Willkommen zum Wochenrückblick! Hier gibt’s die wichtigsten Auto-News der Woche, komprimiert und gewürzt – damit du mehr Zeit hast, dir auszurechnen, ob du dir das Autofahren überhaupt noch leisten kannst.
Wochenrückblick 06
1. Stellantis-Transporter: Der unfreiwillige „Dark Mode“ 🌑
Wer diese Woche in einen Transporter von Citroën, Peugeot, Opel oder Fiat gestiegen ist, saß unter Umständen im Dunkeln. Ein Softwarefehler sorgt bei Modellen wie dem Berlingo, Jumpy oder Zafira (Baujahre 2023–2025) dafür, dass das Kombiinstrument beim Start einfach schwarz bleibt. Stellantis ruft rund 215.000 Kastenwagen/Busse (u. a. Citroën, Peugeot, Opel, Fiat – teils auch Toyota-Derivate) zurück: um das Update aufzuspielen. Immerhin: Wenn man nicht sieht, wie schnell man fährt, ist man zumindest entspannter – bis der Blitzer auslöst. (Es sei denn du hast eine Blitzer-Warn-App, was natürlich strengstens illegal ist).
2. Jeep Avenger: Die Zwangspause aus dem Nichts 🛑
Der Jeep Avenger nimmt das Thema „Entschleunigung“ aktuell etwas zu wörtlich. Weltweit müssen knapp 21.000 Einheiten (davon über 5.500 in Deutschland) in die Werkstatt, weil Reibkorrosion an der elektrischen Parksperre für Ärger sorgt. Die Folge ist meist kein Wegrollen, sondern ein plötzlicher Vortriebsverlust. Das Auto beschließt also unter Umständen spontan, dass die Fahrt jetzt zu Ende ist – egal, was du dazu sagst. Ein Software-Update soll dem Avenger diesen eigenwilligen Charakterzug wieder austreiben.
3. BMW iX3: Heißer als frische Semmeln 🥐
Während andere über Absatzkrisen jammern, hat BMW in Ungarn ein Luxusproblem: Der iX3 ist so hoffnungslos überbucht, dass das Werk in Debrecen jetzt Sonderschichten fährt. Die Produktion wird massiv ausgeweitet, weil das Auto bis weit ins Jahr 2026 hinein ausverkauft ist. Wer jetzt einen will, braucht entweder viel Geduld oder sehr gute Beziehungen zum Händler.
4. ADAC-Bilanz: Mercedes ist der Rückruf-König 👑
Der ADAC hat die Zahlen für 2025 vorgelegt, und sie sind rekordverdächtig – leider im negativen Sinne. 532 Rückrufaktionen gab es letztes Jahr, fast dreimal so viele wie noch 2010. Den fragwürdigen Titel für die meisten Rückrufaktionen sichert sich Mercedes (45 Stück), während BMW die meisten betroffenen Fahrzeuge hatte (allein 136.000 wegen eines Anlasser-Problems). Autos reifen heutzutage anscheinend nicht mehr beim Kunden, sondern direkt in der Rückruf-Datenbank.
5. Alfa Romeo Tonale: Die Revolution des Drehknopfes 🎛️
Manchmal sind es die kleinen Dinge: Alfa Romeo spendiert dem Tonale für 2026 ein Mini-Facelift. Das Highlight? Ein neuer Drehschalter zur Gangauswahl und ein überarbeiteter Mitteltunnel. Das klingt erst mal unspektakulär, aber in der Welt italienischer Emotionen ist ein neuer Knopf vermutlich ein Anlass für ein dreitägiges Festbankett.
6. Die neue E-Auto-Prämie: Fluch oder Segen? 💸
Die neu aufgelegte Kaufprämie sorgt nicht nur für Jubel. Die Branche warnt mittlerweile lautstark davor, dass die Preise für gebrauchte E-Kleinwagen ins Bodenlose stürzen könnten. Wer sich gerade erst einen gebrauchten Stromer gekauft hat, dürfte sich angesichts der neuen Neuwagen-Rabatte fühlen, als hätte er Aktien gekauft, kurz bevor die Firma pleitegeht.
7. Stellantis verbrennt 22 Milliarden Euro – und meint das wörtlich 😒
Der Fiat-Chrysler-Opel-Peugeot-Jeep-Alfa-Romeo-und-was-noch-alles-Konzern Stellantis hat diese Woche Zahlen präsentiert, bei denen selbst gestandene Buchhalter in Schnappatmung verfallen dürften: 22 Milliarden Euro Abschreibung, bis zu 21 Milliarden Euro Verlust im zweiten Halbjahr 2025, keine Dividende, und die Aktie rauscht um 27 Prozent auf ein Rekordtief. Der Grund? Man hat die E-Auto-Strategie in den USA quasi im laufenden Betrieb eingestampft, nachdem laut Berichten Trump die Elektro-Förderung gestrichen hat. Das Batteriewerk in Kanada – ursprünglich für über 5 Milliarden Dollar geplant – ging für symbolische 100 Dollar an LG. Zum Vergleich: Für 100 Dollar bekommt man bei Stellantis nicht mal eine Original-Fiat-Fußmatte. Neuer CEO Filosa verspricht Besserung. Wir drücken schon mal beide Daumen – und sicherheitshalber auch die Zehen.
