehen Modelle, die innerhalb vergleichbarer Altersgruppen sowohl bei einer Mängelart als auch beim passenden Unfallmerkmal weit oben liegen. Das ist ein Hinweis, kein Beweis für eine Unfallursache.
| Modell | Geprüfte Kombination | Mängelseite | Unfallseite | Verglichene Altersbereiche |
|---|
Offene Datengrundlage
Nachrechnen ausdrücklich erlaubt
Technische Kennzahlen für Journalisten, Fachleute und eigene Auswertungen.
Korrelations-CSVMOT-Raten, Unfallmuster, Fallzahlen und Schwerewert je Modell.
Modellwerte als CSVWelche Schreibweisen zusammengeführt wurden und welche Modelle ausfielen.
Matching als CSVAlle Ergebnisse, Modellprofile, Altersgruppen und technischen Details.
Datensatz als JSONWas die Zahlen können – und was nicht
So wurde ausgewertet
Technische Statistikdetails anzeigen
Rangkorrelation: Spearmans Rangkorrelation prüft, ob Modelle mit höheren Mängelwerten tendenziell auch höhere oder niedrigere Unfallwerte haben. Sie verlangt keinen geradlinigen Zusammenhang.
Altersvergleich: Die Werte werden zuerst innerhalb derselben Altersgruppen eingeordnet und anschließend je Modell zusammengefasst.
Kontrollrechnung: Zusätzlich werden Pearson-Korrelation, Konfidenzintervalle und die rohen Modellwerte berechnet.
Viele Prüfungen: Die Benjamini-Hochberg-Korrektur senkt das Risiko, dass ein rein zufälliger Treffer als belastbar erscheint.
Quellen: DfT Road Safety Open Data / STATS19, DfT Vehicle Licensing Statistics und DVSA Anonymised MOT Tests and Results, jeweils unter Open Government Licence v3.0. Auswertung und redaktionelle Einordnung: Automobile-News.
Technische Mängel können zu Unfällen beitragen. Die vorliegende Studie untersucht jedoch statistische Zusammenhänge auf Modellebene und kann keine Ursache für einen konkreten Unfall nachweisen.
Untersucht wurden unter anderem Mängel an Bremsen, Reifen, Fahrwerk, Lenkung, Beleuchtung, Sicht, Karosserie und Sicherheitssystemen.
Dabei werden junge Fahrzeuge mit jungen und ältere Fahrzeuge mit ähnlich alten Fahrzeugen verglichen. So beeinflusst das Fahrzeugalter die Ergebnisse weniger stark.
Nein. Ein Zusammenhang zeigt lediglich, dass zwei Merkmale bei bestimmten Modellen gemeinsam häufiger oder seltener auftreten. Daraus folgt noch keine direkte Ursache.
Die Mängeldaten stammen aus britischen MOT-Prüfungen. Die Unfallauswertung basiert auf britischen Straßenverkehrs- und Fahrzeugdaten. Methodik und Datengrundlagen werden auf der Seite offengelegt.