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Überlebenskampf bei SsangYong

Zum zweiten mal innerhalb von zehn Jahren steht SsangYong Motor Co. erneut unter gerichtliche Zwangsverwaltung. Der indischen Muttergesellschaft Mahindra & Mahindra Ltd. ist es nicht gelungen, inmitten der anhaltenden COVID-19-Pandemie einen Investor zu finden und sich die finanzielle Lage des Unternehmens weiter verschlechtert.

Die gerichtliche Zwangsverwaltung ist im südkoreanischen Rechtssystem eine Stufe unterhalb des Konkurses. In der Zwangsverwaltung entscheidet das Gericht, ob und wie das Unternehmen wiederbelebt werden kann.

SsangYong beantragte am 21. Dezember die gerichtliche Zwangsverwaltung, nachdem es nicht gelungen war, von den Gläubigern die Genehmigung für die Umschuldung von Krediten im Wert von 148 Millionen US-Dollar zu erhalten.

SsangYong Motor befindet sich seit dem 15. April im Umschuldungsprozess

Unter gerichtlicher Zwangsverwaltung hängt das Überleben von SsangYong davon ab, ob sich ein neuer Investor findet, der nach der Begleichung der Schulden und anderen Restrukturierungsbemühungen ein saniertes SsangYong übernimmt.

SsangYong hat Berichten zufolge noch 275 Millionen Euro an Löhnen an seine Mitarbeiter und Zahlungen an seine Subunternehmer zu leisten.

Angesichts dessen scheint die Liquidation des Autobauers unausweichlich zu sein, aber ein massiver Stellenabbau könnte für die Behörden im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr eine Belastung darstellen. SsangYong beschäftigt derzeit 4.500 Mitarbeiter.

Quelle
Foto © SsangYong

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