8. Audi: Der A5 soll vielleicht eventuell wieder A4 heißen. Oder auch nicht. 😖
In der „Sind wir hier bei Wünsch-dir-was?“-Abteilung von Audi geht das Namenkarussell in die nächste Runde. Zur Erinnerung: 2023 beschloss man, dass Verbrenner ungerade Zahlen bekommen. Aus dem A4 wurde der A5. 2025 hat man das wieder kassiert – aber nur für den A6, der seinen Namen behalten durfte. Und jetzt, 2026, deutet CEO Döllner an, dass der A5 irgendwann wieder A4 heißen könnte. Vielleicht. Eventuell. Beim nächsten Facelift. Oder dem übernächsten. Die AUTO BILD hat sich die Mühe gemacht und 16 Namens-Verwirrungen bei Audi zusammengetragen. Wir vermuten, in Ingolstadt gibt es eine geheime Abteilung, die nichts anderes tut, als Nummernschilder an eine Dartscheibe zu werfen. Vorsprung durch Verwirrung.
9. BYD entthront Tesla: Der neue König der Elektroautos 👑
Es ist offiziell: BYD hat Tesla 2025 als weltgrößten E-Auto-Hersteller überholt. 2,26 Millionen reine Stromer gegen Teslas 1,64 Millionen – das ist nicht knapp, das ist eine Klatsche. Während BYD um 28 Prozent zulegte, schrumpfte Tesla das zweite Jahr in Folge. Die Gründe bei Tesla? Die Modellpalette ist so frisch wie ein Brot vom vorletzten Wochenende, die politischen Ausflüge von Elon Musk kommen bei Käufern ungefähr so gut an wie ein Steinschlag auf der Motorhaube, und in Europa sind die Zulassungen stellenweise um über 60 Prozent eingebrochen. BYD dagegen exportiert wie verrückt: über eine Million Autos gingen 2025 ins Ausland, für 2026 peilt man bis zu 1,6 Millionen an. Die Chinesen meinen es ernst – der Rest der Branche darf jetzt mal kurz schlucken.
10. Neuzulassungen Januar: Weniger Autos, mehr Strom 👇
Der deutsche Automarkt startet 2026 mit einem Dämpfer: 193.981 Neuzulassungen, das sind 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Privatleute halten sich zurück (minus 14,4 Prozent), während die Firmenwagen-Fraktion den Laden am Laufen hält. Lichtblick: Elektroautos legen um fast 24 Prozent zu und stehen jetzt bei 22 Prozent Marktanteil. Jeder fünfte Neuwagen fährt also rein elektrisch – wenn das vor drei Jahren jemand prognostiziert hätte, wäre er ausgelacht worden. VW bleibt trotz Minus Marktführer, Opel überrascht mit Plus 27 Prozent, und Fiat verdoppelt sich fast (plus 87 Prozent – zugegeben, von einem sehr überschaubaren Niveau aus). Der Benziner? Minus 30 Prozent. Der Diesel? Minus 17 Prozent. Willkommen im Wandel. Quelle: KBA
11. Porsche überlegt, den Elektro-Boxster und Cayman zu beerdigen 🪫
Porsche-Fans, bitte jetzt setzen: Der neue CEO Michael Leiters prüft offenbar, ob die geplanten Elektro-Versionen von Boxster und Cayman gestrichen werden. Die Kosten seien „deutlich aus dem Ruder gelaufen“, die Verzögerungen ebenso. Die Verbrenner-Produktion der 718er-Modelle ist bereits ausgelaufen, die E-Nachfolger sollten 2026 kommen – und jetzt möglicherweise gar nicht. Stattdessen wird gemunkelt, dass die Plattform umgebaut wird, um auch Verbrenner aufnehmen zu können. Porsche hat also zuerst den Verbrenner eingestellt, um ihn dann vielleicht wieder einzuführen. Das ist wie ein Restaurant, das erst die Küche abreißt und sich dann wundert, warum es kein Mittagessen gibt. Endgültige Entscheidung steht noch aus.
12. Toyota tauscht den Chef – weil’s läuft 🧑
Während andere Konzerne ihre CEOs wegen Katastrophen feuern, macht Toyota das Gegenteil: Nach einem Rekordquartal beim Verkauf tauscht der weltgrößte Autobauer überraschend seinen Konzernchef. Kenta Kon löst im April Koji Sato ab. Die Begründung: Man will die Margen weiter verbessern. Bei Toyota heißt das übersetzt: „Es läuft gut, aber es könnte noch besser laufen.“ In Deutschland nennt man das Prinzip: Nörgeln auf hohem Niveau. Die Gewinnprognose wurde gleich noch nach oben korrigiert. Toyota ist quasi der Streber, der sich beschwert, nur eine 1- statt einer 1+ zu haben.
13. Mercedes-AMG C 43 als Erlkönig erwischt – mit Sechszylinder-Gerüchten 🏎️
Diese Woche wurden erste Erlkönig-Aufnahmen des überarbeiteten Mercedes-AMG C 43 gesichtet – sowohl als Limousine als auch als T-Modell. Das Spannende ist weniger das neue LED-Tagfahrlicht im Dreizack-Stern-Design, sondern was unter der Haube passieren könnte: Gerüchten zufolge fliegt der umstrittene Vierzylinder raus und wird durch einen Reihensechszylinder ersetzt. Aus dem C 43 würde dann ein C 53. AMG-Fans, die seit der Vierzylinder-Entscheidung einen Dauercringe haben, könnten also aufatmen. Der Sechszylinder käme aus dem bewährten M256-Baukasten, der schon im GT 43 und CLE 53 seinen Dienst tut. Wäre das keine Nachricht der Woche wert? Wir finden: absolut.
14. Honda Prelude ist zurück – und bringt den Civic zum Facelift mit 🚖
Die Prelude-Rückkehr ist jetzt offiziell in Deutschland angekommen: Das Hybrid-Sportcoupé steht ab Frühjahr bei den Händlern, mit 184 PS aus einem 2,0-Liter-Hybrid, unter 1.500 Kilo Leergewicht und einem Einstiegspreis von 49.500 Euro. Das ist kein Supersportwagen, sondern ein Fahrgerät für Leute, die Fahrspaß wollen, ohne dafür eine Hypothek aufnehmen zu müssen. Fast untergegangen ist dabei, dass auch der Civic ein Facelift bekommt – gleicher Motor, gleiche Leistung, ab 37.900 Euro. Honda macht also zwei Sachen gleichzeitig richtig, was in der Branche derzeit schon als überdurchschnittlich gilt.
15. ADAC warnt: Dein Auto will dein Abo-Portemonnaie 💰
Der ADAC hat gemeinsam mit der Fachzeitschrift c’t eine Marktanalyse zu Auto-Abos veröffentlicht, und die Ergebnisse sind so appetitlich wie ein Strafzettel am Sonntagmorgen. Immer mehr Funktionen im Auto werden hinter Bezahlschranken versteckt – von der Sitzheizung bis zum erweiterten Navi. Wer also denkt, er kauft ein Auto und bekommt alle Features dazu: willkommen in 2026, wo dein Fahrzeug ein rollendes Netflix ist, nur dass die Kündigungsbedingungen schlechter sind. Der ADAC mahnt Transparenz an. Wir mahnen gesunden Menschenverstand an. Bei allen Beteiligten.
16. Bosch hat ein „schmerzhaftes Jahr“ hinter sich – und baut weiter ab 📉
Der weltgrößte Autozulieferer Bosch zieht Bilanz für 2025 und spricht von einem „teils schmerzhaften Jahr“. Die Gewinne schrumpfen erneut, die Renditeziele werden verfehlt, und als Antwort setzt man auf: noch mehr KI und noch mehr Stellenabbau. Das ist ein bisschen wie ein Koch, der sagt „Das Essen war mies, aber nächstes Jahr kaufen wir bessere Messer und entlassen den Spüler.“ Fairerweise: Die Transformation der Zulieferer-Branche ist brutal. Etliche Unternehmen wechseln inzwischen ins Rüstungsgeschäft – von Porsche-Teilen zu Panzerfahrzeugen ist halt auch nur ein Buchstabe Unterschied.
17. Neuzulassungszahlen im Detail: Der SUV ist König, der Van stirbt leise 🛻
Für die Statistik-Nerds unter euch: SUVs stellen weiterhin ein Drittel aller Neuzulassungen (32,5 Prozent), gefolgt von der Kompaktklasse. Wer dagegen einen Großraum-Van oder Mini-Van sucht, gehört offenbar einer aussterbenden Spezies an – beide Segmente brechen um über 23 Prozent ein. Die Oberklasse verliert sogar 28,5 Prozent. Die einzigen Gewinner neben den E-Autos? Wohnmobile mit plus 11,8 Prozent. Das überrascht niemanden: Bei den aktuellen Immobilienpreisen ist ein ausgebauter Kastenwagen eben eine echte Alternative zur Eigentumswohnung. Quelle: KBA
18. VW ID.4 könnte „ID. Tiguan“ werden – Namensfindung als Volkssport ⁉️
Nicht nur bei Audi herrscht Kreativkrise in der Namensabteilung: Laut Renderings und Branchengerüchten spielt VW offenbar mit dem Gedanken, den ID.4 noch 2026 in „ID. Tiguan“ umzutaufen und optisch dem Verbrenner-Tiguan anzunähern. Beschlossen ist nichts, aber die Logik dahinter wäre: Kunden sollen kapieren, dass es ein Elektro-SUV ist, das wie ein Tiguan aussieht, aber halt mit Strom fährt und anders heißt. Oder gleich heißt. Oder so ähnlich. Ehrlich, irgendwann müsste die Autobranche mal einen gemeinsamen Workshop zum Thema „Wie benennen wir unsere Autos, ohne dass die Kundschaft einen Nervenzusammenbruch erleidet?“ veranstalten. Teilnahme verpflichtend für Audi und VW.
🚀 Der Wochenrückblick
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